Boot mit 600 Flüchtlingen angeblich vor Tripolis gesunken

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Foto: ©iStockphoto.com/Claudia Dewald

Immer mehr Menschen scheinen das vom Bürgerkrieg aufgeriebene afrikanische Land Libyen verlassen zu wollen. Häufig nutzen die Flüchtlinge dabei Schiffe, die sie nach Europa, besonders auf die italienische Insel Lampedusa bringen soll. Jetzt sei angeblich ein hoffnungslos überladenes Schiff, das 600 Flüchtlinge transportierte, gesunken, berichten die UN. Die Rede ist von bislang 16 Toten. Die UNO hatte Libyen zum NATO-Bombardement-Ziel erklärt hat, um den Bürgerkrieg gegen Gaddafi zu beeinflussen und ihn von der Macht zu verdrängen. Nach dem Willen der UN sollten nun die Bürger der EU die Flüchtlinge aufnehmen.

Seit Beginn der Kämpfe zwischen Rebellen im Osten Libyens und den Anhängern des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi  vor einigen Wochen, werde die Situation im Lande immer schwieriger, so Beobachter.  Derweil seien erste Hilfslieferungen aus den USA in der von den Rebellen besetzten Stadt Bengasi eingetroffen. Nach Angaben der Amerikaner seien ausschließlich Lebensmittel geliefert worden,  nicht aber Waffen und ähnliches. Ob diese Aussage stimmt, konnte kriegsberichterstattung.com nicht überprüfen.  Derweil verfolgt die NATO, die auch von Deutschland finanziert wird, ihre umstrittene Mission weiter und bombte auf weitere Ziele in der libyschen Hauptstadt Tripolis. Auch in der westlichen Küstenstadt Misrata gehen die Kämpfe zwischen Aufständischen und Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi weiter.

Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht – entweder vor Kriegen wie in Libyen oder vor Naturkatastrophen wie in Haiti.

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