Drogenkrieg Lateinamerika

50.000 Tote: Mexikos Drogenlord Heriberto Lazcano vom Los Zetas-Drogenkartell erschossen?

2.Teil: Weitere Drogenkartell-Mitglieder festgenommen

09.10.2012 , Autor Peter Patzow , mehr zum Thema Reisewarnungen

Secretaría de Marina von Mexiko / kriegsberichterstatter
Tausende angebliche Mitglieder der Drogenkartelle sitzen mittlerweile in Haft oder wurden festgenommen. Wie auf diesem Bild.

Etwas voreilig feiert Mexiko die mögliche Tötung des gefürchteten Drogenbosses als großen Sieg im Kampf gegen die Drogenkartelle. Doch schon die Vergangenheit hat gezeigt, dass ihnen seit Jahrzehnten nicht beizukommen ist. Das liegt auch daran, dass gerade im Westen so viele Drogen konsumiert werden wie noch nie.

Die mögliche staatliche Hinrichtung des Drogenbosses soll in Progreso durchgeführt worden sein. Das liegt rund 125 Kilometer westlich der Grenze des US-Bundesstaates Texas. Es wird nicht ausgeschlossen, dass die USA mit ihren unbemannten Kriegsflugzeugen, die Drohnen, an der Hinrichtung beteiligt gewesen sind – wenn nicht durch direkte militärische Angriffe, so doch möglicherweise durch Foto-Nahaufnahmen, die den Mexikanern Hinweise zum Aufenthaltsort des Los Zetas-Drogenkartell-Bosses gegeben haben. Doch das sind bislang alles Gerüchte. Die USA veröffentlichen solche Hilfsstellungen auch in der Regel nicht.

Schon vor kurzem sei von den mexikanischen Behörden möglicherweise ein anderer mutmaßlicher Drogen-Verantwortliche, Ivan Velazquez Caballero, auch bekannt als El Taliban oder Z50, festgesetzt worden. Auch hier warte man derzeit noch auf die forensischen Untersuchungsergebnisse, teilte Mexiko mit.

Als weiteres Mitglied der mexikanischen Drogen-Mörderbande habe man kürzlich zudem Salvador Alfonso Martinez Escobedo festgenommen. Ihm wird die Beteiligung an einem Killerkammando im Bundesstaat Tamaulipas vorgeworfen mit 72 Toten.

Mexiko gilt auch bei deutschen Touristen als ein beliebtes Reiseland. Allerdings sollten unbedingt vor Reisestart einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Insbesondere sollten Regionen, in denen der Drogenkrieg tobt, möglichst nicht bereist werden.

Homepage Mexikanische Marie: semar.gob.mx/sitio_2/

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