Beim Stichwort Sanktionen des Westens gegen den Iran, sagt Ahmadinejad: "Was haben denn die West-Regierungen dem Iran konkret angetan? Schadet uns das wirklich? Nein.." Der Iran, behauptet Ahmadinejad, sei in einer guten wirtschaftlichen Lage und sei immer noch wirtschaftlich das 17. größte Land auf dem Globus.
Zudem hätten die Iraner gelernt mit den West-Sanktionen zu leben. Die Iraner wüssten aber auch, dass es nicht Sanktionen des gesamten Westens gegen die iranische Nation seien, sondern Sanktionen einiger mächtiger Politiker im Westen, die aber nicht unbedingt das täten, was das Volk im Westen auch wolle: "Fragen sie doch mal ihre eigenen Bürger auf den Straßen von New York, was sie vom Iran halten", insistiert Ahmadinejad im CNN-Interview.
Ebenso weist Ahmadinejad die Behauptung des CNN-Moderators zurück, wonach die iranische Wirtschaft seit den im Juli 2012 verschärften Öl-Sanktionen sich nun im "Chaos" befinde. So sagte der iranische Präsident im CNN-Interview: "Wer glaubt, dass Sanktionen den Iran auf die Knie bringen, der irrt. Wir haben gelernt damit zu leben. Auch wenn wir es nicht möchten. Wir haben mit über 180 Nationen enge Beziehungen. Die USA sind nicht die einzige Nation auf der Welt, die es gibt. Die Zeiten der Repressionen der USA gegen die Welt sind vorbei."
Die Krönung der Peinlichkeit wird es im CNN-Interview mit dem Präsidenten des Iran, als der CNN-Moderator Dr. Fareed Zakaria indirekt dem iranischen Präsidenten mit einem Einreiseverbot nach New York droht. So stellte er suggestiv in den Raum: "Sie möchten doch auch gerne mal wieder nach New York kommen, die Stadt, die sie so gerne haben?". Doch auch auf diese Provokation entgegnet Mahmoud Ahmadinejad nüchtern: Er liebe New York, vor allem die amerikanischen Bürger in New York, sei aber vor allem wegen der UNO aktuell nach New York gekommen.
Problematisch bleibt, dass Israel sich Sorgen um seine eigene staatliche Sicherung macht und dass der Präsident des Iran sich nicht dazu überwinden konnte, das mittlerweile historisch bedingte Existenzrecht Israels im Interview klarzustellen. Gleichzeitig schuldet Israel der Welt, dass endlich die Palästinenser ebenfalls einen eigenen Staat erhalten und Israel seine willkürliche brutale Besatzungspolitik gegenüber den Millionen arabischen Palästinensern beendet. Es scheint jedoch so zu sein, dass das eine – ein iranisches Entgegenkommen zu Israel – ohne das andere, einen eigenen palästinensisch-arabischen Staat, nicht zu haben ist. Artikel zum Thema klicken: Palästinenser kritisieren Israel wegen willkürlicher Verhaftungen und Tötungen




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