Justizskandal in JVA Leipzig: Syrer Jaber Al Bakr erhängt sich in Zelle

Das Gelände des Gefängnisses in Leipzig, der JVA Leipzig von oben. (Bild: Google Maps Screenshot).

Sachsen erschüttert einen neuen Justizskandal: Der 22-jährige Syrer, der Terroranschläge in Deutschland plante, ist in der JVA Leipzig, also der Justizvollzugsanstalt Leipzig, tot aufgefunden worden.

Angeblich habe er sich in seiner Zelle erhängt, heißt es. Ob das wirklich so war, ist noch nicht ganz klar. Fakt ist aber: Jaber Albakr (auch geschrieben als: „Jaber alBakr„) ist tot. Und damit hat Sachsen mal wieder seinen Sachsensumpf. Denn Beobachter fragen sich: Wie kann sich ein solch junger Gefangener einfach kurz nach seiner Festnahme erhängen, wie konnte das passieren?

Während seiner Festnahme in Leipzig, die mit Hilfe von anderen Flüchtlingen möglich geworden war, soll Jaber Albakr drei andere Männer beschuldigt haben, sie hätten von seinen Terroranschlägen gewusst. Bei den drei Männern handelt es sich ausgerechnet um jene, die ihn der Polizei übergeben hatten.

Jaber Albakr war vor wenigen Tagen aus der öden ostdeutschen Stadt Chemnitz ins glamourösere Leipzig geflüchtet und ist dort schließlich festgenommen worden.

Justizinister in Sachsen ist Sebastian Gemkow (SPD). Ministerpräsident ist seit 2008 Stanisław Tillich (CDU). Die Ermittlungen sind mit dem angeblichen Selbstmord des syrischen Asylanträgers nun erheblich erschwert worden.

Spricht auch nicht gerade für Sachsen: Während in den USA nach einem solch politisch hochheiklen Tod, wie er jetzt in der JVA Leipzig bekannt geworden ist, umgehend eine Pressekonferenz abgehalten würde, lässt sich Sachsen Zeit.

Erst am Donnerstagfrüh gegen 11 Uhr gedenken sich die zuständigen sächsischen und Leipziger Behörden zum angeblichen Suizid von Jaber alBakr öffentlich zu äußern, hieß es in den ARD Tagesthemen am Mittwochabend gegen 23 Uhr.

Die JVA Leipzig heißt offiziell  auch „Justizvollzugsanstalt Leipzig mit Krankenhaus“. Krankenhäuser sollen eigentlich Leben retten. Leiter der JVA Leipzig ist der Leitende Regierungsdirekor Rolf Jacob. Auf der Webseite der JVA Leipzig feiert man derzeit gerade „300 Jahre sächsische Vollzugsgeschichte“.

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