Hacker-Angriff auf Internationalen Währungsfond

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Foto: istockphoto.com/Zmeel Photography

Nachdem Computer-Hacker in den vergangenen Wochen Weltkonzerne wie Sony oder Microsoft angegriffen hatten und dabei nach Berichten Millionen an Kundendaten gestohlen hätten, scheinen sich die Computer-Profis nun auch vermehrt politische Organisationen vorzunehmen.

Betroffen ist dieses Mal der Internationale Währungsfonds (IWF). Dessen ehemaliger Direktor, der französische Präsidentschafts-Kandidat Dominique Strauss-Kahn, steht derzeit unter Hausarrest. Grund: Eine aus Afrika stammende Putzfrau des New Yorker Sofitel Hotels wirft ihm vor, sie sexuell missbraucht zu haben. Strauss-Kahn streitet dies jedoch ab und sagt, es habe sich um einen einvernehmlichen sexuellen Kontakt gehandelt.

Aus IWF-Insiderkreisen heißt es, die Hacker-Attacke sei „ernst“. Wie ernst, dazu wollte sich der IWF bislang nicht äußern. Allerdings sei bislang die Arbeit der Organisation, die beispielsweise weltweit für finanzielle Mittelvergabe an in Not geratene Länder zuständig ist, nicht gefährdet. Vorsorglich habe die mächtige Finanzorganisation jedoch, so ein IWF-Sprecher, alle Netzwerk-Verbindungen zu Schwester-Organisationen – möglicherweise also zur UNO etc. – beendet.

Wie die angesehene Tageszeitung „Washington Post“ schreibt, sei der Angriff primär mit dem Ziel erfolgt, hochvertrauliche Daten zur Finanzsituation unterschiedlichster Länder zu erhalten. Die U.S.-Amerikanische Bundespolizei FBI ermittelt. So viel ist bereits aus Kreisen des FBI und des IWF gesickert: Ein bestimmtest Land habe versucht, eine Software zu installieren, die diesem Staat Zugang zu Insider-Informationen des IWF über andere Länder verschafft hätte. Ein IT-Fachmann nannte gegenüber kriegsberichterstattung.com, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit ein asiatischer Staat, also möglicherweise China, in den Angriff verwickelt sein könnte.

Bestätigt wurde diese Spekulation allerdings nicht. Nur so viel ist klar: In die Netzwerke des IWF kommen ausschließlich IT-Fachleute mit höchstem Hacker-Wissen. Dritte-Welt-Länder verfügen über solches Wissen in der Regel nicht. Unwahrscheinlich auch, dass ein europäischer Staat so einen kriminellen Schritt, wie einen Hacker-Angriff auf den IWF, durchführen würde. Der jetzt bekannt gewordene Angriff auf die Systeme des IWF war jedoch kein Einzelfall. Bereits in den vergangenen Monaten, schrieb die New York Times, habe es ähnliche Vorfälle gegeben.

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