Papst kämpft in Mexiko gegen Drogen / Drogenkrieg kostete bislang 50.000 Tote

Schon in Deutschland zeigte Papst Benedikt XVI, wie hervorragend er es versteht, bei Live-Auftritten Hunderttausende Menschen mit seiner Spiritualität zu begeistern. Kein Wunder also, dass der Papst bei seinem ersten Besuch im katholischen Mexiko von Millionen Menschen bejubelt wurde. Der Stellvertreter Gottes auf Erden ist da – so empfinden es viele tiefgläubige Mexikaner.

Drei Tage bleibt der Papst nun in Mexiko. Wie überwältigend der Empfang für ihn war, zeigte sich daran, dass am Freitag 35 Kilometer lang, also während der gesamten Strecke durch die zentrale mexikanische Stadt Leon, Hunderttausende Menschen am Straßenrand standen und ihn begeistert begrüßten. Am Ende des Weges wurde er schließlich vom mexikanischen Präsident Felipe Calderon empfangen.

Ein zentrales Anliegen des Heiligen Vaters ist es, sich Seite an Seite jener in Latein- und Südamerika zu stellen, die gegen die Menschen kämpfen, die Millionen Jugendliche in den Drogensumpf ziehen. Besonders in Lateinamerika überzieht ein furchtbarer Drogenkrieg die Region, dem nach Schätzungen alleine in den vergangenen Jahren 50.000 Menschen zum Opfer gefallen sind. Die Drogenbarone unterhalten umfangreich Privatarmeen und wenden diese nicht nur gegen ganze Dörfer und Stadtteile ein, sondern auch gegen staatliche Institutionen.

So sagte der Papst: „Wir müssen alles tun, dieses zerstörerische Böse zu bekämpfen, das sich gegen die Menschheit und die Jugend richtet“. Weiter führte Papst Benedikt XVI in einem dramatischen Appell aus: „Es ist die Aufgabe der Kirche, das Gewissen zu bilden, zur moralischen Verantwortung anzuhalten und das Böse zu entlarven, die Vergötterung des Geldes zu demaskieren, die den Menschen versklavt, und die falschen Versprechen der Drogen, ihre Lügen und der damit verbundene Betrug.“

Nach seinem Mexiko-Besuch wird der Papst das sozialistische Kuba besuchen. Seit 1959 regiert hier der im Land durchaus beliebte Revolutionär Fidel Castro.

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