Ägyptens neuer Regierungschef Beblawi startet Regierungsbildung

Der neue designierte Ministerpräsident von Ägypten, der Sozialdemokrat Dr. Hazem El-Beblawi, teilte Dienstagabend mit, er wolle bereits am Mittwoch als Übergangs-Ministerpräsident mit ersten Konsultationen beginnen, um eine neue Regierung für Ägypten zu bilden. Die Verhandlungen zur Regierungsbildung sollten am Sitz des Präsidenten in Heliopolis stattfinden:

Beblawi lässt sich bislang allerdings mit den Worten zitieren, wonach er nicht konkret sagen könne, wann er mit den Verhandlungen zur Bildung einer neuen Regierung in Ägypten abgeschlossen habe.

In einem ersten Telefon-Interview mit dem britischen Rundfunksender BBC teilte Hazem El-Beblawi mit, er wolle wohl als erstes einen Minister der Verteidigung sowie einen Minister mit den Ressorts Inneres, Militärproduktion und zivilen Luftfahrt berufen sowie einen neuen Tourismus-Minister finden. Sobald er hier weiter gekommen sei, so El-Beblawi, wolle er dem ägyptischen Präsidenten Adli Mansour einen Zwischenbericht vorlegen und zwar bis Anfang nächster Woche.

Bislang wird das Machtvakuum in Ägypten von diversen Splittergruppen ausgenutzt, welche das Land in weitere nicht stabile Zustände versetzen. Besonders gefährlich ist die Sinai-Halbinsel und hier die Grenze zum Erzfeind Israel. Hier kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Ägyptern.

Nun teilten am Dienstag die israelischen Streitkräfte mit, sie hätten die Überreste einer Rakete aus Ägypten gefunden, welche seit dem Sturz des islamischen Regierungschefs Dr. Mohammed Mursi von Ägypten erstmals wieder nach Israel gefeuert worden sei. Dem Bericht der Israelis folgend habe man angeblich gleich mehrere Explosionen in der südlichen Stadt Eilat gehört, doch gefunden wurde bislang nur eine Rakete.

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