Touristenabzocke in Ägypten: Luxor, Kairo, El Gouna, Hurghada, Sharm esh Sheikh

kriegsberichterstattung.com

In Ägypten gibt es, wie in vielen Touristen-Ländern, nicht nur Wunderbares zu entdecken. Wer nicht aufpasst, ist auch schnell Opfer klassischer Touristenabzocke. Dieser kriegsberichterstattung.com-Artikel des Ressorts „Reisewarnungen“ zeigt, worauf Sie auch nach der Revolution in Ägypten in Luxor, Kairo (El-Qahira), El Gouna, Hurghada oder Sharm esh Sheikh unbedingt achten müssen. Dieser längere Beitrag umfasst folgende Bereiche & Urlaubstipps:

Kosten für Überlandfahrten mit einem Limousinenservice Auf Märkten Preise vergleichen und hart verhandeln Nie Kopie des Passes hinterlegen, nur den Personalausweis Die Polizeirufnummer immer parat haben Lassen Sie sich niemals mit dubiosen Gestalten ein Vorsicht vor Fotos im Tal der König oder im Ägyptischen Museum Klingen Preise für Kutsch- & Bootsfahrt zu niedrig, sind sie es meist Auch Taxifahren will im Ausland gelernt sein Touristenziele vom Hotel auf Arabisch aufschreiben lassen Pyramiden am Freitag oder Feiertag besuchen Essen gehen in Luxor – am besten in West-Theben

Mohamed, unser privater Fahrer eines Limousinenservices im exklusiveren ägyptischen Urlaubsort El Gouna nördlich von Hurghada, steht pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt kurz nach 11 Uhr mit seinem schwarzen Auto vor unserem Hotel, dem Steigenberger. Davor hatten wir im Mövenpick gewohnt, was uns persönlich vom Strand her, aber auch der Pool-Badelandschaft, noch besser gefallen hatte. Dennoch war unser abschließender Aufenthalt im „Golfresort“ Steigenberger auch sehr schön. In beiden Fünf-Sterne-Hotels war das Essen – mit kleineren Abstrichen – vorzüglich und abwechslungsreich. Jedoch gibt es auch in El Gouna recht gute und günstigere Vier- oder Drei-Sterne-Hotels, welche beispielsweise über Portale wie www.ab-in-den-urlaub.de oder www.travel24.com gebucht werden können. Eine Recherche lohnt sich auf jeden Fall in der Urlaubsplanung.

Tipp 1 – Kosten für Überlandfahrten mit einem Limousinenservice

Für die rund 300-Kilometer-Fahrt von unserem bisherigen Urlaubsort in Ägypten, El Gouna, ins südliche Theben, dem heutigen Luxor, haben wir für zwei Personen einen Preis von 70 Euro vereinbart. Ursprünglich wollte er 100 Euro haben.

Ein Freund hatte uns jedoch erzählt, dass er lediglich 50 Euro bezahlte. Eigentlich hatten wir vor, einen öffentlichen Bus zu nehmen. Doch die unhöfliche Mitarbeiterin der Touristen-Information am Marktplatz von El Gouna hatte versucht uns 70 Euro pro Person für einen Bus-Platz für die Fahrt nach Luxor abzuknöpfen. Insgesamt also 140 Euro.

Das ist reichlich unverschämt, um nicht zu sagen: Das Wort Abzocke ist hier absolut passend, bedenkt man, dass örtliche Kellner 70 Euro häufig nur in einem Monat als festes Gehalt verdienen. Entsprechend sauer waren wir. Für die gleiche Fahrt mit einem Taxi hätten wir ungefähr 30 bis 40 Euro bezahlt. Nachteil: In El Gouna gibt es kaum Taxis. Tipp 2 – Auf Märkten Preise vergleichen und hart verhandeln Deshalb: Immer hart verhandeln und Preise vergleichen.

Tipp 2: Auf Märkten Preise vergleichen und hart verhandeln

Wer in Touristenländern nicht gnadenlos Preise herunter drücken kann, ist verloren und wird überall übers Ohr gehauen. Wichtig: Es gehört zum ägyptischen Verhandlungsmarathon in allen Bereichen, dass die Verkäufer ihre Ware oder ihre Dienstleistung erst einmal um mindestens das doppelte, oftmals das Vierfache, in manchen Ländern wie Thailand, aber auch um bis zum Zehnfachen, zu hoch anbieten. Grund: Je höher der Preis, desto höher die Hemmschwelle beim Touristen, diesen zu drücken. Es ist eine vorsätzlich vom Verkäufer eingebaute psychologische Barriere.

Sie läutet zu Ungunsten des Urlaubers die Verhandlungsrunde ein, welche durchaus einmal 30 Minuten – oder länger – dauern kann. Nehmen Sie sich deshalb stets Zeit!Da in Ägypten, wie in fast allen Touristenländern, alle Dienstleistungen und Waren absolut austauschbar und deshalb sowieso überall zu erhalten sind, brauchen Sie niemals anzunehmen, diese eine Dienstleistung oder das eine Souvenir gäbe es nur hier und heute. Also setzen Sie sich nicht selbst unter Druck.

Je höher der Kaufpreis, desto länger sollte Ihre Bedenkzeit sein. Ruhig auch einmal eine Nacht darüber schlafen und beispielsweise im Internet auf Seiten wie kriegsberichterstattung.com unter „Reisewarnungen“ schauen, was Profis zum Thema sagen.Verkäufer gehören in Kairo zu den absoluten Voll-ProfisBeachten Sie, dass die Verkäufer in Ägypten, erst Recht in Kairo, zu den professionellsten und härtesten, auch abgebrühtesten, weltweit gehören. Selbst gestandene deutsche Manager sind häufig nicht in der Lage in Ägypten die Preise so weit zu drücken, wie es eigentlich gerechtfertigt und notwendig ist. Nur Verkäufer in Bangkok können es mit ihnen vielleicht noch aufnehmen. Dennoch: Quetschen Sie die Verkäufer nicht bis aufs letzte Hemd aus. Sie müssen sich ein Gespür aneignen, wann der zu bezahlendende Preis ein fairer Preis auch für einen Europäer ist.Gewürze sind in Ägypten vorzüglich. Das wissen auch die Händler und zocken kräftig Touristen ab.

Seien Sie gegenüber den Menschen in Entwicklungs- oder Schwellenländern nicht geizig

Es geht im Urlaub in Entwicklungs- beziehungsweise Schwellenländern wie Ägypten, Thailand, Brasilien oder Indien, nicht darum, als Tourist einen Sport daraus zu machen, alles dort – aus westlicher Sicht – zu Dumping-Preisen zu kaufen. Das schnürt diesen Ländern unfair ihre wirtschaftliche Kraft ab.Geben Sie den Menschen dort auch eine Chance auf ein besseres Leben. Es macht keinen Sinn groß nach staatlicher Entwicklungshilfe zu rufen, beispielsweise in Deutschland in Dritte-Welt-Läden einzukaufen, und sich im Urlaub als Pfennig-Drücker übelster frühkapitalistischer Zeit aufzuführen.Das heißt aber selbstverständlich nicht, dass die Preise, die Sie zahlen, so hoch sein sollen, wie in Deutschland. Natürlich liegt der Kick darin, es dort eben deutlich billiger zu bekommen.

Dennoch sollte das Ziel eines jeden Kaufes sein, einen für beide Seiten – den Urlauber wie den Verkäufer – passenden und fairen Preis zu finden.Die Höhe des für Sie akzeptablen Preises sollten Sie auch davon abhängig machen: Befindet sich der Markt beispielsweise in einer Region, in der massenhaft Touristen über den Markt schlendern (dann ist ein auch sehr niedriger Preis ok) oder ist der Markt eher abgelegen oder befindet sich in einem Land im Umbruch -wie Ägypten – in dem zwar die Hotelpreise nach wie vor eher hoch sind, aber die Verkäufer auf Märkten kaum mehr westliche Kundschaft haben.Touristenabzocke in Ägypten: Solche Wasserpfeifen sollten in Kairo maximal für 6 bis 7 Euro erstanden werden.

So kam es nach der teils gewalttätigen Revolution im Frühjahr 2011 zu mehr als 80 Prozent Urlauber-Rückgang in Ägypten. In solchen Ländern ist es auch ok, wenn der Urlauber einmal einen Preis bezahlt, der eigentlich bei objektiver Prüfung für die dortigen Verhältnisse immer noch zu hoch ist. Den fairen Preis finden Aber: Wer beispielsweise in Luxor eine mittelgroße Wasserpfeife für 300 Ägyptisches Pfund (EGP) oder 36 Euro angeboten bekommt, wird sie mit Sicherheit mit Verhandlungsgeschickt auf 100 Ägyptisches Pfund (12 Euro) drücken können, in Kairo sogar auf bis zu 50 oder 60 Ägyptische Pfund (6 bis 7 Euro).

Verhandeln Sie und lassen Sie sich nicht über den Tisch ziehen

Und selbst bei einem Kaufpreis von 6 bis 7 Euro ist für den Verkäufer immer noch ein guter Gewinn enthalten.Wer Probleme mit Kopfrechnen hat, sollte immer einen Taschenrechner parat haben und die Preise vor Ort beispielsweise in Euro oder in eine sonstige eigene Landeswährung umrechnen! Ignorieren Sie grundsätzlich die Einwürfe des Verkäufers, er könne von einem niedrigeren Preis nicht mehr leben, da er ja bereits weit mit dem Preis heruntergegangen sei. Das ist letztlich übliches Geplappere.Touristenabzocke in Ägypten: Solche Wasserpfeifen sollten in Kairo maximal für 6 bis 7 Euro erstanden werden.

Kairo ist eine sehr arme Stadt – selbst der Tahir-Platz, dem Zentrum der ägyptischen Revolution, ist nicht schön.Ein weiteres Beispiel: Wird etwas zu 100 Ägyptischen Pfund angeboten (12 Euro) – beispielsweise wie in Luxor im Tal der Könige (Wadi Biban el-Moluk) ein Büchlein über die Königsgräber – dann ist deutlicher Verhandlungsspielraum vorhanden. Der reale Preis für das dort klassischerweise vertriebene Buch „Valley Of The Kings“ (64 Seiten, DIN-A-5) liegt bei 20 Ägyptischen Pfund (2,50 Euro) bis maximal!!! 35 Ägyptischen Pfund (4,25 Euro).

Auch wenn 50 Ägyptische Pfund nicht viel klingt – es sind immer noch über 6 Euro und wäre damit ein Preis, der auf einem Preisniveau von Deutschland läge – also deutlich zu hoch wäre.Beliebt ist es auch, Touristen schwarze handgroße Nachbildung des berühmten Nofretete-Kopfes, der Totenmaske von Tutankhamun oder des Ramses-Kopfes anzudrehen – mit dubiosen Behauptungen wie, diese seien aus echtem Granit und müssten deshalb ebenfalls mit 500 Ägyptischen Pfund bezahlt werden. Wenn ein Verkäufer so etwas behauptet, seien sie sicher: Es ist in der Regel nur Plastik. Auch der gerne vorgeführte Aufeinander-Knall-Test der Souvenir-Korpuse kann darüber nicht hinwegtäuschen.

Spätestens mit einem Feuerzeug lässt sich sehr schnell beweisen, dass das Plastik unter Hitze schmilz. Verlangen Sie sonst diesen Test, der mindestens zwei Minuten dauern sollte. Viele Verkäufer halten zwar ihr Feuerzeug freiwillig hin, aber so kurz, dass es nichts bringt. Übernehmen Sie deshalb den Test am besten selbst.Das Geschäft mit den Souvenirs Die Verkäufer erstehen drei Souvenir-Korpuse in der Regel für insgesamt 5 bis 6 Ägyptische Pfund (60 bis 70 Cent zusammen, beziehungsweise circa 20 Cent je Korpus), erfuhr kriegsberichterstattung.com vor Ort von einem Informanten. Selbst bei einem Verkauf aller drei Figuren zu 20 Ägyptischen Pfund wäre also noch ein Gewinn für den Verkäufer enthalten. Aber: Die Konkurrenz für die Verkäufer ist enorm. An einem üblichen Touristentag befinden sich bis zu 100 Verkäufer auf dem Gelände des „Tals der Könige“ in Luxor. Viele Verkäufer schaffen es pro Tag nicht einmal, auch nur ein Buch oder eine Figur abzusetzen.

Gut ist es, wenn man Preisvergleiche hat

Seien Sie deshalb nicht zu hart und schlagen Sie vielleicht auch einmal bei 30 Ägyptischen Pfund ein. Mehr sollte es aber definitiv nicht sein.Jedoch gilt, wie bereits an anderer Stelle angedeutet: Je weniger Touristen in einer Stadt, desto höher die Preise, da die Verkäufer mit weniger Umsatz dennoch ihre Miete, den Einkaufspreis, ihr eigenes Gehalt und einen Gewinn erwirtschaften müssen. Als Richtschnur gilt in Ägypten: El Gouna ist beispielsweise teurer als Luxor, Luxor ist teurer als Kairo. Die Preisunterschiede können bis zu 100 Prozent betragen. Dennoch kaufen Sie nicht nur in Kairo, da die Menschen im Süden des Landes auch leben müssen… Auch hier gilt: Wir sind im Urlaub nicht bei Mediamarkt, wo Geiz immer geil ist.Versuchen Sie immer einen guten Mittelweg zu finden. Als Richtschnur kann also gelten: Umrechnen in die eigene Landeswährung, beispielsweise den Euro, dann die Qualität des Produktes anschauen: Ist es unique, also einzigartig – zum Beispiel auf Grund von echter (nicht vorgetäuschter!!!) Handarbeit – oder ist es austauschbar?

Dann noch einmal am besten einen Freund oder eine Freundin fragen und vor dem endgültigen Kauf stets noch einmal so tun, als würde man sich doch anders entscheiden und das Produkt oder die Dienstleistung nicht wollen. Dazu gehört: Verlassen Sie den Stand oder das Geschäft. Der Verkäufer wird Ihnen in aller Regel nachrennen und zur letzten Verhandlungsrunde laden.Das Weggehen ist kein schäbiges Verhalten, sondern ein absolutes Muss. Gerade in Asien, in Arabien oder im Orient, gehört ein solcher Schritt immer dazu! Nur so nähern Sie sich an den Realpreis.

Steigen Sie in jede neue Verhandlungsrunde mit einem deutlich niedrigeren Preis ein, als jenem, den Sie in der letzten Runde bereits im Auge hatten. Doch beachten Sie: Wenn der Verkäufer zu Ihnen sagt: Was ist Ihr letzter Preis? Und Sie einen nennen und er dann einschlägt, müssen Sie auch kaufen! Alles andere ist unfair und gehört sich auch in fremden Ländern nicht.

Sollten Sie nach einem Kauf später einmal merken, dass Sie doch übers Ohr gehauen wurden, ärgern Sie sich nicht zu sehr. Ganz ohne Lehrgeld geht es in keinem Urlaub.

Tipp 3 – Nie Kopie des Passes hinterlegen, nur den Personalausweis

Doch zurück zu unserem Fahrer, der uns nach Luxor bringen sollte: El Gouna wird am Orts -Ein -und Ausgang durch eine Polizei-Sperre abgesichert. Autofahrer, die hier keine Erlaubnis vorlegen, kommen gar nicht in den Ort hinein und auch nicht heraus. Insgesamt gut fünf Polizisten befinden sich am Kontrollpunkt als wir gegen 11.30 Uhr Anfang November 2011 dort eintreffen. Der Stations-Chef sitzt in einer schmucken weißen Uniform an einem Schreibtisch, der im Freien aufgebaut ist. Er schaut mit einem kritischen Blick kurz in unseren Wagen. Dann kommt ein Polizist mit einer Kopie unserer Ausweise/Pässe ans Fenster und fragt freundlich lächelnd, ob wir das Gefühl haben, dass Mohamed ein guter Fahrer sei. Mit unserer positiven Antwort entspannt sich merklich das Gesicht des circa 30-Jährigen arabischen Fahrers.

Die Ausweis-Kopien mussten wir schon vor Fahrtantritt dem Limousinen-Service hinterlegen. Dieser schickte sie wiederum, wie wir erst jetzt überrascht bemerkten, per Fax weiter an die Polizei. Mohamed erklärt uns, dass sowohl unser Abfahrtszeitpunkt in El Gouna sowie die Ankunft im Hotel in Luxor von der Polizei dokumentiert und überprüft werde. Das solle sicherstellen, dass Touristen, vor allem Individualtouristen wie wir, auch heil an ihr Ziel ankämen. Spätestens seit mehreren Terroranschlägen gegen Ägypten-Touristen in den vergangenen 15 Jahren gilt die erhöhte Sicherheitsstufe in dem Nil-Land.

Allerdings gibt es fast keine Polizeieskorte mehr für Touristen-Busse beispielsweise auf der Route Hurghada – Luxor.Hohe Staatspräsenz in Ägypten Das Land ist auch nach der Revolution im Frühjahr 2011 in den typischen Touristenregionen recht sicher. Der Staat zeigt hier eine hohe Präsenz – auch mit Maschinenpistolen bewaffneten Soldaten oder Polizisten. Jeder Terroranschlag auf Touristen bedeutet für ein Land wie Ägypten einen lawinenartigen Einnahmeeinbruch, der auch auf die Staatskasse erhebliche Auswirkungen hat.

Deutsche Pässe werden gerne geklaut

Dennoch seien Sie vorsichtig, wem Sie die Kopie Ihres Passes oder Personalausweises anvertrauen.Weltweit gilt: Sollten Sie aus Sicherheitsgründen oder welchen auch immer, einmal Ihren Ausweis für Kopien hinterlegen müssen, stellen Sie niemals (es sei denn es fordern Sie direkt staatliche Stellen dazu auf) Ihren Pass zur Verfügung, sondern ausschließlich Ihren Personalausweis. Grund: Gerade im Nahen Osten (selbst in Staaten wie Israel) oder in Afrika müssen Sie immer damit rechnen, dass die begehrten deutschen Reisepass-Vorlagen mit allen original-Daten gefälscht werden und zum Beispiel von Geheimdiensten genutzt werden, im schlimmsten Fall sogar für Kriminelles. Es könnte später also ein zweiter Pass in Umlauf sein mit Ihren Daten und Ihrem Foto.

Die Personalausweis-Kopien sind letztlich für solche Versuche unbrauchbar, zumal sie nicht international – also mit Grenzüberschreitung – eingesetzt werden können. Dennoch ist es wichtig, dass Sie gerade in Ägypten auf Anfrage ihre Personalausweiß-Kopien hinterlegen, das dient Ihrer eigenen Sicherheit, sollte Ihnen einmal etwas zustoßen. Sie helfen damit der örtlichen Polizei schneller zu rekonstruieren, wer Sie tatsächlich sind und wo Sie sich zuletzt aufgehalten haben. Wer diese kleinen Spielregeln einhält, fährt auch im Urlaub deutlich besser.

Wir sind von der hohen Professionalität der ägyptischen Polizei, wenn es um den Schutz der Touristen geht, beeindruckt, obgleich diese seit der ägyptischen Revolution in vielen Ortschaften von der Bevölkerung immer noch geschnitten wird. In einige Viertel Luxors wagen sich beispielsweise die örtlichen Polizisten seit einigen Monaten nicht mehr. Entsprechend vorsichtig sollten Touristen dort sein.

In Luxor sahen wir in West-Theben ein durch einen Brandanschlag angekokeltes Polizei-Häuschen am Straßenrand. Seitdem steht es leer.

Tipp 4 – Die Polizeirufnummer immer parat haben

In Ägypten lautet die Rufnummer der Polizei 122. Sie sollten diese in Ihrem Handy immer parat haben. Am besten Sie legen sich – das ist günstiger – im Urlaubsland stets für zehn bis fünfzehn Euro eine Prepaid-Karte für Ihr Handy zu. So können Sie Ihr Hotel, die Polizei, örtliche Bekanntschaften oder die deutsche Botschaft, deutlich günstiger erreichen, als wenn Sie die teils bis zu 2,50 Euro teuren minütlichen Roaming-Gebühren für Ihr eigenes Handy bezahlen.

Tipp 5 – Lassen Sie sich niemals mit dubiosen Gestalten ein

In fast allen klassischen Urlaubsländern gilt: Seien Sie sehr vorsichtig, mit wem Sie sich auf ein Gespräch einlassen. Überall versuchen Einheimische mit Ihnen ins Gespräch zu kommen – nicht immer zu Ihrem Vorteil. Besonders vorsichtig müssen Sie in Gebieten sein, in denen sich entweder viele Menschen aufhalten – und beispielsweise Räuber schnell unerkannt entkommen können – oder entlegenen Gebieten, in denen Ihnen niemand helfen kann. So kann es auch in Ägypten in Städten wie Luxor manchmal auf Märkten (den orientalischen „Souqs“) oder auf entlegeneren Straßen zu Raubüberfällen kommen.

Besondere Hotspots für Nepper, Schlepper, Bauernfänger sind nicht nur in Ägypten klassischerweise Märkte oder besondere Touristen-Attraktionen. In Ägypten sind das beispielsweise das „Tal der Könige“ (Valley Of The Kings), die Tempelanlagen in Luxor – wie dem Tempel der Hatschepsut (Deir El-Bahari) oder dem Karnak-Tempel oder Luxor-Tempel. Beliebt sind auch Nahe Kairo die Pyramiden von Giseh oder Sakkara, ebenso zentrale Taxistände, Schiffsanlegestellen oder das Ägyptische Museum.

Manche der Personen, die Touristen gerne ansprechen, sind manchmal 50 Jahre alt oder auch noch halbe Kinder. Sie empfehlen beispielsweise einen Gang in den Arabischen Markt in Luxor und stehlen dann als gemeine Handtaschendiebe heimlich während ihrer ungebetenen Begleitung im Markt-Gewühle die Geldbörsen oder Fotokameras. Glauben Sie nicht, dass Ihnen dann irgendwer hilft. Die Polizei befindet sich beispielsweise in Luxor primär auf dem bekannten Touristen-Markt, kaum aber in anderen Shopping-Gegenden Luxors.

Tipp 6 – Vorsicht vor Fotos im Tal der König oder im Ägyptischen Museum

Noch ein wichtiger Tipp: Beachten Sie Fotoverbote, beispielsweise in Ägypten im Tal der Könige, dort erst Recht in den Gräbern. Hier gibt es zahlreiche Aufpasser, die vor allem in den Gräbern auch über versteckt angebrachte Kameras beobachten, ob jemand fotografiert. Sollten Sie es tun, müssen Sie damit rechnen, dass Sie direkt zur Touristen-Polizei gebracht werden und dort 100 Ägyptische Pfund Strafe (12 Euro) bar bezahlen müssen. Das gleiche gilt für das Ägyptische Museum in Kairo. Hier laufen zahlreiche zivile Aufpasser herum, die mit versteckten Funkgeräten ausgestattet sind.

Solche Aufpasser spielen sich gerne etwas auf und rufen manchmal schon bei einem Handy-Foto zehn weitere Aufpasser „zur Hilfe“. Sparen Sie sich deshalb im eigenen Interesse die unangenehme Auseinandersetzung mit eben diesen. In den meisten Fällen werden Sie nicht geschont, sondern wie ein Schwerverbrecher völlig überzogen öffentlich vor allen anderen Touristen vorgeführt. Peinlich ist das zwar auch für Ägypten als gastgebendes Land, doch letztlich auch für Sie.Am besten geben Sie am Eingang Ihre Kamera freiwillig ab oder belassen diese gleich im Auto oder im Bus. Dann kommen Sie nicht in unangenehme Situationen.

Tipp 7 – Klingen Preise für Kutsch- & Bootsfahrt zu niedrig, sind sie es meist

In Touristenländern beliebt ist es auch, Touristen zu Kutschenfahrten, Bootsfahrten oder Tuc-Tuc-Fahrten (dreirädrige überdachte Mopeds) zu überreden – mit vermeintlich besonders günstigen Schnäppchen beispielsweise in Ägypten zu gerade einmal 5 Ägyptischen Pfund (60 Cent) für eine einstündige Kutschfahrt. Grundsätzlich können solche Fahrten zwar sehr schön sein, sie können aber auch in unangenehmen Erfahrungen enden.

Und: Eine seriöse Kutschfahrt ist auch in Ägypten nicht wirklich für 60 Cent zu haben – bei solch einem Preisangebot müssen beim Touristen die Alarmglocken angehen. Irgendwas stimmt da dann nicht – Denn: Der Einfallsreichtum, wie Touristen das Geld aus der Tasche gezogen werden kann, ist in Ägypten vielfältig. Hintergrund ist allerdings auch der, dass beispielsweise geschätzte 50 bis 60 Prozent der 360.000 Einwohner in Luxor arbeitslos sind – also weit über 100.000 Menschen. Ähnlich hoch sind die Quoten in Kairo oder anderen ägyptischen Städten.

Große Armut – Kein Pfennig vom Staat

Wer in Ägypten keinen Job hat, erhält keinen Pfennig vom Staat und ist auf die Hilfe von Familie oder Freunden angewiesen. Häufig haben diese aber auch nichts und leben seit Generationen davon, beispielsweise Touristen auf der Straße anzusprechen und ihnen irgendetwas zu verkaufen oder etwas vermeintlich Wichtiges in einer Nebenstraße zu zeigen. Das gilt in außergewöhnlich großem Umfang für Luxor. Hier lebt fast die ganze Stadt vom Tourismus, auch vom Touristen-Anbetteln.Deshalb sollte man hier nicht zu streng und abweisend reagieren, sondern ab und an schon einmal schauen, ob nicht das eine oder andere nette Souvenir ausgehandelt werden kann, oder ob man nicht für eine eigentlich banale Dienstleistung (wie eine Weg-Auskunft) nicht doch etwas großzügig sein möchte und zwischen zwei und fünf Ägyptischen Pfund hierfür bezahlen möchte (also zwischen 24 und 60 Cent).

Vorsicht ist auf jeden Fall bei Kutschfahrten angebracht. Häufig enden diese in Luxor in üblichen Abzock-Geschäften auf Märkten oder in abgelegeneren Straßen. Allerdings sollte man vor allem den Abstecher zu ein oder zwei typischen Touristen-Geschäften nicht gleich ablehnen, sie ist häufig der Preis für günstigere Kutschenfahrten. Unverschämt wird es allerdings, wenn während ein oder zwei Stunden nicht nur maximal zwei, sondern gleich drei Geschäfte aufgesucht werden. Hier ist dann lautstarker und deutlicher Protest angebracht. Die Kutschenfahrer lenken dann in der Regel auch sofort ein und unterlassen das.

Souverän unerwünschtes ablehnen

Doch nicht nur dubiose Abzock-Geschäfte drohen, sondern auch das nahe Feld, in dem man enden kann und wo einem dann beispielsweise in Luxor plötzlich Sexangebot des jungen oder weniger jungen Kutschers unterbreitet werden – meist gegen Geld. Letztlich ist die Armut gerade in Luxor so groß, dass jede Einnahmequelle Recht ist. Man sollte sich deshalb mit zu lautstarken moralischen Empörungen zurückhalten und statt dessen souverän aber freundlich dankend ablehnen und bitten, doch wieder auf die Straße umzukehren.

Im schlimmsten Fall könnte aber auch ein Raubüberfall bevorstehen. Also: Sollte der Kutscher plötzlich viel befahrene Straßen und Regionen der Stadt verlassen und auf einsamere Wege einschlagen, am besten sofort protestieren und sagen, dass er bitte ausschließlich auf belebteren Regionen seine Fahrt fortführen möge.

Nepper, Schlepper, BauernfängerWeitere gerne durchgeführte Prozedere im Touristen-Nepp: Die ursprünglich einstündige Kutschenfahrt dehnt sich oftmals auf zwei Stunden. Ebenso explodiert gerne der Preis – von ursprünglich zugesagten fünf Ägyptischen Pfunden auf 100, was deutlich zu teuer ist. Ebenso wären jedoch die zugesagten fünf Pfund von Anfang an viel zu niedrig, um eine Kutsche und ein Pferd wirklich gewinnbringend zur Verfügung stellen zu können.

Deshalb hier der Tipp vom Ressort „Reisewarnung“ von kriegsberichterstattung.com: In Ägypten ist ein Preis von 25 bis maximal 30 Pfund für eine zweistündige Kutschfahrt beispielsweise in Luxor absolut in Ordnung (3 bis 4 Euro). Mehr kann man für zwei Stunden bezahlen, muss es aber nicht. 100 Pfund wären aber definitiv zu viel.Die tragische Mimik des Kutschenfahrers, verbunden mit einem mitleiderregenden Wortschwall, muss man lernen über sich ergehen zu lassen.

Denn eines ist klar: Mit 25 oder 30 Ägyptischen Pfund wird sich so oder so kein Kutschenfahrer zufrieden geben – er versucht in der Regel immer die Maximal-Einnahme. Bedenken Sie beim Preis-Verhandeln aber auch, dass die Kutschenfahrer häufig selbst um ihre Existenz kämpfen, Sie als Ägypten-Gast aber nicht die Lösung für die grundsätzlichen sozialen Probleme in Schwellenländern wie Ägypten sein können.Ägyptische Arbeiter bekommen häufig für 15 Stunden Arbeit gerade einmal 8 Euro Gehalt.

Das ist allerdings nach deutschem Recht sittenwidrig und sollte deshalb keinesfalls als Vorlage dienen. Auch hier gilt: Sozial unwürdige Bezahlungen, die in Ägypten üblich sind, sollten nicht als ausschließliches Bemessungskriterium gelten, sondern auch die eigene soziale Verantwortung als Gast in einem Entwicklungs- oder Schwellenland. Mein Motto ist: Ich gebe lieber einmal etwas zu viel aus, als dass ich hinterher selbst das Gefühl habe, einen Menschen in einem solchen Land ausgebeutet zu haben.

Tipp 8 – Auch Taxifahren will im Ausland gelernt sein

In Ägypten hatten wir uns für die Besichtigung des „Tals der Könige“ in Luxor mit Achmed, 23, verabredet. Ihn hatte uns wiederum in El Gouna Ibrahim, 25, empfohlen, der in Luxor aufgewachsen ist und wie immer in Ägypten, jemanden kennt, der jemanden kennt, der einem bei irgendeinem Problem (häufig auch angeblich) helfen kann.

Wie auch immer: Achmed stellte sich als zwar attraktiver Ägypter da, doch Ahnung hatte er keine vom „Tal der Könige“ oder sonst irgendwelchen wichtigen Besichtigungen in der Region in der seine Familie seit Generationen wohnt. Das führte dann auch zu einer kleinen Auseinandersetzung im „Tal der Könige“, woraufhin er sich etwas beleidigt in ein Restaurant setzte und meinte, er würde lieber dort warten, bis wir mit den Besichtigungen der Gräber fertig seien.Unterm Strich war Achmed aber dennoch hilfreich. So hatten wir ihm zu verdanken, dass ein Bekannter von ihm uns für gerade einmal 80 Ägyptische Pfund (10 Euro) gut sechs Stunden zu den wichtigsten antiken Städten in West-Theben fuhr.

Im Nachhinein plagte uns allerdings etwas das Gewissen: Wir hätten ihm mindestens 150 Ägyptische Pfund (18 Euro) geben sollen. Das wäre beispielsweise nach deutschen Taxi-Standards immer noch extrem günstig, aber angemessen und großzügig gewesen. Gerade Autos sind in Ägypten im Verhältnis zum Einkommen auch nicht viel günstiger als in Deutschland, eher sogar deutlich teurer.

Hüten Sie sich verbotene Fotos zu machen

Ein Auto ist hier, einem Land in der schätzungsweise gut ein Fünftel der Bevölkerung noch wie vor Jahrtausenden mit Esel-Kutschwerken oder Kamelen unterwegs ist, immer noch ein Luxus.Hilfreich war Achmed aber nicht nur beim Vermitteln des günstigen Chauffeurs, sondern auch im „Tal der Könige“. Wir hatten nämlich entgegen den Vorschriften in einem Grab doch ein Foto gemacht und sollten dann mit einem Aufpasser zur Touristen-Polizei um 100 Ägyptische Pfund (12 Euro) Strafe zu bezahlen. Obendrein wollte der Aufpasser meine Hosentaschen der Jeans durchsuchen, was ich ablehnte.

Überhaupt war ich nicht bereit mit dem Aufpasser irgendwo hinzugehen, weshalb ich einfach an ihm vorbeiging und freiwillig die Kamera am Eingang abgeben wollte, während ich das geschossene Foto löschen wollte. Auch sein Versuch, mich festzuhalten, änderte an meinem Weggehen nichts, außer dass ich ihn lautstark aufforderte, seine Hände von mir zu lassen.Doch selbst auf das freiwillige Löschen der Fotos wollte sich der Schnüffler nicht einlassen. Erst Achmed haute uns aus der unangenehmen Situation raus, so dass wir letztlich sogar ohne zu bezahlen den Streit beenden konnten. Ohne ihn wäre das nicht möglich gewesen. Was bleibt ist jedoch ein sehr bitterer Nachgeschmack.

Denn billig waren die Eintritte im „Tal der Könige“ nicht und das ägyptische Touristen-Ministerium sollte nach meiner Meinung dafür sorgen, dass die Kriminalisierung von Touristen wegen ein paar Fotos endlich aufhört. Ein dezenter Hinweis der Aufpasser sollte ausreichen.Vorher kundig machen über Taxipreise Grundsätzlich gilt jedoch: Wer in Luxor oder Kairo einen Limousinen-Service oder ein Taxi in Anspruch nimmt, der sollte sich vorher im Hotel kundig machen, wie teuer eine Fahrt beispielsweise vom Hotel ins Zentrum oder zum Flughafen üblicherweise ist. In Ägypten sollte man am besten nur die weißen Taxis nehmen, die mit einem schwarzen Streifen versehen sind. Diese fahren (meist) nach der geregelten Gebührenordnung und mit einem Taximeter.

Das Startgeld liegt bei 2,50 Ägyptischen Pfund (30 Cent). Dieser Tipp gilt auch für Länder wie Thailand, China oder Tschechien – auch hier gibt es diverse Taxi-Anbieter. Am besten stets nur die offiziellen Taxis mit Taximeter nehmen, in denen die Taxifahrer auch offizielle Taxiausweise vorlegen können. Bei Unsicherheiten auch hier vorab im Hotel nachfragen, welches die günstigsten Taxis sind.

Am Flughafen nicht in das erst beste Taxi steigen

Eine Fahrt vom Flughafen Kairo in die Innenstadt von Kairo kostet beispielsweise 70 bis 80 Ägyptische Pfund (8,50 Euro bis 9,70 Euro). Eine Fahrt vom Karnak-Tempel in Luxor bis zum Flughafen Luxor schlägt mit ungefähr 40 bis 50 Ägyptische Pfund (4,85 bis 6 Euro) zu Buche. Taxifahrer haben es in Ägypten jedoch alles andere als einfach. So stellt die Bank den Taxifahrern in Ägypten zwar das Geld für den Autokauf komplett zur Verfügung (rund 40.000 Ägyptische Pfund, also 4860 Euro).Anschließend müssen diese jedoch monatlich durchschnittlich 3.800 Ägyptische Pfund (460 Euro) zurück bezahlen.

Das ist sehr viel Geld und entspricht ungefähr 152 Fahrten zu durchschnittlich 25 Ägyptischen Pfund im Monat oder drei solcher Fahrten täglich. Doch viele Taxifahrer schaffen beispielsweise in Ägypten diese drei notwendigen Fahrten pro Tag nicht. So erzählte uns Osama, ein 28-Jähriger Taxifahrer aus Luxor, dass er die notwendige Anzahl an Fahrten nur dadurch schaffe, indem er sich mit seinem Bruder Tag und Nacht abwechsle, das Taxi also durchschnittlich 24 Stunden täglich im Einsatz ist. In schlechteren Urlaubsmonaten, wie Oktober oder November, kann es aber auch einmal sein, dass die Brüder drei Tage vergebens auf nur eine einzige Fahrt warten.Während in Luxor die meisten Taxifahrer recht gut englisch sprechen, ist das in Kairo oftmals nicht der Fall: Einige der jungen Taxifahrer sind zwar in Facebook & Co aktiv, können aber noch nicht einmal ein Wort englisch und sind nicht in der Lage eine übliche Stadtkarte zu lesen.

Häufig finden Sie deshalb keine üblichen Touristenattraktionen in der Stadt und kennen auch die internationalen Namen dafür nicht.

Tipp 9 – Touristenziele vom Hotel auf Arabisch aufschreiben lassen

Deshalb der Tipp: Lassen Sie sich in Ihrem Hotel das gewünschte Besichtigungsziel ergänzend zu den üblichen Sprachen wie Englisch oder Deutsch auf Arabisch aufschreiben. Hierzu gehört auch eine kurze Erklärung, wo in etwa das Touristenziel ist, also in welcher Region von Kairo. Erfahrenes Hotelpersonal weiß, worauf dabei zu achten ist. Zeigen Sie vor dem Einsteigen dem Taxifahrer dann diesen Zettel und klären Sie auch vorher ab, ob er mit Taximeter fährt.Pauschalpreise werden in der Regel nur für längere Tagesfahrten vorab ausgehandelt – beispielsweise wenn sie die Pyramiden von Giseh Nahe Kairo besichtigen möchten.

Ein Preis von 150 Ägyptischen Pfund (18 Euro) ist das Maximum, was bezahlt werden sollte, 120 Ägyptische Pfund (15 Euro) aber auch das Minimum. Wer beispielsweise nur abends zur Lightshow zu den Pyramiden von Giseh fährt, der muss pro Strecke mit etwa 25 bis 30 Ägyptischen Pfund aus der Innenstadt rechnen (3,70 Euro).

Tipp 10 – Pyramiden am Freitag oder Feiertag besuchen

Wer einen Tagesausflug zu den Pyramiden Nahe Kairo machen möchte, der sollte am besten den Freitag als ganz- oder halbtägigen Ausflugstag nehmen.

Grund: Das ist ein Feiertag in Ägypten, die Straßen sind in Kairo dann deutlich weniger befahren. Sie kürzen die Fahrzeit so von durchschnittlich 90 bis 120 Minuten auf rund 60 ab.Möchten Sie ein zweites Mal zu den Pyramiden fahren, um beispielsweise die sehenswerte Lightshow abends zu genießen, dann ist der beste Tag ebenfalls entweder der Freitag oder der Sonntag oder ein sonstiger Feiertag. Auch dann gibt es deutlich weniger Verkehr.

Tipp: Lassen Sie sich vom Hotel eventuell ein schönes Restaurant Nahe der Pyramiden empfehlen, von dort lässt sich die Show ebenfalls gut verfolgen und Sie können nebenher noch schön essen. Die Lightshow beginnt abends um 19 Uhr und endet um 21 Uhr. Die erste Stunde ist sie in Englisch, anschließend wird sie in Deutsch wiederholt.Einstündiges Spektakel: Die Lightshow an den Pyramiden bei Kairo. Start ist 19 Uhr. Ab 20 Uhr wird die Show auf deutsch wiederholt.

Tipp 11 – Essen gehen in Luxor – am besten in West-Theben

Unser bereits erwähnter Touristenführer in Luxor, Achmed, hatte einige gute, wenn auch schlichte, Restaurant-Tipps in Luxor bereit. So war sein Tipp, nicht in Ost-Theben (Ost-Luxor), also auf der Seite des Luxor-Tempels zu essen, sondern mit der Fähre rüber nach West-Theben zu fahren, dort dann links die etwas ungepflegte erdige Uferpromenade am Nil circa 100 Meter zu gehen, um hier in fast leeren Restaurants etwas zu essen, Gold richtig.

Zwar waren die Preise mit durchschnittlich rund 150 Ägyptischen Pfund (18 Euro) für zwei bis drei Personen für ägyptische Verhältnisse nicht gerade günstig, das Essen schmeckte allerdings sehr gut und der Salat war auch gaantiert mit Mineralwasser gewaschen worden, was in Ägypten unerlässlich ist, möchte man Magenprobleme verhindern. Auch in Ost-Luxor wäre es nicht billiger gewesen. Schön lässt sich aber auch in Ost-Luxor direkt am Luxor-Tempel in einem der Restaurants im vierten oder fünften Stock essen – ebenfalls mit gutem Blick auf den Luxor-Tempel. Im Idealfall gönnt man sich beide Essens-Versionen.

Dass die in West-Luxor an der Uferpromenade des Nils familiengeführten Restaurants extrem spartanisch eingerichtet sind, auch die dortigen Nil-Terrassen, sollte einen nicht vom Einkehren abhalten. Sie blicken auch hier direkt auf den Luxor-Tempel und letztlich ist es doch auch schön, wenn nicht alles Glanz und Gloria im Urlaub ist, sondern der Tourist das reale Leben etwas näher mitbekommt. Und das reale Leben in Ländern wie Ägypten oder Thailand ist nun mal für die Allermeisten eher sehr spartanisch. Lassen Sie sich also auch darauf ein.

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