Wehrmachts-Gedenkräume in Kasernen gibt es seit 70 Jahren und das ist gut so

Die Deutsche Bundeswehr wehrt sich gegen pauschalisierende Verurteilungen. Hier Soldaten des Heeres bei einer Übung (Bild: Bundeswehr/Maximilian Schulz)

Kommentar – Es wird mal wieder abstrus übertrieben in Deutschlands Massenmedien. Nun titelte nämlich die Nachrichtenagentur von Deutschlands Massenmedien, dpa:

„In der Affäre um rechtsextremistische Umtriebe unter Bundeswehrsoldaten haben Ermittler nach einem Medienbericht in einer weiteren Kaserne Wehrmachts-Devotionalien entdeckt.“

So hätten im Bundeswehrstandort in Donaueschingen „Experten nach einem Hinweis eine Vitrine mit Wehrmachts-Stahlhelmen vor der Kantine vorgefunden“. An diesem Standort ist unter anderem das Jägerbataillon 292 beheimatet.

Von den Wehrmachts-Stahlhelmen berichtete unter anderem das Boulevardportal «Spiegel Online» aus dem Hause „SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co“ aus Hamburg.

Zunächst einmal: Den kaum bekannten Begriff von „Devotionalien“ in einer dpa-Meldung zu nutzen, ist manipulativ. Historisch ist das unseriös.

Grund: Der Begriff „Devotionalien“ suggeriert einseitig, als würden Deutschlands Bundeswehr-Angehörige ihren Gefallenen ehrfürchtig Rosenkranz-Gebete entgegenbringen und diese heroisieren und Kriege geil und bewundernswert finden.

Nicht jedes Gedenken ist aber ein Frevel und eine Schande oder eine Verehrung.

Sonst müssten wir längst die deutsche Kriegsgräberfürsorge einstellen. Wir müssten dann sämtliche Soldatenfriedhöfe einebenen. Außerdem müssten Tausende Eiserner Gedenkkreuze an die gefallenen deutschen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg und Zweien Weltkrieg von der Bildfläche vernichtet werden.

Sowas hat es historisch immer wieder geben. Im Alten Ägypten beispielsweise wurden unliebsame Herrscher nach Jahrhunderten, oft aber direkt nach dem Tod eines Pharaos, aus Tausenden Stelen gemeißelt. Ziel: Die Geschichte sollte nachträglich verfälscht werden.

In Wikipedia steht jedenfalls zu Devotionalien:

„Devotionalien sind Gegenstände, die der Andacht (lateinisch devotio ‚Hingabe‘, ‚Ehrfurcht‘) und der Förderung der Frömmigkeit dienen sollen, wie etwa Kreuze, Kruzifixe, Rosenkränze, Heiligenfiguren und -bildnisse, Ikonen, Andachtsbilder und Medaillen, wie etwa die Wundertätige Medaille.“

Da fragt man sich: Wie kommt die dpa zu einer solch manipulativen Darstellung? Wie kann eine Nachrichtenagentur, die für sich Seriosität und Glaubwürdigkeit als Leitbild nennt, eine die Meinung einseitig lenkende Darstellung an Tausende Medien verschicken?

Dass hier Bericht und Kommentar von der dpa vermischt werden, fällt scheinbar auch in der Schlussredaktion von dpa niemandem auf.

Man muss aber auch sagen: Was gibt es eigentlich sonst Neues? Dass in unterschiedlichsten Kasernen Deutschlands Soldaten ihrer eigenen Geschichte erinnern, das ist nichts neues.

So gab es beispielsweise auch bei Hamburg eine Kaserne, welche schon vor dreißig Jahren in einer kleinen verschämten Ecke ihrer gefallenen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg gedachten. Aufgeregt hat das damals niemanden. Warum sollte es heute anders sein?

Dass Soldaten und Armeen ihrer Gefallenen in Kasernen gedenken, ist weltweit üblich.

Dabei ist es ja nun wahrlich nicht so, dass deutsche Soldaten und Soldatinnen nur Täter gewesen wären.

Deutschlands Soldaten waren sowohl im Ersten Weltkrieg als auch im Zweiten Weltkrieg primär Opfer von größenwahnsinnigen Politikern.

Denn es waren damals wie heute Politiker, welche die Soldaten in die Kriege dieser Welt geschickt haben. In irrsinnige Angriffskriege, Vernichtungskriege.

Dies ist in Großbritannien über mehr als 500 Jahre so gewesen. Dies ist ebenso in den USA seit 200 Jahren so. Und es ist in Dutzenden anderen Ländern dieser Welt nicht anders.

Nur in Deutschland glauben verlogene Politiker, wie einige aus der CDU, der SPD, den GRÜNEN oder sonstiger Parteien, dass man nun nachträglich Geschichte verfälschen könnte.

Dabei sind es genau jene Politiker, die schreien, Wasser marsch, aber mach mich bitte nicht nass.

Wer hat denn Deutschland in Kriege wie jene in Afghanistan verwickelt, wo wieder deutsche Soldaten gefallen sind:

Rund 55 Soldaten der Bundeswehr starben in Kriegen alleine in den vergangenen 15 Jahren.

Hinzu kommende Dutzende, wenn nicht Hunderte verkrüppelte deutsche Soldaten, welche lebenslänglich verletzt aus den Krisengebieten dieser Welt wieder zurück nach Deutschland kommen. Dass die Bundeswehr dazu noch nicht einmal eine offizielle Statistik führt, wie ein Pressereferent der Bundeswehr uns mitteilte, ist skandalös.

Die Deutsche Wehrmacht ist zunächst einmal eine Armee, wie es diese schon im Ersten Weltkrieg war, welche von Politikern in die Schlachten und ins Verderben geführt worden ist.

Millionen deutsche Soldaten haben hier unfreiwillig und von der Politik angetrieben ihr Leben verloren. Hunderttausende, Millionen junger Männer, wurden verstümmelt in diesen Kriegen. Verstümmelt für irre Kriegstreiber in der Politik.

Also für Vorfahren der heutigen CDUler, SPDler, Grünen und vieler anderer Politiker.

Denn es ist ja nun wahrlich nicht so, dass Deutschland plötzlich nach der nationalsozialistischen Diktatur im luftleeren Raum entstanden wäre.

Über Jahrzehnte hatten gerade die großen Volksparteien sich darin geübt, einfach ein anderes Mäntelchen jenen Männern und Frauen anzuziehen, die vorher Deutschland ins Verderben geschickt haben.

Und ausgerechnet solche Politiker regen sich nun im Verbund mit einigen Journalisten über Kasernen auf, in welchen Soldaten es wagen, ihrer für Deutschland und für deren irren Politiker Gefallen zu gedenken?

In Deutschland gibt es unzählige, Tausende, Gedenktafeln gefallener deutscher Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg und Zweiten Weltkrieg. Und die sind nicht nur auf Friedhöfen in Bayern.

Deshalb: Warum soll es solche Gedenkräume nicht auch in den deutschen Kasernen geben? Sie gehören gerade dort hin und zwar zum Gedenken, dass es nie wieder solche Kriege geben möge.

Es ist doch an Dreistigkeit nicht zu überbieten, jene Menschen, die für uns ihr Leben lassen sollen, ihre Gesundheit, nun einfach in die rechtsextreme Ecke zu schieben, zu den angeblich „rechtsextremen Umtrieblern“.

Deutschlands Verteidigungsministerin, die ebenfalls eine Kriegsministerin ist, also Ursula von der Leyen (CDU), macht einmal mehr keine Figur beim Thema Krisenmanagement Bundeswehr.

Das sie unsicher ist, wie man in einer solchen Krise richtig agiert, ist verständlich.

Doch scheint sie etwas eklatant falsch zu machen. Man hat nämlich einmal mehr den Eindruck, als habe sie überhaupt kein Problem ihre über 100.000 Bundeswehr-Angehörigen, denen sie vorsteht, aus eigenen Karrieregründen den Medien zum Fraß vorwerfen zu lassen.

Sie ist scheinbar nicht in der Lage, die völlig hysterische Debatte rund um angebliche bedenklich ausufernde „rechtsextremistische Umtriebe“ bei der Deutschen Bundeswehr einzufangen.

Dabei ist bekannt, dass Rechtsradikale nach wie vor absolute Einzelfälle in der Bundeswehr sind und nicht die Masse der Soldaten so denkt. Zwar wird von der Leyen nicht müde, dies zu betonen. Doch irgendwie kommt es einfach nicht an.

Das kann nur einen Grund haben: Die Botschafterin, die Ministerin, verfügt scheinbar über mangelndes Sendungsbewusstsein. Das ist schade und misslich.

Denn es war ja gerade Ursula von der Leyen welche bislang beim Thema Bundeswehr gut agierte.

Sie war es, welche die Soldaten und Soldatinnen endlich besser ausrüsten wollte. Sie war es, welche Deutschlands Armee von einer Witztruppe wieder zu einer ernst zu nehmenden Verteidigungsgruppe mit modernen Gerätschaften aufbauen wollte. Und damit die Abhängigkeit von den Amerikanern in der NATO senken wollte.

Entweder kann von der Leyen die aktuelle unsägliche Krise nicht managen. Oder sie will es nicht.

Wer zu einer Armee ja sagt und das Ja ebenso zum größten und gefährlichsten Kriegsbündnis welches es auf der Welt jemals gab, zur NATO, sagt, der darf Soldaten und Kasernen Deutschlands nicht verbieten, an ihre gefallenen Kameraden zweier irrer Weltkriege zu gedenken.

Dabei gilt ebenso: Es wissen Hunderte Journalisten in Deutschland, dass es Gedenkräumlichkeiten an gefallene Soldaten des Ersten Weltkriegs und Zweiten Weltkrieges in deutschen Kasernen schon immer gab. Und das wissen auch die Politiker.

Nur wer zu seiner Geschichte steht und die Erinnerung daran ebenso an Knotenpunkten der Armeen wachhält, kann Kriegswahnsinn der Zukunft versuchen zu meiden. Das gilt in besonderem Maße natürlich auch für Deutschland.

One comment

  1. es ist leider zum kotzen, wie die ehemaligen deutschen soldaten die die BW mit aufgebaut haben, heute verurteilt werden ! ich bin stolz nach meiner versetzung zur GFM ROMMEL einen ehemaligen -W II SOLDATEN- kennen zu lernen !!!
    diese männer haben es nicht verdient nach beginn der BW von frau v d leyen so zu behandelt werden !!!!!!!!!
    leider hat die BW genug andere probleme womit sie sich beschäftigen müsste! aber sie bekommt wichtige probleme nicht unter kontrolle !
    ich habe an einigen treffen ehemaliger soldaten -freund, feind+ resistance-teilgenommen und mit respekt festgestellt wie gut sie sich verzeihen und ihre damalige situation klarstellten . SIE RESPEKTIERTEN SICH GEGENSEITIG UND BEFREUNDETEN SICH !!!!leider sind diese alten kämpfer heute vom eigenen land nicht mehr gewünscht .wir können die geschichte heute nicht mehr ändern !!,auch wenn damals vieles von POLITISCHER SEITE falsch eingestielt wurde und soldaten damals dafür mißbraucht wurden.tradition ist lange bekannt und darf nicht verändert werden !!gerne beschmutzt deutschland über generationen ihr eigenes netz !
    wieviel -UNSCHULDIGE- generationen sollen noch darunter leiden ???????????????????????????

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