Bundeswehr: 8.500 junge Männer und Frauen freiwillig zum Wehrdienst / Jeder 4. geht

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Seit 2011 gibt es keine Wehrpflicht mehr in Deutschland. Deshalb war das Jahr 2012 eine Feuerprobe für die Bundeswehr: Wie viele junge Männer und Frauen würden sich noch freiwillig für die Bundeswehr entscheiden? Jetzt wurde bekannt: Exakt 8.500 Männer und Frauen haben sich bislang in diesem Jahr freiwillig bei der Bundeswehr zum Dienst gemeldet. Aber: Jeder vierte Wehrdienstleistende bricht vorzeitig wieder ab.

Dies teilte der deutsche Bundes-Verteidigungsminister Thomas de Maizière der Zeitung „Rheinische Post“ mit. Bis vor kurzem war es noch für alle jungen Männer ab 18 Pflicht, sich zum Wehrdienst bei der Bundeswehr zu melden. Alternativ durfte bei Nachweis einer großen Gewissensproblematik oder gesundheitlicher Probleme Zivildienst gemacht werden.

Laut Verteidigungsministerium habe man in diesem Jahr mit 5000 bis 15.000 Freiwilligen Wehrdienstleistenden gerechnet. Deshalb sei man mit den nun 8.500 Freiwilligen auch zufrieden. Problematisch: Jeder Fünfte bricht seinen Dienst vorzeitig ab. Zu groß sind für sie die physischen und psychischen Anforderungen. Hierzu gehört zum Beispiel der Armee-Drill, wonach Stiefel bereits morggens geputzt sein müssen oder gemeinsam mit mehreren Kameraden auf einem Zimmer geschlafen werden muss. Auch mit dem frühen Aufstehen – in der Regel vor 6 Uhr – haben einige junge Wehrdienstleistenden ihre Probleme, ebenso mit dem System Befehl und Gehorsam.

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