China fünftgrößter Waffenexporteur der Welt / Deutschland weit vorn

Während der Westen sich in immer mehr Kriege involviert und der Steuerzahler dafür blecht, baut China seine Stellung als eine der wichtigsten Wirtschaftsmächte der Welt weiter aus. Jetzt wurde bekannt, dass China wohl den fünften Platz der wichtigsten Waffenexporteure erreicht hat („fifth largest exporter of major conventional arms worldwide“). Außerdem würden die Regierungen der Welt immer mehr für Waffen ausgeben. So seien die Ausgaben für Waffen („international transfers of major conventional weapons“) im Vergleich zum Zeitraum 2003 bis 2007 um 17 Prozent gestiegen. Das schreibt zumindest das Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI). Die größten Waffenhändler der Welt:

Fast jede zweite Waffe, die weltweit verkauft wird, stammt von Mitgliedern des westlichen Kriegsbündnisses NATO. Dabei sind die fünf wichtigsten Waffenexporteure: Die Vereinigten Staaten von Amerika (USA; 30 Prozent der globalen Waffenexporte), Russland (26 Prozent), Deutschland (7 Prozent), Frankreich (6 Prozent) und China (5 Prozent). Zum ersten Mal seit 1950 gehört Britannien (UK) nicht mehr zu den fünf größten Waffenexporteuren der Welt.

Dass China nun Britannien als eines der wichtigsten Waffenexport-Länder abgelöst hat, dürfte vor allem auch daran liegen, dass der Westen sich bei immer mehr Regierungen durch seine permanenten Kriegs-Einmischungen in den Krisenherden der Welt unbeliebt macht. So neigen immer mehr Regierungen dazu, Waffen von China oder Russland zu kaufen. So konnte das Reich der Mitte im Vierjahreszeitraum 2008 bis 2012 seine Waffenexporte im Vergleich zu 2003 bis 2007 um 162 Prozent steigern.

Nach Auskunft von Dr. Paul Holtom, dem Direktor des „SIPRI Arms Transfers Programme“, beruhten die Anstiege von Chinas Waffenexporten besonders auf Grund eines höheren Handelsvolumens mit Pakistan.

Doch gerade Pakistan ist seit der völkerrechtlich durch die USA illegal auf pakistanischen Hoheitsgebiet durchgeführten Killing-Aktion am Terror-Chef Osama bin Laden auf deutliche Distanz zu den Vereinigten Staaten von Amerika gegangen. Hinzu kommen unzählige „Zufallstötungen“ von pakistanischen Zivilisten und pakistanischen Soldaten durch Drohnenangriffe der NATO auf pakistanisch-afghanischem Grenzgebiet. Der Westen operiert hier nach offiziellen Angaben gegen islamische Terroristen der Taliban oder Al Qaeda, doch nimmt er dabei häufig keine große Rücksichtig auf pakistanische Bedürfnisse nach Unversehrtheit seiner Soldaten und Bürger. Der Höhepunkt des pakistanisch-amerikanischen Konfliktes war die Streichung von Abflug-Rechten für amerikanische NATO-Bomber und NATO-Drohnen von einem pakistanischen Militärflughafen im Jahr 2012.

Doch nicht nur Länder wie Pakistan kaufen bei anderen Ländern wie jenen im Westen ihre Waffen und steigern ihre Militärausgaben, sondern auch asiatische Länder gehören hier dazu – wie Südkorea Singapore oder auch Indien. Nahezu die Hälfte der Waffenimporte der Welt beruhen auf Käufen durch asiatische Ländern.

Immer öfters werden Spezialwaffen gekauft

Neben den „üblichen“ Waffen (Panzer, Granaten, Maschinengewehre, Helikopter etc.) gehören immer öfters Spezialwaffen zum Sortiment der Regierungen – wie Langstrecken-Raketen oder Drohnen („long-range strike und support systems“). Dass die westliche Hegemonialmacht-Tendenz auch Länder wie Indien immer stärker dazu bringt, sich militärisch zu positionieren, zeigt sich auch daran, dass Indien nach Angaben von SPIRI beispielsweise im Jahr 2012 von Russland erstmals ein Atom-U-Boot („nuclear-powered submarine“) in Russland geordert hatte. Absolut neu ist auch die Tendenz von China, sich erstmals wieder auf dem Gebiet der Marine stärker zu engagieren. So orderte die Zentralregierung in Peking erstmals einen militärischen Flugzeugträger („aircraft carrier“) mit dem Namen „Liaoning“.

Dass die Eurokrise in der Europäischen Union und die damit verbundenen fiskalischen Sparpakete sich auch auf die Militärausgaben auswirken, lässt sich daran ablesen, dass die Militärausgaben der europäischen Nationen im Vierjahresvergleich um durchschnittlich 20 Prozent gefallen sind. Das sollte aber über die Kriegsfreudigkeit des Westens nicht hinwegtäuschen (Mali, Libyen, Pakistan, Afghanistan, Irak, Sudan, Syrien etc.).

Nach Angaben des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) seien auch die Waffenexporte von Russland an die befreundete syrische Regierung in den vergangenen vier Jahren deutlich gestiegen – und zwar um 71 Prozent. Was SPIRI jedoch als Angabe unterschlägt ist, dass die Aufrüstung der syrischen islamische Terrorbanden durch westliche Regierungen – sowohl finanziell, wie logistisch, wahrscheinlich auch mit Waffen – ebenfalls drastisch an Fahrt zugenommen hat – wahrscheinlich deutlich über 70 Prozent.

Insgesamt sieben Prozent der Waffenimporte der Welt gehen mittlerweile auf arabische Staaten, errechnete SPIRI aus. Besonders beliebt seien neben Panzern (zum Beispiel aus Deutschland) auch Patriot PAC-3 Raketen oder das Raketenabwehrsystem „Terminal High Altitude Area Defense (THAAD)“, welches die USA verkaufen.

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