Russland: Wegen Raketenabwehr droht Moskau mit Erstschlag

Seit Monaten schwelt der Konflikt zwischen Russland und der NATO, beziehungsweise den USA, rund um das von den USA in Europa geplante Raketenabwehrsystem. Jetzt hieß es sogar auf Seiten der militärischen Spitze Russlands, man nehme sich das Recht auf einen Erstschlag, sollte die militaristische Regierung rund um US-Präsident Barack Obama (Demokraten) das Raketenabwehrsystem tatsächlich umsetzen und in Europa installieren.

Dies verlautete aus Moskau im Rahmen einer Militärkonferenz. In drei Wochen ist der traditionelle Gipfel des westlichen Kriegsbündnisses NATO in Chicago. Auch hier möchten die westlichen Regierungen, die zunehmen militaristisch ausgerichtet sind und in zahlreichen Ländern Krieg führen oder Krieg führen möchten – wie dem Irak, Afghanistan, Pakistan, Libyen, Syrien, Iran – um nur einige zu nennen, das geplante Raketenabwehrsystem weiter vorantreiben.
Russland kritisiert, das geplante Raketenabwehrsystem führe nicht zu mehr Sicherheit, sondern zu weniger. Es wirke politisch destabilisierend, da es ein Symbol des Misstrauens sei. Russlands Präsident Dmitri Medwedew warnte zudem vor einem erneuten Wettrüsten wie in Zeiten des Kalten Krieges. In „einer Sackgasse“ sieht die Gespräche rund um das geplante Raketenabwehrsystem Russlands Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow. Russland fordere eine gemeinsame Raketenabwehr zwischen dem Westen und Russland. Zudem fordert Russlands Sicherheitschef schriftliche Garantien, dass das Raketenabwehrsystem nicht gegen Russland gerichtet sei.
Lächerlich macht sich US-Senator John McCain indem er doch allen Ernstes behauptete, Russland sei in Wirklichkeit sowieso für Aufrüstung und nicht für Abrüstung.

Eine zentrale Frage bleibt der Westen, und damit auch die deutsche Bundesregierung aus CDU und FDP den Bürgern, und damit den Steuerzahlern und unfreiwilligen Finanzierern dieses wahrscheinlich über 100 Mrd. Euro kostenden Projektes schuldig: Gibt es in der Weltwirtschaftskrise, in der ganze Staaten wie Griechenland, Portugal oder Spanien vor dem Zusammenbruch mittels 800 Mrd. Euro Steuergeldern wirklich nichts wichtigeres zu tun als ein gigantisches Raketenabwehrsystem zu bauen.

Zudem zeigt sich einmal drastisch mehr: US-Präsident Barack Obama hätte niemals der Friedensnobelpreis wegen Abrüstungsbemühungen verliehen werden dürfen. Der Mann ist an vielen Fronten eher Kriegstreiber denn Friedensapostel.

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