Demonstrationen in Bahrain

Im kleinen arabischen Land Bahrain ist es erneut zu Protesten von angeblich einigen hundert Personen gekommen, berichtet die Tageszeitung Golfnews (v. 31. März 2013, S. A13). Es heißt, die Sicherheitskräfte der Regierung habe Tränengas und sogenannte „sound bombs“ eingesetzt, um die demonstrierenden Personen – darunter auch traditionelle islamische Frauen mit schwarzer Kopfbedeckung – zu verjagen.

Die Protestler erwarten von der Regierung Bahrain, dass sie ihre nicht-demokratische Regierungsform – wie sie allerdings auch in allen anderen arabischen Staaten – darunter Dubai, Abu Dhabi oder Saudi-Arabien – üblich ist, aufgibt. Die Nachrichtenagentur AFP zitiert Shaikh Ali Salman mit den Worten, wonach man eine friedliche Reform der bestehenden staatlichen Strukturen wünsche, an deren Ende eine konstitutionelle Monarchie (nach britischem Vorbild) stehen solle.

Wie viele Personen in Bahrain tatsächlich demonstriert haben, ist nicht klar. Einige behaupten, es habe sich um einige hundert Personen gehandelt. Angeblich sei es auch zu Verhaftungen gekommen und zu Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften. Besonders aufgewühlt seien die Demonstranten an einem schiitisch dominierten Ort in der Nähe von Manama gewesen.

Eine zentrale Forderung der Demonstranten – die allerdings bislang nicht behaupten kann, für eine Mehrheit zu sprechen – ist es, dass auch in Bahrein eine demokratisch gewählte Regierung etabliert wird. Besonders ärgert die Demonstranten, dass die regierende Herrscherfamilie von Bahrein, die Khalifa monarchy, nahezu die Hälfte aller „ministerial posts“ – also Regierungs- und Behördenposten – inne habe. Seit 1971 ist Shaikh Khalifa Bin Salman Al Khalifa Premierminister von Bahrain. Der Premierminister von Bahrain Shaikh Khalifa Bin Salman Al Khalifa ist der Onkel des jetzigen Königs Hamad Bin Eisa Al Khalifa.

2 Replies to “Demonstrationen in Bahrain”

  1. Der Premierminister von Bahrain Shaikh Khalifa Bin Salman Al Khalifa ist der ONKEL des jetzigen Königs Hamad Bin Eisa Al Khalifa und nicht umgekehrt. In den in Dubai in englischer Sprache erscheinenden Gulf News, aus denen Sie zitieren ist das richtig dargestellt nur haben Sie falsch übersetzt!

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