Peinlicher Verfassungsschutz-Chef Maaßen seines Jobs nicht würdig

Maaßen hat Vertrauen verspielt.

Kommentar – Wer vor nicht all zu langer Zeit die Nachrichten in der ARD anschaute, war geschockt. Geschockt, da ein komplett respektloser Mann Namens Hans Georg Maaßen, seines Amtes Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, lässig schlurfend und grinsend vor die Kameras trat und sinngemäß sagte:

Er freue sich, dass er dem Deutschen Bundestag endlich einmal habe zeigen können, dass Edward Snowden ein Verräter sei, besser, gar ein möglicher Spion Moskaus. Nicht alleine diese Worte schockten. Zwei Jahre habe er darauf gewartet, den Bundestagsabgeordneten endlich mal die Meinung zu geigen, so Maaßen in seinem Statement. Am schlimmsten aber war Maaßens irrer Gesichtsausdruck: Narzisstisch, selbstherrlich, respektlos, nicht vertrauenswürdig.

Sichtlich mitgenommene Bundestagsabgeordnete, darunter Hans Christian Ströbele von den Grünen, stammelten nach Maaßens Auftritt regelrecht fassungslos, wie sehr sie der Auftritt von Hans Georg Maaßen irritiert habe und dass dieses untragbar sei.

Zu Recht: So viel Dreistigkeit und Respektlosigkeit gegenüber den deutschen Volksvertretern, die seit Jahren mit viel Akribie versuchen, das ganze NSA-Ausaß zu erfassen, zu verstehen und Handlungsempfehlenden daraus abzuleiten, hat man selten erlebt. Und das, wo Maaßen einen Neuanfang im Bundesverfassungsschutz einleiten sollte.

Mag sein, dass Maaßen möglicherweise ein guter Beamter ist, der akribisch und ehrgeizig ist. Aber das Bundesamt für Verfassungsschutz sollte eine Institution sein zu der man vertrauen hat. Dieses Vertrauen verkörpert ein Mann wie Maaßen nicht mehr. Nicht nur seine Nickelbrille ist gestrig, auch seine Art, wie er sich auf der politischen und öffentlichen Bühne bewegt.

Dass es nun auch noch zu einer weiteren Ermittlungspanne im NSU-Sumpf bezüglich eines V-Manns des Verfassungsschutzes kam, ist lediglich das i-Tüpfelchen.

Deshalb haben sowohl Parlamentarier der SPD, als auch der Linken oder Grünen, ebenso der FDP Recht, wenn sie fordern: Hans Georg Maaßen, der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, sollte mit einem würdigeren Repräsentanten ersetzt werden. Er ist seit seinem ARD-Auftritt untragbar in dieser so wichtigen Spitzenposition. Und noch viel mehr seit den erneuten NSU-Skandalen des Bundesverfassungsschutzes.

Bei den Grünen fordern neben dem bekannten Bundestagsabgeordnete der Grünen, Hans Christian Ströbele, auch Konstantin von Notz und Irene Mihalic die Entlassung von Maaßen – alles Innen- oder Geheimdienstexperten ihrer Fraktion.

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