Die Türkei "darf" endlich das machen, was sie schon seit Monaten gerne machen würde: Raketen und Bomben auf Syrien werfen und damit dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad weiteren Schaden zufügen. Bereits rund 35 Syrer sind durch türkische Kriegsangriffe gegen Syrien ums Leben gekommen. Anlass war, dass von Syrien aus Granaten auf eine türkische Grenzstadt geworfen worden waren, welche fünf Türken das Leben kostete. Zehn weitere waren verletzt worden. Schon seit längerem forderte die Türkei eine Einrichtung einer "Pufferzone", also eine entmilitarisierten Zone, auf Syriens Seite.
Angeblich sei die Türkei nun ihrem Ziel des Einrichtens einer Pufferzone etwas näher, berichten türkische Medien. Allerdings haben sich syrische Medien bislang zu dem Thema nicht geäußert. Grund: Es ist eigentlich nicht im Sinne der syrischen Regierung, ihre eigene Grenze in die Hände der Türkei und NATO zu übergeben. Denn das würde eine "Pufferzone" letztlich bedeuten.
Gleichzeitig könnte und würde die Türkei die Pufferzone benutzen, um die terroristische islamische "Freie Syrische Armee" weiter aufzurüsten mit dem Ziel des Sturzes der syrischen Regierung aus Alawiten und - in der zweiten Reihe - der Christen (Stichwort: Christenverfolgung in Syrien). Allerdings ist der Bürgerkrieg in Syrien längst auch ein Krieg zwischen Volksgruppen, nicht nur zwischen unterschiedlich Gläubigen. So wird kolportiert, Assad habe bereits umfangreiche Gebiete Syriens der kurdischen PKK-Guerilla überlassen.
Die PKK kämpft auch gegen die Türkei, da sie die Kurden in der Türkei immer noch als Verfolgte der türkischen Regierung ansieht. Die türkische Armee bringt seit Jahrzehnten immer wieder Kurden im Osten der Türkei um. Als Begründung werden Terroranschläge der PKK genannt, also des militärischen Arms der kurdischen Arbeiterpartei.
Angeblich um die Kriegs-Geschehnisse an der türkisch-syrischen Grenze zu beenden, bringen türkischen Medien nun eine angeblich mit dem Segen der syrischen Regierung zu schaffende Pufferzone an der türkischen Grenze ins Gespräch. Sie solle sich angeblich sechs Meilen ins Landesinnere von Syrien ausdehnen. Das hieße, dass sich die syrische Armee sechs Meilen entfernt von der türkischen Grenze zurückziehen würde oder müsste.
Eine Pufferzone hatte neben der Türkei vor allem auch die terroristisch agierende "Freie Syrische Armee" gefordert. Während die syrischen Regierungstruppen sich in der Pufferzone nicht mehr aufhalten dürften, könnte die FSA sich dort weiter ausbreiten - immer schön unter dem Deckmäntelchen eines eigentlich nur "humanitären Korridors" für die syrischen Flüchtlinge, den es zu beschützen gelte.
Die dubionsen Schuldzuweisungen der syrischen Opposition gegen syrische Regierung
Derweil seien auch am Wochenende in der Türkei angeblich weitere Granateinwürfe in der Türkei festgestellt worden, wobei wieder unterstellt wird, syrischen Truppen hätten die Granaten bewusst auf die Türkei geworfen. So sagte der Der Vorsitzende des oppositionellen Syrischen Nationalrates (SNC), Abdelbaset Sieda, in einem Statement in der Türkei, er fände es angeblich schrecklich, dass, obwohl die Türkei viele syrische Flüchtlinge aufgenommen habe, das Land nun von Truppen des syrischen Regimes beschossen werde.
Dem erwiderte die syrische Regierung, man warte immer noch die Untersuchungsergebnisse ab, wie es zu den Granatangriffen auf türkischen Grund und Boden gekommen sei. Von einem in westlichen Medien gerne verbreiteten Schuldeingeständnis der syrischen Regierung liest man in Syrien nirgends etwas. Heißt: Es ist wahrscheinlich einmal mehr, wie so oft in der Kriegsberichterstattung in den westlichen Medien, eine frei erfundene Geschichte. Es ist ein Mosaikstein mehr in der Desinformations-Politik vieler westlicher Massenmedien.
Dabei verweist kriegsberichterstattung.com auf seine umfangreiche Analyse zum türkisch-syrischen Grenzkonflikt, in der wir zu dem Urteil gelangt sind, dass die Granatwürfe gegen die Türkei am wahrscheinlichsten direkt der terroristisch agierenden syrischen Opposition zuzuschreiben sind (klicken und lesen) - auch wenn diese so tut, als wären die Granaten von syrischen Regierungstruppen auf die Türkei gefeuert worden.
Grund: Einzig die syrische Opposition, vor allem die terroristisch agierende "Freie Syrische Armee", hat ein Interesse an einer Eskalation des Krieges mit der Türkei und damit mit der NATO. Ihr Ziel: Ein angeblicher Angriff Syriens auf die Türkei würde einen "Bündnisfall" auslösen, in dem das westliche monsterhaft große Kriegsbündnis NATO eingreifen würde – nach dem Vorbild des monströsen westlichen Libyen-Krieges.
Denn das Motiv, einen Krieg mit der Türkei und der hinter ihr stehenden Großarmee, der westlichen NATO, vom Zaun zu brechen, hat nur die syrische Opposition und damit primär die Freie Syrische Armee. Sie träumt davon, dass die NATO an ihrer Seite wieder einen Bombenteppich mit Tausenden Toten nach dem Vorbild des Libyen-Krieges im Jahr 2011 legt. Das Ziel: Die Eliminierung und Ermordung des syrischen Präsidenten Assad. Ganz so, wie es mit Hilfe der NATO dem libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi kriegsverbrecherisch geschehen ist. Der Libyen-Krieg, welcher von der NATO dominiert wurde, hatte geschätzte 50.000 Tote gekostet. ...UNTEN KLICKEN ZUM WEITERLESEN ARTIKEL




Keine Kommentare
Keine Kommentare vorhanden zum Thema : . Du kannst gerne einen eigenen Kommentar schreiben.