Kampf um Krebs verloren: Hugo Chavez hinterlässt Millionen Trauernde weltweit

Army Lt. Col. Hugo Chavez (1953 bis 2013), 15 Jahre Regierungschef von Venezuela, hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Er starb in der Nacht zum Mittwoch nach einem langen Krebsleiden. Immer wieder hatte er sich in den vergangenen 15 Monaten auf Kuba Krebsbehandlungen unterzogen. Chavez hatte 1992 versucht, durch einen Militärputsch an die Macht zu kommen, war aber gescheitert. Sechs Jahre später wurde er dafür in demokratischen Wahlen offiziell vom Volk zum Regierungschef gewählt.

Unvergessen ist Chavez Auftritt vor der General Assembly Hall der Vereinten Nationen, der UN. Darin hatte er einen Verweis auf einen „der besten Intellektuellen dieser Welt“, Noam Chomsky, gegeben und auf die Herausforderungen des 20. Jahrhundert verwiesen. Dabei machte er einen Blick zurück auch auf den Zweiten Weltkrieg, wo die Frage gestanden habe „Germany or survival“. Eines der eindrucksvollsten Bücher sei heute, gleichfalls mahnend, das Buch „Hegemony or Survival: America’s Quest for Global Dominance (American Empire Project) „. Dabei sei die größte Herausforderung für die Staatsführer dieser Welt, so Chavez in seiner Rede vor der UNO, „den Teufel in den USA, die imperialistischen Tendenzen zu besiegen“.

Während seiner weltbekannten UNO-Rede hatte Hugo Chavez in einem vor der UN einmaligen Schauspiel die versammelten Staatsführer gefragt: „Riechen Sie den Teufel nicht, riechen sie ihn nicht?“. Gemeint hatte er den bis ins Jahr 2008 regierenden US-Präsidenten George Bush (Republikaner).

Venezuela gehört nach Saudi-Arabien zu den ölreichsten Ländern dieser Welt. Hugo Chavez hatte sich stets für die Armen und Stimmlosen der Welt eingesetzt und ist unermüdlich erfrischend und mutig auf Konfrontation mit dem Westen und anderen Mächten gegangen. Chavez war auch ein großer Gegner von Kriegen, besonders von Kriegen in denen der Westen seine Finger im Spiel hatte. Mit Chavez verlässt ein großer Staatsführer die Weltbühne. Seine Stimme wird der Welt fehlen. Seine Stimme wird uns fehlen.

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