Ägyptens Gaslieferungen: Ägypten liefert nicht mehr an Israel

Ägypten möchte Israel kein Gas mehr liefern. Seit dem Sturz des über 30 Jahre regierenden ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak waren die Beziehungen zwischen Ägypten und Israel nicht so schlecht wie jetzt. Vor einigen Monaten hatte sogar ein Mob in Kairo die israelische Botschaft gestürmt. Die Bevölkerung Ägyptens stand nie wirklich hinter den Friedensplänen Mubaraks.

Ägypten beendete nun den Gaslieferungsvertrag mit Israels „East Mediterranean Gas Company“ einseitig. Als Grund nennt das Land der Pharaonen die „ständigen Anschläge auf Pipelines“ auf der Sinai-Halbinsel. Innerhalb eines Jahres gab es mehr als elf Sabotage-Angriffe. Ägypten lieferte bislang rund 40 Prozent des Gases an Israel. Jetzt drohen Israel sogar Stromausfälle Allerdings halten Beobachter die Begründung Ägyptens, weshalb man kein Gas mehr an Israel liefern wolle, für vorgeschoben.

Grund: Israel sorgt derzeit in der Region wieder erheblich für Unruhe, seitdem bekannt wurde, dass Israel massive militärische Schläge gegen den Iran plant. Seither brechen nach und nach immer mehr einstige Verbündete weg. Hierzu gehört auch Ägypten. Das Land gehörte zu den einstigen Verbündeten. Unter dem westlich orientierten Staatschef Mubarak waren die Regierungen Ägyptens und Israels stets um einen Ausgleich zwischen Israel und der arabischen Welt bemüht worden.

Derweil bemüht Israel die Wogen zu glätten. Außenminister Avigdor Lieberman betonte, Israel sei die Zusammenarbeit, und auch das unter Mubarak 1979 abgeschlossene Friedensabkommen, sehr wichtig. Dieses sei im „nationalen Interesse“ beider Länder. Man hoffe sehr, dass der jetzige Gasstreit beigelegt werden könne.

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