Nazi als Bombenbauer vor Gericht


Ein 25-Jähriger Mann aus der mitteldeutschen Region Harz muss sich wegen vermeintlichen oder geplanten Bombenbaus vor Gericht verantworten. Der Verdacht: Der vermutete Bombenbau könnte mit einem rechtsextremen Hintergrund in Zusammenhang stehen.

Die Polizei behauptet, zwar habe sie bei dem Mann, welcher aus dem kleinen deutschen Ort Thale stamme, keine Bombe gefunden, jedoch wichtige Zutaten. Zudem sei er bereits mehrfach wegen rechtsextremer Parolen aufgefallen.Was konkret als rechtsextrem nach Ansicht der Polizei gilt, wurde bislang nicht mitgeteilt. Nur so viel: Es gehe auch um Volksverhetzung.

Jedenfalls berichtet die Polizei, Spaziergänger hätten auf einem Firmengelände in der Nähe des Thalenser Ortsteils Benneckenrode, Überreste einer Panzergranate und mehrere Patronenhülsen entdeckt. Zudem seien ihnen Munitionsreste aufgefallen, sowie ein Eimer, in welchem 1,5 Kilogramm hochexplosives TNT und Schwarzpulver lagerten. Alles Zutaten, die im klassischen Bobenbau verwendet werden. Doch ob der junge Mann, gegen den derzeit ermittelt wird, tatsächlich eine Bombe bauen wollte oder gar Anschläge plante, dazu könne derzeit noch keine Aussagen getroffen werden. Die Ermittlungen laufen. Aus Vorsicht seien das Landeskriminalamt und der Staatsschutz in die Ermittlungen einbezogen worden.

Derweil wird der Innenminister von Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht (CDU), mit folgenden Worten in der Mitteldeutschen Zeitung zitiert: „Bei aller gebotenen Vorsicht könnte der Mann der rechten Szene zuzuordnen sein“.

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