Drogenkrieg Lateinamerika

50.000 Tote: Mexikos Drogenlord Heriberto Lazcano vom Los Zetas-Drogenkartell erschossen?

09.10.2012 , Autor Peter Patzow , mehr zum Thema Reisewarnungen

Secretaría de Marina von Mexiko / kriegsberichterstatter
Tausende angebliche Mitglieder der Drogenkartelle sitzen mittlerweile in Haft oder wurden festgenommen. Wie auf diesem Bild.

In Mexiko ist möglicherweise einer der prominentesten Drogenlords, Heriberto Lazcano vom Los Zetas-Drogenkartell (bekannt auch als Cártel del Golfo y Los Zetas), in einer militärischen Aktion der Regierung erschossen worden. In Mexiko tobt seit Jahren ein brutaler Drogenkrieg mit tausenden Toten. Lazcano gilt als einer der Gründer und einer der Verantwortlichen des bekannten mittel- und südamerikanischen Drogenkartells Los Zetas. Als ein weiterer Führer des Los Zetas-Drogenkartells gilt Miguel Angel Trevino Morales.

Während seiner sechs jährigen Herrscherzeit soll es unter dem nun vermutlich verstorbenen Lazcano rund 50.000 Tote, hervorgerufen durch den tobenden Drogenkrieg, alleine in Mexiko gegeben haben. Unter anderem wirft man Lazcano vor, er sei an der Ermordung des mexikanischen Zeitungs-Chefredakteurs Francisco Ortiz Franco im Jahr 2004 möglicherweise beteiligt gewesen. Die USA hatten 5 Mio. US-Dollar auf die Ergreifung von Heriberto Lazcano ausgerufen. Mexiko hatte noch einmal 2,3 Mio. Dollar drauf gelegt.

Der organisierten Kriminalität ist in Mexiko wie in vielen mittel- und südamerikanischen Ländern, kaum mehr beizukommen, wenngleich die Hauptstadt Mexiko City als recht sicher gilt.

Derzeit wartet die Navy, genauer das Secretaria De Marina Mexicana, die forensischen Untersuchen ab. Aber man gehe davon aus, dass es sich bei dem nun gefundenen Leichnam um den berühmt berüchtigten Drogenboss handeln könnte. Sein Spitzname sei, berichten zumindest amerikanische Zeitungen: "The Executioner" oder auf deutsche "Der Hinrichter".

Weiterlesen: Weitere Drogenkartell-Mitglieder festgenommen

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