Orang-Utan-Wald brennt lichterloh auf Sumatra

Er ist bekannt als Orang-Utan-Wald. Seit Wochen brennt er nun schon – der Torfsumpfwald Tripa, eben auch bekannt als Orang-Utan-Wald. Er liegt wunderbar an der Westküste der indonesischen Insel Sumatra, welche auch für große Vulkanausbrüche weltberühmt ist.

Im Orang-Utan-Wald lebten einst 6000 dieser Menschenaffen-Spezies. Wie viele es nach dem großen Brand noch sind, weiß heute niemand. Doch eines scheint klar: Möglicherweise werden Hunderte der Orang Utans den furchtbaren Brand mit dem Leben bezahlen. Es gibt Schätzungen, wonach es im Orang-Utan-Wald derzeit mehr als 100 Brandherde geben könnte. Das sind bei weitem zu viele, als dass der Mensch sie ohne weiteres löschen könnte – auch nicht mit modernster Löschtechnik.

Kommt es dem Möbelgeschäft zu Gute?

Warum nun der weltberühmte Orang-Utan-Wald brennt, ist nicht klar. Einige sagen, es könne sich auch um vorsätzliche Brandsätze handeln. Der Wald ist ein sensibles Ökosystem, das nun zerstört wird – und mit ihm unzählige Orang-Utan-Affen. Schon seit Jahren weicht sein Lebensraum zu Gunsten riesiger Palmöl-Plantagen. Die Firma PT Kallista Alam hat in dem Waldgebiet die Genehmigung Holz zu fällen.

Dass der Wald nun brennt, komme letztlich, vermuten Umweltschützer, durchaus der Industrie zugute – nach dem Motto: Wo es keinen Wald mehr gibt, gibt es auch nichts zu schützen, auch keinen Orang-Utan-Wald. Deshalb stehe dem industriellen Holzanbau auf der Insel Sumatra auch nichts mehr entgegen. Das feucht-warme tropische Klima ist hierfür ideal. Auf Sumatra lebten einst rund 6.600 Orang Utans. Wie viele der Menschenaffen die zahlreichen Brände überleben werden, ist noch nicht klar. Umweltschützer sind weltweit bestürzt.

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