Mafia: Bombe tötet Mädchen in Schule in Italien

Bei einer Bombenexplosion ist ein Mädchen in Italien in einer Schule, einer Modeschule, getötet worden. Es wird vermutet, dass möglicherweise die Mafia hinter dem Anschlag stehen könnte. Der Sprengsatz sei direkt zum Unterrichtsbeginn explodiert und habe die Mädchen sofort in den Tod gerissen.

Weitere acht Schülerinnen seien verletzt worden. Die verstorbene Schülerin ist entweder auf dem Weg ins Krankenhaus oder im Krankenhaus gestorben.

Die Tat geschah in Brindisi, einer idyllischen Hafenstadt. Das liegt im Süden Italiens. Die Bomben hätten heimtückisch in einer Mülltonne gelegen, dort wo sie keiner sehen konnte. Wirkliche Klarheit gibt es bislang allerdings nicht zu der Tat. Die Sicherheitsbehörden, wie die Polizei, halten sich bislang mit Statements und Spekulationen zurück.

Lediglich die lokalen Medien, die aber in der Regel sehr gut informiert sind, gehen von der Mafia als Bombenleger aus. Grund: Die Schule, in der das mörderische Attentat geschah, ist nach der Ehefrau von Giovanni Falcone – einem in ganz Italien bekannten Mafia-Jäger benannt. Falcone kam am 23. Mai vor 20 Jahren mit seiner Frau und drei Leibwächtern in Sizilien ums Leben. Die Mafia steckte hinter der Tat.

Ein weiterer Grund, der für die Mafia als Bombenleger spricht: Genau heute am Samstag wollten die Menschen in Brindisi gegen die Mafia demonstrieren. Seit Wochen finden in ganz Italien Märsche gegen die Mafia statt. Begonnen hat das am 11. April 2012 in Italiens Hauptstadt Rom und zog sich seither durch zahlreiche italienische Städte, die unter der Mafia seit Jahrzehnten leiden. Der erneute grausame Mord an unschuldigen Schülerinnen zeigt einmal mehr: Die Cosa Nostra lebt und sie ist grausam und menschenverachtend wie eh und je.

update, 20.5.2012, 00:42 h: Mittlerweile teilte der Staatsanwalt mit, er bezweifle, dass die Mafia hinter dem Anschlag stehe.

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