Isis Verbrecher: IS köpft junge Männer auf Straßen / Nouri al-Maliki nominiert

Die Isis Dschihadisten (auch: IS für „Islamischer Staat“; beziehungsweise Isil) gehören zu den größten Verbrechern, welche derzeit auf der Welt ihr Unwesen treiben: Tausende dieser schwer bewaffneten gut organisierten gnadenlosen Terror-Kämpfer, erschießen massenhaft junge Männer öffentlich in Städten. Sie köpfen im Irak die jungen Männer mitten in Städten und lassen diese in den Straßen öffentlich liegen. Dass Kinder zuschauen, interessiert sie nicht (Video am Textende). Die auch als Isil bekannten Verbrecher-Armeen der radikalen Islamisten werden von reichen Vertretern, die ihr militärisches Handwerk offensichtlich im Westen gelernt haben, zur größten Herausforderung für Vertreter einer zivilisierten und humanen Welt im Jahr 2014.

Ein völlig neues Phänomen ist die große professionelle Organisation der Isis: Alle Isis-Verbrecher treten nahezu in identischen Kleidern auf: schwarze Maskenmützen, schwarze Handschuhe, schwarze Schuhe, schwarze Hosen und Schusswesten. Nehmen sie eine Kommune im Irak ins Visier, treten sie zu Dutzenden oder Hunderten auf. Meist mit Sturmgewehren auf Pick-up Geländewage ausgestattet und mit Baggern im Schlepptau, die mögliche Betonsperren vor Häusern und Straßen einreißen:

Das alles deutet darauf hin: Hier sind im Hintergrund sehr reiche Interessen-Gruppen aktiv, die sich den Sturz des zarten demokratischen Pflänzchens im Irak auf die Fahnen geschrieben haben. Es sind nicht irgendwelche Stammeskämpfer. Sie legen in ihren Mord-Überfällen auf ganze Städte eine geradezu westliche staatliche militärische Disziplin an den Tag und geben sich auch äußerlich westlich. Das ist neu und steht geradezu grotesk zum vermeintlichen Ziel, einen traditionell islamischen Staat zu bilden, der in einer radikalen Weise ja eigentlich alles Westliche ablehnen solle.

Ihr Aussehen gleicht dem von westlichen Polizisten. Nichts mehr von Taliban-Gewändern oder Rauschebärten. Die Strippenzieher sind – das ist offensichtlich – Personen, die im Westen ihr Handwerk gelernt haben, möglicherweise sogar einstmals in britischen oder amerikanischen Kasernen. So ist bekannt, dass vor allem die USA Personen aus vermeintlich verbündeten Staaten auch in amerikanischen Militär-Einrichtungen und Universitäten ausbilden.

Die Frauen sind die treibende Kraft des Aufbaus einer Opposition gegen die Isis-Verbrecher

Dramatisch sehen wir aber auch das Bild der Frau, die vor wenigen Tagen unter Tränen im irakischen Parlament den dämlich drein schauenden irakischen Parlamentariern ins Gesicht schrie: „Isis versklavt unsere Frauen. Sie morden und brandschatzen gegen unsere Männer. Helft uns!“. Doch einer denkt nicht dran, zu helfen – Nouri al-Maliki, der geschäftsführende Ministerpräsident des Irak. Er verjagte mit Hilfe der Amerikaner die einstmals unter Saddam Hussein regierenden Sunniten von allen Schalthebeln des Staates. Das fällt ihm nun auf die Füße.

Diesen Fehler versuchen die USA nun in letzter Sekunde mit einer kompletten politischen Kehrtwende noch zu korrigieren: So erklärte US-Präsident Barack Obama, wonach die Vereinigten Staaten die direkte Entfernung von Nouri al-Maliki als derzeitigen geschäftsführende Ministerpräsident von Irak forderten. Gleichzeitig unterstützten die USA einen anderen Mann als künftigen irakischen Ministerpräsidenten: Den stellvertretenden Sprecher des Parlaments, Haider al-Ibadi.

Für diese Entscheidung hatte sich Obama extra eine kurze Auszeit von seinem Urlaub Nähe Long Island, auf der schon bei John F. Kennedy beliebten kleinen Ferieninsel Marthas Vineyard in Massachusetts, genommen. Mit der jetzigen Nominierung von al-Ibadi habe das irakische Parlament einen wichtigen Schritt in die richtige politische Richtung gemacht, erklärte er. Es sei ein „vielversprechender Schritt vorwärts“ zur Beendigung des politischen Feilschen in Bagdad. Die bisherige zögerliche Haltung der irakischen Regierung habe dazu beigetragen, dass sich der Irak den massiven Angriffen der Isis im Norden und Westen des Iraks ausgesetzt sehe.

Bereits seit Tagen führen die US-Militärs im Irak derzeit immer noch als „begrenzte Luftschläge“ bezeichnete Angriffe gegen die Isis-Verbrecher durch. In anglikanischen Ländern sind diese islamischen Mörderbanden auch als Isil bekannt. Isil steht für „Islamic State of Iraq and the Levant“.

Am Wochenende hatten auch in Deutschland über 5000 religiöse von der Isis verfolgte irakische Minderheiten gegen die Isis-Verbrecher demonstriert. Neben den Christen und Kurden gehören auch die Jesiden zu den von den Isis-Verbrechern verfolgten Volksgruppen im Irak.

Deutschland liefert keine Waffen in Krisengebiete / Kauder: USA in der Pflicht

Dabei ist Beobachtern klar: Wir haben es mit einem Genozid, einem brutalsten Völkermord im Irak durch Isis zu tun. Dabei ist Isis noch brutaler als das, was man von den Taliban in Afghanistan kannte. Bislang zeigte al-Maliki weder eine Tendenz sich schützend vor religiöse Minderheiten im Irak zu stellen, noch eine Regierung zu schaffen, in dem ein breiteres Spektrum von Stammesführern, vor allem auch der einstigen regierenden Sunniten eingebunden ist. Die Sunniten sind die größte islamische Volksgruppe, welche auch in Saudi-Arabien dominierend ist. Sie waren einst unter Saddam Hussein im Irak an der Macht.

Barack Obama erklärte denn auch: „Ich fordere den nun nominierten neuen irakischen Ministerpräsidenten auf, so schnell wie möglich ein neues Kabinett zu bilden, eines, welches alle Iraker repräsentiert und für alle Iraker da ist“. Sowohl er, Obama, als auch sein Vizepräsident Joe Biden, hätten bereits direkt mit „Herrn al-Ibadi gesprochen“.

Im Morgenmagazin von ARD und ZDF erklärte derweil Volker Kauder, welcher seit dem 21. November 2005 Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im deutschen Bundestag ist: er lehne nach wie vor eine Waffenlieferung durch Deutschland an den Irak, beziehungsweise die Kurden ab.

Eine Waffenlieferung durch die deutsche Bundesregierung an den Irak sei lediglich erlaubt, wenn es ganz besondere Interessen Deutschlands betreffe. Doch dies sehe man im Irak nicht. In der Pflicht sehe er eindeutig die USA. Was Kauder vermied auszusprechen: Es waren die USA, die 2003 durch den Sturz des brutalen irakischen Diktators Saddam Husseins und seine spätere öffentlichkeitswirksame etwas dubiose Hinrichtung den Irak ins Chaos gestürzt haben.

Waffenlieferungen an scheinbare Verbündete: Das ging schon öfters nach hinten los

Dabei ist bekannt: Waffenlieferungen an heutige vermeintliche Verbündete – das ging in den vergangenen 30 Jahren oftmals gründlich daneben. So dachten die USA einstmals, man könne beispielsweise die Taliban zu Verbündeten machen, später glaubte man die seit Jahren terroristisch agierende syrische „Freie syrische Armee“ könne man durch hunderte Millionen US-Dollar und Waffenlieferungen als starke Opposition gegen Syriens autoritär regierenden Präsidenten Bashar al-Assad aufbauen. Heute ist die FSA ein Sammelbecken für Al Quaida und Isis-Verbrecher.

Dennoch scheint in der jetzigen Situation eine Aufrüstung der Kurden die einzig richtige Option zu sein: Kurden gelten im Irak als zivilisiert und lebten bislang in ihren irakischen Gebieten wohlhabend. Zu den Lieblingsbeschäftigungen wohlhabender irakischer Kurden gehören auch regelmäßige Besuche in westlichen Städten wie Berlin. Sie steigen gerne in Hotels wie dem Berliner Adlon ab und genießen die westliche Atmosphäre – all das, was den Isis-Verbrechern suspekt ist.

Barack Obama erklärte in seiner jetzigen kurzen Regierungserklärung, zu welcher keine Fragen von Journalisten erlaubt waren, wonach er „vor allem dem Vereinigten Königreich Großbritannien sowie Frankreich“ für deren bisherige Unterstützung im Irak“ danken wolle. Auch wolle man künftig durch US-Luftangriffe die kurdischen Streitkräfte im Norden des Irak unterstützten und habe das bislang bereits erfolgreich gemacht.

US-Außenminister Kerry: „Ungeduldige Warnung an Herrn al-Maliki“

Zuvor hatte der US-Außenminister, John Kerry, eine „ungeduldige Warnung an Herrn al-Maliki“ ausgesprochen. Es sei falsch, so Kerry, wenn dieser versuche, die politischen Spannungen auszusitzen, um trotzig an seiner Macht als Präsident festzuhalten versuche. Es sei nun dringend geboten eine neue Regierungsbildung im Irak voranzutreiben. Dies solle zur Aufrechterhaltung der Stabilität und Ruhe im Irak beitragen. Weiter erklärte Kerry der irakischen Bevölkerung: „Eine Sache, die alle Iraker müssen wissen, ist, dass es wenig internationale Unterstützung jeglicher Art für alles gibt, was von den legitimen Prozessen der Verfassung abweicht“.

Derweil liefern nach vor die amerikanische Armee sowie die britische Armee Rettungspakete mit Lebensmitteln durch Flugzeug-Abwürfe an Tausende Flüchtlinge auf dem Sinjar Mountain. Dorthin sind viele Menschen, darunter Angehörige der Yazidis geflüchtet – darunter Tausende Frauen und Kinder sowie junge und alte Männer.

In einem Rettungsflug, an welchem auch Ivan Watson, Senior International Korrespondent von CNN, teilnahm, wurden die TV-Zuschauer Zeuge, wie die US-Armee versuchte wenigstens ein Dutzend irakischer Frauen, Kinder und Männer zu retten. Im Helikopter wurden sie aus dem Krisengebiet geflogen. Eine kleine humanitäre Geste mit großer symbolischer Wirkung.
Dabei ist schon heute klar: Die Frauen sind die treibende Kraft der Opposition und des Aufrufs zum Wiederstand gegen die Isis-Verbrecher:

Youtube-Video anschauen zu ermordeten irakischen Soldaten durch ISIL-Verbrecher:

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