Trumps angeblicher Geheimnisverrat ist klassische Medienkampagne gegen unliebsamen Politiker

Trump ist immer für eine hetzerische Schlagzeile gut, mit welcher die Medienkassen klingeln. Denn Trump macht Auflage und Einschaltquote. (Bild: pixabay.com | CC0 Public Domain)

Kommentar- Egal ob man dieser Tage Klassik Radio in Deutschland einschaltet oder CNN im digitalen Kabelfernsehen. Überall hören wir Vorwürfe gegen den US-Präsidenten Donald Trump (Republikaner). Er habe angeblich „hochgradig geheime Informationen“ an Russlands Außenminister Sergei Lawrow im Oval Office des Präsidentensitzes der USA „ausgeplappert“.

Das Problem an der Sache ist nur: Die angeblichen „hochgradig geheimen Informationen“ (Zitat „Die Welt“) sind gar nicht „hochgradig geheim“ oder gar „staatsgefährdend“.

Folglich geben sie erst Recht keinen Anlass zu einem von den Linken und vielen an Selbstzerstümmelung interessierten Rechten herbeigesehnten Impeachment-Verfahren, also einem Amtsenthebungsverfahren, gegen Trump.

Denn nach wie vor steht ja wohl ein Kanzler, ein Präsident, ein Premierminister, über den Geheimdiensten. Diese Personen in höchsten politischen Ämtern können selbstverständlich selbst entscheiden, wann sie eine Information als den eigenen Staat gefährdend ansehen und wann nicht.

Die USA haben selber immer wieder betont, sie begrüßten es, wenn sich Russland am Kampf gegen die menschenverachtenden Monster von IS in Syrien beteiligen. Folglich ist es richtig und angemessen, wenn der US-Präsident Informationen weitergibt, welche im Kampf gegen die schlimmste Terrorgruppe seit 2015 hilfreich sind.

Von „hochgradig geheim“ kann keine Rede sein, wenn es darum geht, dass angeblich der israelische Geheimdienst den US-Sicherheitsbehörden mitteilt, dass IS möglicherweise über Notebooks Terrorangriffe plane.

So einen Hinweis zurückzuhalten würde die Sicherheit von Millionen Fluggästen Tag für Tag gefährden. Es ist eher fahrlässig, warum Israel von sich aus das nicht gleich publik gemacht hat. Wenn die USA hierüber nicht recht offen gesprochen hätten, hätte wir möglicherweise nie erfahren, dass es solche Anschlags-Ziele gibt. Zudem hatte Trump das ja nicht öffentlich gesagt, sondern im engsten Rahmen. Nur eine undichte Stelle hatte das mal wieder an Medien weitergereicht. In diesem Fall eben an das Boulevardblatt Washington Post.

Selbstverständlich gilt Trump nicht Schimpf und Schande, dass er die IS-Anschlagsoptionen auch Russland mitgeteilt hat. Sondern unser großer Dank.

Das, was die Massenmedien derzeit wieder Veranstalten, diese Hexentreiberei mit einem unliebsamen Politiker namens Trump, ist kindisch und peinlich. Die Tageszeitungen, die sich daran in Ländern außerhalb der USA beteiligen, dürften sich langfristig selber damit schaden. Denn für die Masse der Leser ist dieses Kesseltreiben transparent und befremdlich. Für solchen Quatsch will man in aller Regel nicht täglich auch noch einen Euro oder gar 1,50 hinblättern. Das gilt auch für Zeitschriften, die noch teurer sind.

Viele US-Medien, die sich am Kesseltreiben gegen Trump beteiligen, legen derzeit im Verkauf ihrer Zeitungen und E-Papers zu oder gewinnen Einschaltquoten. Auch die Washington Post, welche dem Silicon Valley zuzurechnen, da ihr Eigner Jeff Bezos, der Multimultimilliardär von Amazon ist, gewinnt neue Leser hinzu. Denn auch dieses Blatt hat sich zur Speerspitze der Trump-Hasser entwickelt. Dabei schwankt die Washington Post seit Monaten zwischen einer Kampagnenmaschine und Dreckschleuder gegen Trump.

Das ist klar, da es in den USA ein Zweiparteien-System gibt. Beide Lager haben Dutzende Millionen Wähler und folglich Medienrezipienten. Dabei ist durchaus nachvollziehbar, dass man eher zu jenem Medium greift, welches genau die Schlagzeile bringt, welche man sich herbeiwünscht.

Das gilt auch für die jahrelang vor sich hindümpelnde und am Konkurs vorbeischrabbende New York Times. Sie gehört mehrheitlich zu der in den USA bekannten amerikanischen Verlegerdynastie Sulzberger.

Mit unseriösen NYT-Schlagzeilen, wie jene vom Mittwoch, welche vorsätzlich unseriös und Grenzen überschreitend die These in den Raum stellte, Donald Trump sei als Präsident möglicherweise gar „kriminell“, lässt sich eben gut bei einfältigen Lesern (wozu auch Akademiker gehören können) Punkten.

Google News liebt zudem reißerische Aufmacher, Negativierungen, und rankt diese gerade bei bekannten Medienmarken immer sehr hoch. Das ist dann ein sich selbst genügendes System unseriöser Meinungsmache, die sich immer weiter hochschaukelt. Die großen Medienmarken schieben sich Dank Google News so immer weiter die Bälle zu.

Kommen wir zum zweiten Punkt, bei welchem Journalisten sich derzeit genüsslich täglich auf die Schenkel klopfen: Die Entlassung des FBI-Chefs James B. Comey von seinem Posten durch Donald Trump. Trump hatte hier zwar erklärt: Er habe es machen wollen und machen müssen, da er kein Vertrauen zu ihm habe und dieser zudem ein Showboat sei.

Doch auch hier vermischen Medien genüsslich und vorsätzlich und unter Hinzunahme völlig unseriöser Zitat-Geber, wie John McCain, seriöse Hintergrundberichterstattung mit plumpestem Kampagnenjournalismus.

John McCain: Das ist jener eklig aussehende und in seinen Äußerungen oft unseriös auftretende ehemalige amerikanische Vietnamkriegs-Soldaten und krachend gescheiterter U.S.-Präsidentschaftskandidat für die Republikaner im Wahlkampf 2008. Dass der Mann eine ausgeprägten Profilneurose hat, ist nicht nur in seiner Partei bekannt.

John McCain spielt seit Jahren in den USA zwar keine große Rolle mehr in der Politik. Dennoch wird der Polit-Kasper gerne vom US-Kabelsender CNN vor die Kamera geholt. Grund: Er ist ein bisschen, wie in das Schöne und das Biest:

Immer wenn man jemanden aus Trumps Partei benötigt, der für Stunk und Ärger sorgt, kommt Ekel-McCain dran. Viele Redakteure haben hierfür seine Telefonnummer stets ganz oben liegen. Vor allem das amerikanische TV-Network CNN verzeiht Trump nicht, dass er den TV-Sender offiziell als Fake News-Sender bezeichnet hatte.

Journalismus ist immer auch wie eine Dramaturgie: Es muss stets einen Spannungsbogen geben. Und den müssen die Zitatgeber liefern, Idioten am Herren eben. Polit-Clowns wie John McCain eben, die stets brav alles lieferen, was Trump schadet:

Dann wird herumgedruckst, er, McCain, könne sich ja eigentlich gar nicht äußern, sei aber entsetzt, nach alledem, was er so höre und sehe. Aber natürlich dürfe man niemanden vorverurteilen und müsse abwarten. Aber wenn denn nun die Ermittlungen wirklich zu Tage brächten, dass sein Parteifeind Trump, also dann, dann, sei das ja schon ein riesen Skandal.

Schmierentheater pur eben. Das gilt auch für CNN insgesamt seit der Machtübergabe des Weißen Hauses an Donald Trump. Eine solche Theateraufführung hat man dort als Zuschauer noch nicht gesehen, wie der Sender es Tag für Tag aufführt – leider weltweit über Hotels ausgespielt.

Sobald die Moderatorinnen oder Moderatoren, die Reporterinnen oder Reporter, das Wort Donald Trump in den Mund nehmen, wird das Gesicht wie im Kindergarten verzogen:

Igitt, will das suggerieren, jetzt müssen wir wieder über Trump reden. Dann wird gefeixt. Dann wird zu Boden angeekelt geschaut. Es wird gelästert, gegrunzt, verhöhnt. Schlimmer geht es nimmer. Ein niederes Niveau wie beim deutschen BibisBeautyPalace, jedem berühmt-berüchtigten Flachsender, welcher von der Youtube-Redaktion durch prominente Platzierungen großgemacht wurde. Und den dann die Beauty-Industrie mit Geld auch noch zugeschissen hat.

Doch zurück zu Trump und dem geschassten FBI-Chef Comey. Natürlich werden bei Regierungswechsel solch hohe Posten immer ausgetauscht. Das ist in Deutschland nicht anders, wenn es um die Besetzung des BND-Präsidentenposten geht, oder um die Besetzung des Postens des Generalbundesanwalts beim Bundesgerichtshof.

Auch in der Privatwirtschaft geht es häufig nicht anders zu: Erst kürzlich war zu lesen, wonach eine Chefredakteurin einer Frauenzeitschrift, die neu an die Macht gekommen sei, mittelfristig die komplette Redaktion austauschen wolle.

Vorstandschefs tauschen ebenso nicht selten große Teile der zweiten Führungsebene aus (wozu jene eines FBI-Chefs nun mal gehört).

Nur bei Trump hyperventilieren alle. Dabei war der geschasste FBI-Chef Comey selber von Trumps Vorgänger Barack Obama 2013, also vier Jahre vor der Jobübergabe an Trump, zum FBI-Chef gemacht worden. Von der Partei der „Demokraten“ eben.

Denn das Postengeschachere in Regierungsbehörden, auch in den höchsten Gerichten, ist stets Bestandteil amerikanischer (wie deutscher, österreichischer oder schweizer) Politik.

FBI-Chefs sind immer politische Positionsbesetzungen gewesen. In der Geschichte der USA hat es sich kein US-Präsident nehmen lassen, hier zu entscheiden, wer auf diesem mächtigen Posten sitzt.

Nur bei Trump veranstalten die Massenmedien der USA und vieler anderer den USA höriger Nationen, wozu natürlich Deutschland ganz vorne gehört, ein solches Kasperltheater. Arme Leser, Hörer, Seher.

Deshalb: Schaltet am besten ab. Kauft solche Printmedien nicht. Surft lieber im Netz auf Musikvideos. Das bringt unter Strich mehr.

Oder lest und unterstützt alternative Blogs, wie den unseren, die primär ehrenamtlich versuchen sich dem Irrsinn der Medienlandschaft mit sehr begrenzten Mitteln entgegenzustellen.

Donald Trump hat in seiner kürzlichen Rede vor Kadetten recht, wenn er sagt: So lange diese Hexenjagd anhält, heißt es für ihn und seine Anhänger eben: Kämpfen, Kämpfen, Kämpfen.

Und: Nein, wir sind keine Trump-Fans. Da wir es generell für blöd halten, Fans von Politikern zu sein. Aber wir sind auch keine Fans von Hexentreiberei. Und genau das findet seit Monaten statt.

Doch der nächste Irrsinn wartet in Medien ja schon auf uns: „Ex-FBI-Chef Mueller soll Trumps Russland-Kontakte prüfen“, lautet eine Schlagzeile der germandailynews.com.

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