Militärmuseen mit Flugzeugen aus dem Zweiten Weltkrieg haben in den USA Hochkonjunktur / Galatisch zu 3.000 Dollar

Fast jeder der über 50 Bundesstaaten in den USA verfügt über mehrere Militär-Museen. Besonders beliebt sind Militärflugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg. Auch in den US-Bundesstaaten Arizona oder in Colorado gibt es mehrere solcher Militär-Museen. netz-trends.de stellt zwei vor.

Das amerikanische Militärmuseum für Militärflugzeuge, „Arizona Wing Commemorative Air Force Museum“, liegt im kleinen US-Örtchen AZ 85215 Mesa und zwar nur 15 Minuten vom Stadtrand der Hauptstadt von Arizona, Phoenix, entfernt (2017 N Greenfield Rd; Homepage: azcaf.org‎). Es lässt sich also hervorrangend mit einem Tripp zum Grand Canyon verbinden. Wer in Phoenix landet, sollte bei Interesse an alten Flugzeugen zwei bis drei Stunden Aufenthalt in Phoenix einplanen.

Denn: Hier kommen Fans historischer Militärflugzeuge absolut auf ihre Kosten. Zu sehen gibt es beispielsweise das antike Flugzeug „Boeing B-17 Sentimental“, welches die Amis besonders gerne im Zweiten Weltkrieg (WWII) geflogen sind. Aber auch „Warbirds“ (Kriegsvögel) aus dem Ersten Weltkrieg (WWI) oder dem Vietnamkrieg werden hier in einer großen Halle ausgestellt.

Touristen aus Deutschland, der Schweiz oder Österreich sollten aber beachten: Die Öffnungszeiten sind sehr limitiert. Während der Sommerzeit (Juni bis September) ist das Museum nur mittwochs bis sonntags von 9 Uhr früh bis 15 Uhr nachmittags geöffnet. Im Winter, also von Oktober bis Mai, ist das Museum hingegen täglich von 10 Uhr morgens bis 16 Uhr am Nachmittag zu besichtigen. Der Eintritt liegt für Personen über 13 Jahre bei 12 US-Dollar.

Wer sich nicht mit nur Anschauen begnügen möchte, dem bietet das Museum auch Rundflüge mit den alten legendären Ami-WWII-Bombern „B-12“ an (Tel.: 001-602-448-2350 oder email an: rides@azcaf.org). Doch ist der Preis nicht gerade niedrig: 850 US-Dollar pro Person. Den Bomber „B-17“ nannten die Amerikaner, die damit Hunderttausende Deutsche im Zweiten Weltkrieg umbrachten und Hunderte Ortschaften in Deutschland in Schutt und Asche legten, „WWII Flying Fortress“ – also Fliegende Festung.

 

Mit einem weiteren Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg, dem amerikanischen „T-6 Texan“, kann bereits für ab 325 US-Dollar pro Person geflogen werden. Das gilt auch für den WWII-Bomber „Beechcraft C-45 Expeditor“ (395 US-Dollar pro Person).

Ein weiteres Militärmuseum ist das Flugzeugmuseum „Wings Over The Rockies Air and Space Museum“ direkt in Denver im US-Bundesstaat Colorado (7711 East Academy Blvd., Denver, CO 80230-6929; wingsmuseum.org). Auch hier können Reisende in Colorado vom B-52-Bomber (Berliner Rosinenbomber) bis hin zu Flugzeugen aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts zahlreiche seltene Fluggeräte bewundern. Das Museum ist täglich geöffnet. Der Eintritt liegt für alle Personen über 13 Jahre bei 11 US-Dollar.

Dass die Amerikaner bis zum heutige Tage durch und durch militaristisch sind, zeigt sich daran, dass es fast jährlich eine sogenannten „Wings Gala“ des „Rockies Air and Space Museum“ gibt. Der Gala-Preis pro Tisch: 3.000 US-Dollar. Die Gala ist traditionell ausgebucht. Der Besuch gehört für viele Bewohner Denvers, aber auch für Firmen und Politiker, zum „guten Ton“. Im Gegensatz zum Museum in Arizona können Flug-Fans in Denver auch modernere Militärmaschinen besichtigen – beispielsweise die „1975 F14-A Tomcat“ aus dem Jahr 1975.

 

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