Hells Angels Mordanschlag: Rotlichtmilieau- und Bordell-Gerüchte um André S. in Berlin

Der Berliner Tagesspiegel berichtet, der Mordanschlag auf den Berliner Hells Angels Boss André S., 47, könne auch mit Rotlichtmilieau-Plänen von André S. zusammenhängen. Derzeit liegt er scharf bewacht im Berliner altehrwürdigen Krankenhaus Charité auf der Intensivstation. Seit Sonntag ringt er um sein Leben. Ein brutaler Mörder hatte ihm mindestens fünf Kugeln in den Körper geschossen. Eine traf mitten ins Herz. Seit bald drei Tagen liege S. im Koma, verlautbart aus dem Krankenhaus.

Nach der Version des Berliner Tagesspiegel könne der Mordanschlag an dem Hells Angel Motorrad-Rocker, mit „Revierkämpfen“ im Berliner Rotlichtmilieu zusammenhängen. Die Berliner Tageszeitung berichtet etwas schwammig, „aus dem Umfeld von André S.“ sei beim Berliner Bezirksamt ein Antrag auf Eröffnung eines Bordells in der Berliner Auguststraße in Berlin-Mitte gestellt worden. So zitiert der Tagesspiegel einen namentlich nicht genannten Fahnder: „Wir wissen, dass es um Rotlichtsachen und Revierstreitigkeiten geht“.

Auch wenn der Berliner Tagesspiegel behauptet, es sei „bekannt“, dass „einzelne Rocker am Strich in der Oranienburger Straße in Mitte von säumigen Freiern den Lohn der Prostituierten eingetrieben“ hätten: Diese Version gilt unter Berlin-Kennern als arge Spekulation. Hells Angels Rocker wurden in der Oranienburger Straße, einem beliebten Touristentreff mit einer hohen Dichte an Outdoor-Restaurants und Cafés auch in den Abendstunden fast nie gesehen.

Das Bordell, das aus dem Umfeld von André S. angeblich geplant gewesen sei, wäre jedenfalls in der Nähe der Oranienburger Straße. So kommt der Tagesspiegel zu dem etwas voreiligen Urteil: „Ein neues Bordell genau an dieser Stelle würde die Machtansprüche der Rocker in der Gegend zementieren.“ Nach wie vor gibt es aber auch Gerüchte, dass der Mordanschlag mit Drogengeschäften in Zusammenhang stehen könnte.

Allerdings weisen wir ausdrücklich darauf hin: Es handelt sich bislang ausschließlich um Spekulationen und Gerüchte. Die Wahrheit könnte auch ganz anders aussehen. Hierzu gehören auch in Berliner Medien veröffentliche Versionen, wonach jetzt „der total Rockerkrieg“ ausbrechen könne beispielsweise zwischen Hells Angels und Bandidos. Denn trotz des Mordanschlages gilt: Die Masse der Tausenden Mitglieder in Motorradclubs, auch unter den Hells Angels oder Bandidos, ist friedlich. Sie werden derzeit in Kollektivhaft für die Minderheit an Kriminellen genommen.

Derweil geht die Fahndung nach dem Täter intensiv weiter. In Berlin wurde eine Mordkommission gegründet. Eine ihrer ersten größeren Aktionen: Angeblich wurde der Germanenhof in der Zingster Straße 12 in Berlin-Hohenschönhausen durchsucht. Im Gegensatz zu Spekulationen in einigen Medien, wonach es sich dabei um einen Treffpunkt von Rechtsgesinnten handele, ist der Homepage zu entnehmen, dass es sich um einen „Erlebnisgasthof“ handele, der germanisches Brauchtum für Jung und Alt präsentieren wolle.

Es gibt Gerüchte, wonach der Germanenhof André S. gehören könnte oder das er zumindest Anteile daran halten könnte. Allerdings wird er nicht als Geschäftsführer auf der Homepage genannt. Neben der Gastronomie verfügt der Germanenhof auch über einen Onlineshop für alt-germanischen Schmuck, aber auch für Stichwaffen – wie Messer und Dolche. Das dürfte nicht gerade für Vertrauen bei der Polizei und der Öffentlichkeit sorgen.
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