NSA-Skandal: Pulitzer Preis für Guardian und Washington Post wegen Edward Snowden-Enthüllung

Die britische Tageszeitung Guardian erhält gemeinsam mit der amerikanischen Washington Post den weltbekannten und wichtigen Journalistenpreis, den Pulitzer Preis. Als Grund gab die Jury an, man würdige damit die umfangreichen und mutigen Veröffentlichungen rund um die aus europäischer Sicht kriminellen Hacker-Aktivitäten der amerikanischen Stasibehörde NSA.

Die NSA-Affäre war von dem ehemaligen amerikanischen Geheimdienst-Mitarbeiter Edward Snowden aufgedeckt worden. Er lebt mittlerweile in Russland im Asyl. Zuvor war ihm von der Europäischen Union als auch von Deutschland Asyl-Schutz auf Grund von politischer Verfolgung versagt geblieben.

Sowohl der Guardian als auch die Washington Post waren nach den NSA-Veröffentlichungen von den Landesregierungen massiv unter Druck gesetzt worden. So hatte beispielsweise die britische Regierung unter Führung des konservativen Premierministers David Cameron Hunderte Festplatten des Guardian zertrümmert und der Zeitung sogar mit Schließung gedroht.

Das Komitee des Pulitzer Preis begründet die Vergabe des renommierten Journalistenpreises an den Guardian und die Washington Post mit dem folgenden Statement: „Die Offenbarung der weit verbreiteten heimlichen Überwachung durch die National Security Agency, verbunden mit maßgeblichen und aufschlussreiche Berichten, haben der Öffentlichkeit geholfen, zu verstehen, was dort passiert. Zudem wurde das Thema in den Kontext der nationalen Sicherheitsdebatte gestellt.“

Während die Journalisten Glenn Greenwald und Ewen MacAskill im Guardian die NSA-Affäre ins Rollen gebracht hatten, schrieb Barton Gellman für die Washington Post zahlreiche NSA-Hintergrundberichte. Die Filmemacherin Laura Poitras arbeitete sowohl für die britische Tageszeitung Guardian als auch für die Washington Post.

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