Dass der amerikanische TV-Sender CNN öfters mal Tatsachen aus Krisengebieten so hinbiegt, wie es in die US-Brille passt, ist bekannt. Dass aber ein CCN-Moderator wie Dr. Fareed Zakaria in seiner Sendung GPS sogar im Interview mit dem Präsidenten des Iran, Mahmoud Ahmadinejad (auch geschrieben als "Mahmud Ahmadinedschad" oder persisch محمود احمدینژاد), nicht vor dem Verbreiten von Unwahrheiten zurückschreckt, ist neu und peinlich.
Im CNN-Interview mit dem iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad behauptet der CNN Moderator Fareed Zakaria, die derzeit in Syrien gezählten 20.000 Toten gingen (ausschließlich) auf das Konto der syrischen Regierung. Er wolle nun vom Iranischen Präsidenten wissen, was er dazu sage.
Dabei erstaunt, dass CNN komplett unterschlägt, dass Tausende der 20.000 geschätzten Toten des syrischen Bürgerkriegs auch auf das Konto der islamischen terroristisch agierenden "Freien Syrischen Armee" gehen. Doch bei CNN-Moderator Zakaria klingt das ganz anders: Die syrische Regierung habe die 20.000 Toten auf dem Gewissen, nur der syrische Präsident habe mit seiner Regierung Massaker an der Zivilbevölkerung sowie Massenmord begangen.
Kein Wort auch davon, dass die syrische Regierung sich gegen Angriffe der "Freie Syrischen Armee" verteidigt und es primär in diesen Verteidigungs-Handlungen zu Toten an der Zivilbevölkerung kommt. Dass CNN das alles unterschlägt, ist letztlich nachvollziehbar. So gilt der "Nachrichtensender" CNN - einige sagen auch "Kriegspropanda-Sender" - als US-Regierungsnah. Die USA unterstützen die syrische Opposition, also auch die "Freie Syrische Armee", bislang mit rund 219 Mio. US-Dollar.
Immerhin reagierte der umstrittene Präsident des Iran, Mahmoud Ahmadinejad, im CNN-Interview auf die offensichtlich medial verbreiteten Unwahrheiten von CNN souverän - indem er gar nicht direkt darauf einging. Stattdessen sagt er bemerkenswerter Weise, der Iran unterstützte freie demokratische Wahlen in Syrien und verurteilte Gewalt, "wie überall auf der Welt". Gewalt mache ihn "traurig".
Iran habe noch niemals einen Angriffskrieg geführt, Israel sei ein historischer Fehler
Interessant sind in dem CNN-Interview auch die Äußerungen von Ahmadinejad zum Atomprogramm des Iran: Noch niemals habe der Iran in seiner Geschichte einen Angriffskrieg geführt und sehe Krieg nur als Mittel der Verteidigung an.
Auch zu Israel nimmt Ahmadinejad Stellung. Leider nutzt er aber nicht die Chance sein angebliches Statement aus dem Weg zu räumen, wonach er mehrmals gesagt habe, Israel müsse von der Landkarte ausradiert werden. Dafür hört man aber zwischen den Zeilen, dass er das nicht militärisch meinte, sondern geschichtlich.
So sagte Ahmadinejad: Der jetzige israelische Staat sei eine künstliche Schaffung gewesen, mit der man den dort ansässigen Mio. Arabern Unrecht getan habe. Gleichzeitig verneinte er aber, dass er ein Problem mit Juden oder Christen habe. Im Gegenteil: Auch im Iran lebten seit vielen Jahrhunderten Juden und Moslems friedlich zusammen. Was ihn aber störe, sei, dass im jetzigen Israel Juden lebten, die nachträglich von überall auf der Welt das Land besetzt hätten und die Araber einfach von ihrem Grund und Boden verdrängt hätten. Das sei ein historischer Fehler.
Auf die Frage von CNN-Moderator Fareed Zakaria ob der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad denn verstehen könne, dass sich der Westen, besonders die USA, Sorgen machten, wenn er sich so negativ über Israel äußere und gleichzeitig an einem Atomprogramm arbeite, sagte Ahmadinejad, es sei nicht der Westen generell, der sich Sorgen mache, sondern einige West-Politiker, besonders aus den USA.
Doch der Iran - so auch er - würden die Menschen lieben und jeder (egal ob Moslem oder Jude) sei gleich. Die Iraner seien Freunde von jedem anderen Volk. Niemand müsse vor dem Iran zittern, auch die Amerikaner nicht, versicherte Ahmadinejad im CNN-Interview. Seite Zwei Artikel unten klicken.




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