London: Militärs wollen Abwehrraketen auf Wohnhäusern stationieren

Die britischen Militärs haben nun bekannt gegeben, sie wollten Luftabwehrraketen auf Wohnhäusern in London installieren. Damit wolle man die anstehenden Olympischen Spiele schützen. Sie beginnen in zwei Monaten am 27. Juli.

Je näher die Olympischen Spiele in London rücken, desto größer ist die Angst vor Terroranschlägen. Dort, wo Londons ärmere Bevölkerung wohnt, im Osten der Stadt, glauben nun die britischen Militärstrategen mit Luftabwehrraketen möglichen Angriffen am besten entgegnen zu können. Betroffen ist wohl gleich ein ganzer Wohnblock, dessen Anwohner nun damit leben müssen, dass die Militärs ihr Zuhause in eine militärische Abwehrbasis verwandeln.

Neben dem Raketenabwehrsystem ist auch geplant, Soldaten in dem Haus zu stationieren, die dann im Fall der Fälle das System bedienen müssten. Allerdings: Begeistert sind die Hausbewohner der ungewöhnlichen Abwehrbasis nicht. So habe es bereits zahlreiche Proteste gegeben, wird berichtet. Entsprechend versucht das britische Verteidigungsministerium derzeit die Wogen zu glätten. Auf Wurfsendungs-Zetteln versucht das Ministerium seine Strategie zu erläutern.

Die Nachrichtenagentur AFP vermeldet, besonders erzürne die Bewohner des betroffenen Wohnkomplexes, dass sie nicht im Vorfeld in die militärischen Konsultation involviert worden seien.

Dass gerade ihr Wohnhaus als zentrale militärische Basis während der Olympischen Spiele ausgewählt wurde, begründen die Militärstrategen mit den Worten, von dort gebe es den besten Ausblick über „den gesamten Himmel über dem Olympischen Park“. Ergänzend verbreitet AFP die Meldung, dass die Raketen nur im Fall einer „extremen Bedrohung“ eingesetzt werden sollten.

Die Olympischen Spiele beginnen in London am 27. Juli 2012. Insgesamt werden nach bisherigen Planspielen 40.000 Sicherheitsleute in London permanent dabei sein, mögliche Gefahren aufzudecken und Anschläge zu verhindern. London ist seit Jahrzehnten ein immer wiederkehrendes Ziel von Terroranschlägen. Beispielsweise gab es Anfang der 90er Jahre permanente Bombendrohungen in Londons U-Bahn.

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