Warnungen vor Reisen in den Kongo / Präsidentenwahlen

Portrait of a boy with the flag of Congo painted on his face.

Der afrikanische Staat Kongo unterliegt einer Reisewarnung. Das deutsche Auswärtige Amt sieht insbesondere die Regionen Orientale und Nord- und Süd-Kivu als gefährdet an. Grund: Hier dauern  Kämpfe zwischen Regierungstruppen und verschiedenen Rebellengruppen an. Ebenfalls betroffen von einer Reisewarnung ist die Region Haut-Uélé im Nordosten des Landes. Hier ist die ugandische Rebellenorganisation „Lord’s Resistance Army“ (LRA) aktiv und gilt als unberechenbar.

Die kriegerischen Auseinandersetzungen dürften bis zum 28. November 2011 eher zu- als abnehmen, da an diesem Tag Präsidentschafts- und Parlamentswahlen abgehalten werden sollen. Kriegsbeobachter, darunter auch kriegsberichterstattung.com, gehen davon aus, dass es auch in den Wochen nach den Wahlen in größeren Städten, wie Kinshasa, weiterhin zu Gewaltausbrüchen kommt. Sollte eine Reise in den Kongo trotz Reisewarnung unvermeidlich sein, empfiehlt das Auswärtige Amt, sich auf die Deutschenliste einzutragen und sich permanent aus den Medien, wie beispielsweise kriegsberichterstattung.com, zu informieren.

Krankenkassen zahlen häufig nicht

Reisende sollten unbedingt beachten, dass in Ländern, in denen Reisewarnungen gelten, vor allem Krankenversicherungen häufig keine Kosten für Verletzungen oder verletzungsbedingte Rücktransporte übernehmen.  Jedoch ist besonders im Kongo zu berücksichtigen, dass keinesfalls das gesamte Land in kriegerischen Auseinandersetzungen liegt. Dennoch ist letztlich überall die Sicherheitslage äußert instabil. Neben kriegerischen Auseinandersetzungen muss im Kongo auch mit Plünderungen, sonstigen Gewaltausbrüchen, Brandschatzungen und Raubüberfällen gerechnet werden.

Es ist außerdem zu beachten, dass im Falle solcher die Gesundheit und das Leben bedrohender Auseinandersetzungen auch die deutsche Botschaft in Kinshasa nur sehr eingeschränkt konsularische Hilfe leisten kann.

Deshalb gilt: Jeder, der sich im Kongo aufhält, sollte die typischen Sicherheitsvorkehrungen in Ländern der Dritten Welt beachten: Unauffällige Kleidung, unauffälliges Verhalten, Meiden von unbekannten Regionen und Stadtteilen. Am besten sollte man zudem nicht alleine reisen, sondern mindestens zu zweit. Noch besser: Ein einheimischer Begleiter übernimmt die Reisekoordination und ist stets vor Ort dabei. Ein Handy, am besten satellitengestützt, sowie ein permanent sendendes GPS-Signal, ist ebenfalls zu empfehlen.
Foto: © istockphoto/Duncan Walker

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