Ostern in Nigeria: Terroranschlag auf Christen mit bis zu 30 Toten

Schon wieder sind bei einem furchtbaren Terroranschlag auf eine Kirche in Nigeria bis zu 30 Christen ermordet worden. Während der Westen in Libyen noch kriegerisch intervenierte, schweigt er in Nigeria und überlässt Millionen Christen ihrem Schicksal. Seit 2009 seien bereits rund 1000 Christen ermordet worden, wird berichtet.

Der Anschlag habe sich, sagen die Berichte, im nördlichen Centrum von Nigeria, der Stadt Kaduna (1,5 Mio. Einwohner), ereignet. Die Explosion riss Besucher eines christlichen Gottesdienstes in den Tod. Noch sprechen die Behörden von rund 12 bis 18 Toten, Augenzeugen wollen gut 30 Tote gezählt haben.

Spekulationen gehen davon aus, dass möglicherweise die islamische Terrororganisation Boko Haram hinter den Anschlägen steckt. Die Sekte hat bereits mehrfach angekündigt, die Christen aus dem Norden Nigerias, der überwiegend islamisch geprägt ist, mit allen Mitteln, eben auch mit Terror, zu vertreiben.

In seiner traditionellen Osterbotschaft ermahnte Papst Benedikt XVI. einmal mehr, die Christen in der Welt sollten zusammenstehen und sich beschützen. Besonders mit Blick auf Nigeria sagte der Papst, er wünsche dem westafrikanischen Land die Energie, „um den Aufbau einer friedlichen Gesellschaft wieder aufzunehmen, die die Religionsfreiheit respektiert.“

Nigeria ist traditionell seit Jahrzehnten im Fokus christlicher Missionare, die dort beispielsweise in Schulen den armen Kindern Lesen und Schreiben beibringen oder auch Kinderheime betreiben. Auch einige deutsche Missionare sind in Nigeria aktiv.

Die Sekte und Terrororganisation Boko Haram verbreitet seit dem Jahr 2009 Angst, Schrecken und Trauer in Nigeria. Bislang seien bei Anschlägen auf das nigerianische UN-Hauptquartier in Abuja, aber auch bei Anschlägen auf staatliche Institutionen, wie Polizeistationen oder Schulen, oder bei Anschlägen auf christliche Kirchen und Lokale, in welchen Alkohol ausgeschenkt wurde, über 1000 Menschen ermordet.

Im landschaftlich schönen Nigeria wohnen rund 160 Mio. Menschen. Die Hälfe davon sind Christen, die andere Hälfte Anhänger des Islam. Christliche Kirchen und christliche Kommunen gibt es weltweit in allen ehemaligen europäischen Kolonien. Auch Nigeria war einst eine Kolonie.

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