Kalter Krieg USA: 1961 drohte Atombomben-Inferno nach Flugzeugunglück

Ein US Bomber hat vor über 50 Jahren, 1961 – und zwar auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges-, über dem US-Bundesstaat North Carolina zwei Atombomben verloren. Das wurde jetzt bekannt. Der Journalist Eric Schlosser berichtet in seinem Buch „Command and Control“, über die drohende Atombomben-Katastrophe, die in den USA Millionen Tote hätte kosten können.

Die Atombomben, konkret handelte es sich um Wasserstoffbomben, hatten die 260-fache Zerstörungsgewalt jener, die die Amerikaner 1945 über Hiroshima und Nagasaki kriegsverbrecherisch abgeworfen hatten.

Ursache für die Beinahe-Nuklearkatastrophe war, dass ein Militärflugzeug – ein B-52 Bomber – der US-Regierung während eines Überlandfluges auseinanderbrach und gleich zwei Atombomben auf die Erde regnen ließ.

Passiert ist der Atomunfall mit Atombomben im Jahr 1961 kurz nach der Amtseinführung von US-Präsident John F Kennedy. Betroffen war das Städtchen Goldsboro in North Carolina.

Die Zündung der Atombomben konnte nur durch den Umstand verhindert werden, dass es zu wenig Energie gab, welche die Atombomben zum Zünden gebracht hätte. Insgesamt drei von vier Sicherheitsvorkehrungen waren im Zuge des Flugzeugunglücks ausgefallen. Die beinahe Atomkatastrophe ist aber nur eine von hunderten, die in den USA seit 1945 drohten. Das räumte das Militär mittlerweile ein. So sagte der Enthüllungsjournalist Schlosser, wonach die US-Regierung zwischen 1950 und 1968 gut 700 ‚bedeutende‘ Unfälle und Zwischenfälle dokumentiert habe. Insgesamt seien in diese Atomzwischenfälle gut 1250 Atomwaffen verwickelt gewesen.

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