Selbstmordattentäter bringen 18 Personen in Afghanistan um während Visite US-Verteidigungsminister

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Den Besuch des amerikanischen Verteidigungsministers Chuck Hagel (Defense Secretary) beim Präsidenten von Afghanistan, Präsident Hamid Karzai, bezahlen 9 Personen direkt in der Hauptstadt Kabul mit dem Leben, weitere 9 sterben bei einem ähnlichen Anschlag in der östlichen Stadt Khost, darunter fast ausschließlich Kinder. In beiden Fällen hatten sich Selbstmordattentäter in einer Menschenmenge in die Luft gesprengt. Es sind zwei von mittlerweile tausenden „suicide bombings“ in Afghanistan in den vergangenen Jahren.

Nach bisherigen Informationen seien neben den 9 getöteten Zivil-Bürgern auch 14 zum Teil schwer Verletzte alleine in Kabul zu beklagen. Der „suicide bomber“ hatte seine tödliche Ladung auf einem Motorrad sitzend gezündet. Augenzeugen berichten, die Explosion sei so unerwartet geschehen, dass kein Entkommen gewesen sei. Die Verantwortung für den furchtbaren Terroranschlag übernahmen die Terroristen innerhalb der Taliban. Sie sagten, man habe damit ein Zeichen gegen den Besuch des „U.S. defense chief“ in Afghanistan setzen wollen.

Hagel war in das seit Jahren nicht befriedete Wüstenland Afghanistan gereist, um wichtige letzte Schritte rund um den Abzug der U.S.-amerikanischen Soldaten abzuklären. Die “ U.S.-led coalition military forces“ sollen spätestens im Jahr 2014 aus Afghanistan nach derzeitigem Plan abgezogen sein.

Nach bisherigen Plänen sollen in Afghanistan aber auch nach dem offiziellen Abzug der NATO zwischen 8.000 und 12.000 Soldaten der internationalen NATO-Kriegstruppe stationiert bleiben. Sie sollen die örtlichen Streitkräfte unterstützen und für die Sicherheit in Afghanistan sorgen. Derzeit sind rund 100.000 NATO-Soldaten in Afghanistan im Einsatz, darunter 66.000 Amerikaner.

Insgesamt bezahlten rund 55 deutsche Bundeswehrsoldaten ihren Einsatz in Afghanistan mit dem Leben. Hinzu kommen einige hundert getötete US-Amerikaner.

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