U.S.-Präsident Barack Obama würdigt Ende des Irak-Kriegs

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Chris Schmidt

Der U.S.-Präsident Barack Obama würdigte in einer großen Zeremonie auf einem Stützpunkt der US-Streitkräfte das Ende des Irak-Krieges. Zwar musste Obama – bald zehn Jahre nach der U.S.-Invasion mit über 100.000 Toten im Jahr 2003 – eingestehen, dass es noch viel im Irak zu tun gebe bevor man wirklich von Frieden sprechen könne, dennoch seien die bisherigen Erfolge beachtlich.

Obama zeigte sich zuversichtlich, wenn am 31. Dezember 2011 die letzten U.S.-Soldaten den Irak verließen, dass man „eine stabile Nation“ hinter sich lasse. Nach der amerikanischen kriegerischen Invasion hatten die Amerikaner den langjährigen irakischen Diktator Saddam Hussein – ihren einstigen Günstling – festgenommen und später erhängen lassen.

Einen seltenen Einblick gewährte Obama darauf, wie jung viele der im Irak stationierten U.S.-Soldaten sind: Viele von ihnen seien,  sagte er, vor neun Jahren noch in der Grundschule gewesen.

Der Irak blickt auf Tausende Tote in den vergangenen Jahren zurück, die durch Selbstmordattentate, durch Sprengfallen oder Heckenschützen ums Leben kamen. Letztlich akzeptieren immer noch Zehntausende Iraker den Systemwechsel hin zu mehr Demokratie genauso wenig, wie die langjährige Besetzung durch die U.S.-Truppen.

Der Irak-Krieg war aber auch für Tausende U.S.-Soldaten nicht nur ein Erfolg sondern auch ein Trauma: Weit über 100 wurden verkrüppelt, 32.000 wurden verletzt, circa 4.500 U.S.-Soldaten kamen in den vergangenen Jahren im Irak ums Leben. Während die politische Fraktion der „Demokraten“ in den USA den Abzug aus dem Irak befürworten, kritisieren einige Vertreter der „Republikaner“ den Abzug. Unterm Strich dürften aber die weitaus meisten amerikanischen Familien froh sein, endlich ihre Söhne und Töchter wieder zu Hause begrüßen zu dürfen.

Der Irak-Krieg hat nach Schätzungen über 100 Mrd. € den Steuerzahlen in den USA gekostet. Und das in einem Land, in dem es immer noch nicht einmal eine staatlich garantierte Krankenversicherung für über 25 Mio. Menschen gibt. Nach Beobachtung vieler Kritiker fand die Invasion der Amerikaner in den Irak vor allem wegen der umfangreichen Öl-Reserven des Landes statt. Ähnlich waren nach Meinung von kriegsberichterstattung.com die Motive des westlichen Kriegsbündnisses NATO in Libyen zu invasieren und den mehr als 40 Jahre regierenden Machthaber Muhammed al Gaddafi umzubringen.

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