Clinton denkt über Flugverbotszone in Syrien nach – also Massen-Bombenkrieg

kriegsberichterstattung.com / kriegsberichterstatter

US-Außenministerin Hillary Clinton (Demokraten) erwäge möglicherweise die Einführung einer „Flugverbotszone“ in Syrien. Das wurde jetzt während ihrer Türkei-Reise bekannt. Das Ganze hat jedoch einen bitteren Beigeschmack. Grund: Man kennt das ja, wenn die US-Außenministerin Clinton von einer „Flugverbotszone“ spricht: Das bedeutet Massenkrieg mit Tausenden Toten. Es würde alles in den Schatten stellen, was es bislang an Toten im syrischen Bürgerkrieg gegeben hat.

Durchführende wären wohl, wie aus dem Umfeld von Hillary Clinton zu hören ist, die USA, die Türkei sowie das westliche Kriegsbündnis NATO. Die Flugverbotszone würde dem souveränen syrischen Militär verbieten, im eigenen Land zu fliegen und gleichzeitig würde sich wahrscheinlich die NATO das Recht nehmen, Tausende Bomben in Syrien abzuwerfen, um der terroristisch agierenden islamischen „Freien Syrischen Armee“ (FSA) den Weg an die Macht zu ebenen.

Die FSA ist nach mehreren Berichten in zahlreiche Massaker an der Zivilbevölkerung verstrickt. Deshalb hat der syrische Präsident Baschar Hafiz al-Assad den kriegerischen Kampf gegen die FSA-Terroristen aufgenommen. Die FSA wird unter anderem von den USA, Saudi-Arabien sowie Katar (auch: Quatar geschrieben) nach Schätzungen mit über 100 Mio. Euro finanziert.

Die Länder sagen, es gehe ihnen um die Unterstützung des demokratischen Prozesses in Syrien. Dabei fragt man sich: Warum fangen denn die ebenfalls diktatorisch regierten Staaten Saudi-Arabien und Katar nicht im eigenen Haus an, für Demokratie zu sorgen?

Die angebliche „Flugverbotszone“ der NATO sowie USA ist bereits aus dem Libyen-Krieg bekannt: 50.000 Tote brachte die „Flugverbotszone“ der NATO in Libyen. Fliegen durften die Flugzeuge des libyschen Diktators Gaddafi nicht mehr. Dafür flog die NATO über 20.000 Angriffe mit Militärmaschinen und Kampfhelikoptern und brachte nach Schätzungen von Beobachtern rund 50.000 Menschen in Libyen um. Nach Schätzungen wurden über 20.000 Bomben und Raketen von der NATO in Libyen während ihrer „Flugverbotszone“ abgefeuert.

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