Syrien: Tausende fliehen aus antiker Kurden- und Araberstadt Aleppo

30.07.2012 , Autor Ringo Later , mehr zum Thema Krisenherde

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Krieg im Mittleren Osten und in Arabien.

Das Chaos in Syrien wächst. Nun spitzt sich der Krieg in Syrien weiter zu. Entweder läutet es den Beginn vom Ende des syrischen Regimes um Baschar Hafiz al-Assad ein oder das Ende der terroristisch agierenden islamischen "Freien Syrischen Armee" zu. Tausende Bürger, die UNO spricht gar von bis zu 200.000 Menschen, sind auf der Flucht. Im Zentrum der Kämpfe steht die antike Stadt Aleppo in der auch deutsche Historiker seit Jahren an Grabungen nach antiken Fundstücken beteiligt sind. Viele fürchten nun um uralte Kulturgüter der Menschheit.

Im Jahr 2006 wurde Aleppo der Titel der Kulturhauptstadt des Islam verliehen. Aleppo ist die zweitgrößte syrische Stadt mit 1,7 Mio. Einwohnern. Hier wohnen überwiegend Kurden, die von einem eigenen nordsyrischen Staat träumen, sowie Araber. Circa 15 Prozent der Einwohner sind syrische orthodoxe Christen.

Derzeit ist die syrische Armee mit Hubschraubern, Panzern und Kampfjets daran, die terroristisch agierende "Freie Syrische Armee" (FSA) in Aleppo zu bekämpfen. Die Freie Syrische Armee ist derzeit dabei tausende Christen aus Homs und Aleppo zu vertreiben und soll auch bereits hunderte umgebracht haben. Viele sprechen von einer islamisch motivierten Christenverfolgung. Die syrische Regierung spricht von einer "Operation zur Säuberung Aleppos von bewaffneten terroristischen Gruppen".

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