Iran lobt Günter Grass für sein kritisches Israel-Gedicht

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Irans Vize-Kulturminister Dschawad Schamakdari lobte nun den deutschen Literaturnobelpreisträger Günter Grass wegen dessen kritischen Israel-Gedichtes. Grass hatte Israel in dem Text vorgeworfen, den Frieden in der Region, aber auch in der Welt, durch seine kriegerischen Ambitionen gegen den Iran zu gefährden.

Iranische Medien hatten den Vize-Minister des Iran mit den Worten zitiert, der „bedeutende Schriftsteller“ Grass habe mit seiner Kritik voll ins Schwarze getroffen und „die Wahrheit gesagt“. Der Iran hoffe sehr, dass die Kritik von Günter Grass nun das „eingeschlafene Gewissen des Westens aufwecken“ werde, so Vize-Kulturminister Schamakdari. Und weiter: „Ich habe Ihr warnendes Gedicht gelesen, das auf so großartige Weise Ihre Menschlichkeit und Ihr Verantwortungsbewusstsein zum Ausdruck bringt“, heißt es in dem Schreiben des stellvertretenden iranischen Kulturministers an Grass weiter.

„Mit ihrer Feder alleine können Schriftsteller Tragödien eher verhindern als Armeen.“ Bemerkenswert ist das große Lob aus der alten Kulturnation Iran vor allem deshalb, da Grass den Präsidenten des Irans, Mahmud Ahmadinedschad, in seinem ursprünglich am Mittwoch in der Süddeutschen Zeitung publizierten Gedicht, als „Maulhelden“ bezeichnet hatte.

Mit seinem Text, „Was gesagt werden muss“, löste Grass weltweit eine Debatte um die „heuchlerische Politik des Westens“ aus, wie es Grass formulierte. Besonders stört Grass, dass sich die Atommacht Israel stets den militärischen Erstschlag vorbehalte.

Obama treibt Ölpreis weltweit in die Höhe – die Deutschen dürfens bezahlen…

Seitdem US-Präsident Barack Obama vor drei Jahren – wie immer mehr meinen, zu Unrecht – mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, nehmen die Spannungen im Nahen Osten dramatische Züge an. Kritiker werfen Obama und seiner Außenministerin Hillary Clinton vor, statt eines Dialoges zu schnell auf militärische Mittel zu setzen. So hat Obama alleine während der vergangenen zwei Jahren mehr als 2000 Menschen weltweit ohne jegliche Gerichtsverfahren und außerhalb des Völkerrechts agierend, mittels unbemannter Kampfflugzeuge, sogenannter Drohnen, hinrichten lassen. Das hatte vor einigen Monaten das Wallstreet Journal in einem ausführlichen Bericht der staunenden Öffentlichkeit dargelegt.

Seitdem Obama auf Biegen und Brechen umfassende Ölimport-Embargos gegen den Iran verhängt hat, steigt der Ölpreis von Tag zu Tag dramatisch. Damit trage die Politik, monieren Kritiker, maßgeblich dazu bei, dass weltweit, auch in Deutschland, die Bürger so viel für Benzin ausgeben müssten, wie noch nie zuvor.

Dass Israel, aber auch die USA, sich gegen den Iran wenden, liege primär am angeblichen heimlichen Ziel des Iran, eine Atombombe zu bauen, heißt es seit Jahren. Zumindest wird dieses Argument gerne öffentlich kommuniziert. Aus diesem Grunde hatte der israelische Geheimdienst Mossad bereits mehrere iranische Wissenschaftler mit Autobomben-Terror-Anschlägen eliminiert.

Geht es wirklich „nur“ um das Atomprogramm des Irans?

Doch nicht alle kaufen dem Westen ab, dass der bislang nicht bewiesene angebliche Atombomben-Bau im Iran der Hauptgrund für die westlichen Attacken seien. Nicht wenige vermuten, es könne primär auch das gesamte politische System im Iran, welches nicht pro-westlich ist, der eigentliche Grund sein. Der Iran gehört immerhin zu den zehn größten Ölproduzenten weltweit. Auffallend ist, dass der Westen besonders häufig jene Länder hart kritisiert, oder auch in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt, die wichtige Öllieferanten sind – ob Irak, Libyen, Syrien oder jetzt den Iran.

Besonders schwer wiegt jedoch, dass der Iran bereits mehrere Male die Auslöschung Israels von der Landkarte gefordert haben soll, weshalb Israel um seine nationale Sicherheit fürchtet. Allerdings ist bis heute nicht klar, ob die Auslöschung Israels tatsächlich zur offiziellen Politik des Iran gehört, oder ob es sich nicht doch primär um westliche Kriegs-Propaganda gegen ein unliebsames Land handelt. Keinen Gefallen tut sich der Iran jedenfalls mit regelmäßigen öffentlichen Leugnungen des Holocausts durch die Deutschen am Volk Israel während des Zweiten Weltkrieges.

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