Wie größenwahnsinnig die NATO mittlerweile ist, zeigt sich daran, dass doch tatsächlich nun der NATO-Generalsekretär allen Ernstes forderte, er bräuchte nach Ende der Weltwirtschaftskrise (wovon träumt der Mann?) mindestens 50 Mrd. Euro mehr für seinen Kriegsetat. Auch die deutschen Steuerzahler sollten kräftiger ran. Ist ja klar: Der Mann will wieder Krieg führen.
Der Westen will wieder Krieg führen. Den Westen dürstet es danach nach Afghanistan (alleine 2.000 tote US-Soldaten und rund 60 tote deutsche Bundeswehrsoldaten), dem Irak-Krieg (über 100.000 Tote), dem Libyen-Krieg (über 50.000 Tote) und nach Angriffen auf Pakistan in weiteren Ländern schießen zu dürfen. Immer nach dem Motto: Es wird angeblich nur zurückgeschossen. Das kannten wir schon aus dem Dritten Reich in Deutschland.
Immerhin scheint NATO-Generalsekretär Ban Ki Moon erkannt zu haben, dass der syrische Krieg nicht einseitige Täter hat, sondern dass sich hier ein Teufelskreis aufgetan hat zwischen einem ungeheuren Ausmaß terroristischer Mordanschläge und Massaker der syrischen Opposition an der Zivilbevölkerung, sowie daraus resultierender gewaltsamer Gegenschläge der syrischen Regierung mit ebenfalls tausenden Toten.
Hunderte Millionen Euro für Terrororganisation "Freie Syrische Armee" von der US-Regierung
Deshalb forderte Ki Moon zu Recht, es müsse endlich aufhören, dass der Westen heimlich über die Türkei die Terroristen der "Freien Syrischen Armee" mit Waffen beliefere (er formulierte das etwas vornehmer), sowie das im Gegenzug die Aufrüstung der syrischen Regierung unterbliebe. Doch eines ist klar: Der Westen hat mit seiner mehr oder weniger offenen Aufrüstung der "Freien Syrischen Armee" über die Türkei begonnen.
Alleine die USA haben mittlerweile öffentlich zugegeben über 280 Mio. Euro in den vergangenen Monaten der "Oppositionsbewegung" - also auch der FSA - überwiesen zu haben. Auch unterstützten die USA die "Freie Syrische Armee" seit Monaten massiv durch logistische Maßnahmen (wie Drohnen-Aufklärungsfilme). So kann man davon ausgehen: Wann immer ein syrisches Regierungsmitglied in Damaskus durch Terror-Anschläge ums Leben kommt: Die USA dürften den entscheidenden Hinweis gegeben haben, wo sich das Regierungsmitglied gerade aufhält und wann ein Anschlag besonders "erfolgreich" sein könnte.
Gleichzeitig räumten die USA nun ein, dass sie heimlich im syrischen Nachbarstaat Jordanien bereits ganze militärische Divisionen zusammengezogen haben. Das sagte nun sinngemäß US-Verteidigungsminister Leon Panetta. Zwar ist die Rede nur von rund 150 Mann - doch Experten gehen von einigen tausend US-Soldaten aus (entweder zu Land oder zu See). Offiziell heißt es aber, man sei in der Region primär aus humanitären Gründen. Man müsse ja den Flüchtlingen helfen und die syrischen Chemiewaffen im Auge behalten.
Deshalb: Der Westen ist mal wieder blutrot. Moralische Erhebungen über Russland und mögliche Waffenlieferungen an die syrische Regierung können sich die Massenmedien des Westens, ebenso die West-Politiker, sparen. Wir sind keinen Deut besser. Eher bislang schlechter. Denn die Angriffskriege in den vergangenen 20 Jahren gingen fast nie von Russland, China oder dem Iran aus, sondern fast immer vom Westen.



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