In einem unglaublichen Fall, schildert ein Wirtschaftsingenieur auf dem Onlinemagazin netz-trends.de, wie ihn MLP und Heidelberger Leben ausgenommen haben wie eine Weihnachtsgans. Nach teils über 12 Jahren Altersvorsorge-Einzahlungen bei der Heidelberger Leben, bekannt auch als Heidelberger Lebensversicherung AG, ist heute auf dem Altersvorsorge-Konto der vom umstrittenen Finanzdienstleister MLP vermittelten Fondsgebundenen Lebensversicherungen rund ein Drittel weniger vorhanden, als der Sparer überwiesen hatte: Von 103.000 Euro gerade noch 84.000 Euro. Rund 32.000 Euro soll sich die Heidelberger Lebensversicherung (ehemals: MLP Lebensversicherung) als "Kosten" abgezogen haben (wobei eine hohe Provison an MLP geht).
Altersvorsorge-Experten, die solche Zahlen hören, sprechen von einem Skandal rund um MLP und die Heidelberger Leben. Egal wohin man hört: Viele Finanzberater können ähnliche dubiose Geschichten erzählen. Ein Finanzfachmann schildert: "Egal mit welchem Akademiker und MLP-Kunde ich mich unterhalten habe, die meisten wurden dreist von MLP in ihrer Altersvorsorge über den Tisch gezogen und mit völlig überzogenen Kostenbelastungen dubioser Altersvorsorge-Produkte abgezockt". Besonders Akademiker – die Hauptzielgruppe von MLP – seien in vielen Fällen besonders naive Anleger, da sie meinten, man würde ihnen schon nichts dubioses an Altersvorsorgeprodukten andrehen. Doch: Nur wer regelmäßig nachrechnet sieht, wie frech sich manche Versicherer in den privaten Altersvorsorge-Produkten der Anleger bedienen.
In der Schweiz gibt es ein Gesetz, das den Finanzdienstleistern und Versicherungen verbietet, mehr als fünf Prozent an Kosten in der Gesamtlaufzeit vom einbezahlten Kapital abzuziehen. In Deutschland gibt es das nicht. Stattdessen berichten die Medien rauf und runter, wenn ein Reisender scheinbar einmal 20 Euro zu viel Servicegebühr bei einer Flugbuchung bezahlt haben soll. Doch: Das Altersvorsorge-Abzocksystem auf Kosten der Verbraucher hat in Deutschland längst System. Millionen Sparer werden um ihre private Altersvorsorge so gebracht. MLP und die Heidelberger Leben sind für den Wirtschaftsingenieur im Nachhinein eine "betrügerische Bande".Auch auf Grund solcher dubioser Abzockmethoden wie bei dem hier geschilderten Wirtschaftsingenieur steht der Finanzdienstleister MLP sowie die Heidelberger Lebensversicherung AG wirtschaftlich seit Jahren hervorragend für seine Anteilseigner da. So erwirtschaftete die Heidelberger Leben im Jahr 2011 einen Jahresüberschuss von 32,8 Mio. Euro. Die MLP erwirtschaftete ebenfalls im Jahr 2011 ein Operatives EBIT (vor einmaligen Sonderbelastungen) von gut 52 Mio. Euro. HIER KLICKEN für netz-trends.de-Artikel: "Wie dubios sind MLP und Heidelberger Leben?" oder unten weiterlesen, was gewesen wäre, hätte der Verbraucher gleich alles einem Sparbuch anvertraut.
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Denn: Letztlich schwimmen MLP und die Heidelberger Leben unter dem Deckmantel staatlich geförderter Verbraucherabzocke in der Altersvorsorge. Das lässt sich an einer fiktiven Berechnung des im Artikel geschilderten Wirtschaftsingenieurs belegen:
Staatlich geförderte Verbraucherabzocke: Nach circa 20 Jahren wären es auf dem Sparbuch 149.000 Euro gewesen...
Würde man die bislang von der Heidelberger Lebensversicherung AG dem Verbraucher durchschnittlich auf das angelegte Vermögen (nach Abzug der angeblichen "Kosten") gutgeschriebene Verzinsung der drei Altersvorsorge-Verträge zu Grunde legen (durchschnittlich 2,8 Prozent), ergäbe sich folgendes Szenario:Um die in rund 13,5 Jahren (zwei Verträge liefen 12 Jahre und 9 Monate; ein anderer Vertrag lief 14 Jahre und 10 Monate) von der Heidelberger Lebensversicherung abgezogenen angeblichen "Kosten" (wovon ein Teil als Provision an MLP geht) in Höhe von rund 32.000 Euro wieder einzuspielen, müsste der Verbraucher weitere rund 7,5 Jahre den Altersvorsorge-Betrag, den die Heidelberger Leben ihm in rund 13,5 Jahren Sparen tatsächlich als Guthaben ausweist - also rund 84.000 Euro von einst rund 103.000 an die Heidelberger Leben für die Altersvorsorge einbezahltem Geld - wieder mit durchschnittlich 2,8 Prozent anlegen. Die 2,8 Prozent deshalb, da es jene jämmerliche Verzinsung wäre, die die Fonds der Heidelberger Leben (einstmals MLP Lebensversicherung) bislang auf das angelegte Vermögen des Verbrauchers im Stande oder willens war ihm durchschnittlich gut zu schreiben. Es wäre also jener Zinssatz, mit dem er auch in der Zukunft bei der Heidelberger Lebensversicherung AG hätte rechnen müssen.
Dann hätte er also erst nach rund 21 Jahren Gesamtsparplan ungefähr im Jahre 2020 die 103.000 Euro, die er zwischen 1997 und dem Jahr 2012 der Heidelberger Leben für die Altersvorsorge überwiesen hat, wieder auf seinem Konto gutgeschrieben. Es wäre ein über 20 Jahre dauerndes Nullsummenspiel ohne Gewinn für ihn gewesen, hätte er nicht nach knapp 15, beziehungsweise knapp 13 Jahren, die Reißleine gezogen und alle drei von MLP vermittelten Verträge im Jahr 2012 gekündigt und sich das Geld überweisen lassen - die einzig richtige Entscheidung.
Interessant ist aber ein weiteres Szenario: Hätte er aber die Altersvorsorge-Beträge statt sie der von MLP ihm empfohlenen Heidelberger Lebensversicherung anzuvertrauen (einst: MLP Lebensversicherung) auf dem Sparbuch gut 21 Jahre zu 2,8 Prozent Zinsen angelegt - hätte er im Jahr 2020 statt jener der Heidelberger Leben anvertrauten 103.000 Euro immerhin ein Vermögen von 151.000 Euro angespart - ohne MLP-Abzocke und ohne Heidelberger-Leben-Abzocke. Denn, erklärt der geprellte MLP-Kunde: "Die Abzocke von MLP und Heidelberger Lebensversicherung AG wäre ja auch nach jetzt 15 Jahren Geld ansparen, immer noch nicht zu Ende gewesen. Es wäre ein Fass ohne Boden für mich geworden."
Weiter führt er aus: "Dass die Verbraucher sich von MLP und Versicherungen wie der Heidelberger Leben dermaßen betrügen lassen, wie in meinem Fall, liegt daran, dass sich Millionen Verbraucher einreden lassen, dass das, was als angebliche 'Kosten' abgezogen würde (was aber letztlich auch ein Gewinn für die Versicherung oder den Makler ist), später bei Renteneintritt durch die staatliche Förderung wieder eingespielt und mehr als wett gemacht würde." Dass dieses Szenario aber nicht aufgehen muss, zeigt eben das Beispiel des Wirtschaftsingenieurs.
Das bedeutet letztlich: Es handelt sich in vielen Fällen um ein staatlich gefördertes Versicherungs-Abzock-System auf Kosten der privaten Altersvorsorge. Es wird dringend Zeit, dass auch in Deutschland, wie in der Schweiz, gesetzlich festgelegt wird, dass maximal fünf Prozent am gesamten einbezahlten Altersvorsorge-Betrag über die gesamte Laufzeit an Kosten abgezogen werden dürfen. Erst dann können die Verbraucher tatsächlich private Altersvorsorge betreiben.
Kommentar: Das betreute Vermögen von MLP soll bei circa 20 Mrd. Euro liegen. Der angebliche steuerliche Vorteil bei Ablauf einer Rentenversicherung oder Fondsgebundenen Lebensversicherung bringt aber häufig gar nichts. Grund: Das schamlose In-Die-Tasche-Greifen von Versicherern wie der Heidelberger Lebensversicherung (Heidelberger Leben) oder von Versicherungs-Vermittlern wie MLP bei sparenden Verbrauchern in der privaten Altersvorsorge. Damit beklauen und "betrügen sie" (O-Ton MLP-Opfer) - den Verbraucher. Sie bringen ihn vorsätzlich um die mögliche profitable Anlage fürs Alter. Damit hintertreiben Versicherungen wie die Heidelberger Leben, aber auch MLP, das vom Staat gewollte Prinzip des privaten Vermögensaufbau im Alter in einem fast schon kriminellen Ausmaß. HIER KLICKEN für netz-trends.de-Artikel: "Wie dubios sind MLP und Heidelberger Leben?"





24.10.2012 11:43:00
Ich halte es für sehr fragwürdig eine Versicherungsgesellschaft und einen Vermittler in direkten Kontext zu stellen. Zudem sollte man das auch entspannter sehen, da mittlerweile auf dem Produktinformationsblatt für die Kunden, die jeweiligen Kosten der Produkte ausgewiesen werden. Daher einfach im zweifelfall Fragen und Missverständnisse aus dem Weg räumen. Dann ergeht es einem auch nicht, wie dem Wirtschaftsingenieur.
Ferner bringt ein reiner Kostenvergleich, bei der Entscheidungsfindung, im Zweifelfall auch keinen Mehrwert. Es bringt wenig, den Vertrieb MLP als Abzocker darzustellen. Das trägt nur zur weiteren Verunsicherung der Leute bei. Und an diejenigen, die den Banksparplan oder das Tagesgeld bevorzugen - 2 Fragen:
-Wie lange hält Ihr Geld, wenn Sie darauf zugreifen?
-Wie viel bleibt Ihnen an Wertentwicklung, wenn man die Rendite um AGS und Inflation bereinigt hat?
Es bleibt immer ein Kompromiss. In diesem Fall müsste man eigentlich noch weitere Faktoren berücksichtigen, bevor man einen solchen Artikel an die Öffentlichkeit gibt. Welche Steuerersparnisse hatte der Kunde ggf. über den gesamten Zeitraum? Handelt es sich hierbei um einen Schicht 3 Vertrag oder um einen Schicht 1 Vertrag - Kapitalauszahlung oder lebenslange Rente? Himmelsweiter Unterschied.
Halte das für reine Verunsicherung und man sollte derartige Artikel von zum Teil "nicht Fachleuten" immer mit Skepsis begegnen. Einseitige Betrachtungen helfen hierbei nicht.
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25.10.2012 13:56:00
Ich habe mir lange überlegt, ob der Artikel einen Kommentar wert ist, da er offensichtlich sehr einseitig und tendenziös gehalten ist und zudem falsche Fakten suggeriert.
Aber in Kürze:
Zu den Kosten:
1) Die unterstellten Kosten von 32.000 EUR sind meines Erachtens vorwiegend auf die historische Wertentwicklung der hinterlegten Fonds und nicht auf angeblich horrende Gebühren zurückzuführen.
Hier von "Abzocke" zu sprechen ist schlicht falsch!
2) Gerade bei Heidelberger Leben zeigt sich, dass die jeweiligen Tarife zum Auflagezeitpunkt nicht teurer als andere Tarife anderer Lebensversicherungen waren / sind!
Eher im Gegenteil liegen die Tarife nach meiner bisherigen Erfahrung im günstigsten Quartil im Vergleich zum Markt.
Zur Wertentwicklung
Bei Portfeuilles mit einer tendenziell geringen Aktienquote hat Heidelberger Leben eine unterdurchschnittliche Performance im Vergleich zur Benchmark.
Hier wäre tendenziell Kritik angebracht und berechtigt!
Es wäre wünschenswert wenn der Autor vor einer entlarvend unsachlich-subjektiven Kritik fachkundigen Rat einholen würde!
Mit freundlichen Grüssen
Thomas Apel
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15.11.2012 11:28:00
So, Altersvorsorge ist in Reaktion auf diesen Artikel aufgekündigt!
Wer's nötig hat, ein treuhänderisch auferlegtes Vermögen derart dreist zu beleihen, ist kein Kapitalistenschwein, kein Finanzdeserteur, sondern schlicht und einfach ein kleiner Mensch.
in diesem Sinne,
Suum quique - Jeder kriegt, was er verdient.
A.B.A.B.
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10.01.2013 18:32:00
Ich kann diese Abzocke voll und ganz bestätigen. Ich habe diesen Diebstahl erst nach 10 Jahren gemerkt, als vom MLP Berater eine Aufschlüsselung der Kosten verlangt habe. Gott-sei-Dank waren meine Einzahlungen und damit Verluste deutlich geringer. Aber immerhin sind von ca. 10k€ über 3k verschwunden. Nein, die sind nicht verschwunden, die hat jetzt nur ein Anderer. Und der sitzt immer noch im MLP Büro in München. Eine Drecksbande. Und die fühlen sich noch im Recht. Auch meine anderen MLP Investitionen (Aktienfonds) laufen beschissen, allerdings bei den Kosten und Gebühren sind sie super kreativ. NIE WIEDER MLP !!!
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10.01.2013 18:41:00
Hallo Thomas Apel,
Ihre Analyse ist schlicht falsch. Es ist nachweislich so, daß von jedem eingezahlten Euro ca. 30% für Vertriebsabschlusskosten und Provisionen draufgehen. Das habe ich als ehemaliger MLP Kunde schwarz auf weiss. Dazu kommen noch die jährlichen Verwaltungsgebühren. Arbeiten Sie bei MLP?
AndY
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11.01.2013 12:24:00
Mir ist es leider genauso gegangen, topInvest-Fondgebunden. In 6 Jahren einzahlen wurden aus knapp 12.000 Euro, 3500 Euro. Wenn ich mir den Betrag auszahlen lasse.
Sehr traurig, aber ich habs hinter mir.... nie wieder.
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