Sachsen Wahl: FDP Sachsen versinkt (endlich) im Orkus / Sven Morlok war Wirtschaftsminister

Kommentar – Die angebliche Katerstimmung in Sachsens CDU auf Grund des Verschwindens des Koalitionspartners FDP aus dem Landtag Sachsen ist letztlich verlogen. Grund: Die FDP in Sachsen ist eine Partei, die zuletzt an Dilettantismus im Mittelmaß nicht mehr zu überbieten war. Es fängt beim bald ehemaligen Wirtschaftsminister Sachsens, Sven Morlok, an und hört in der ehemaligen Stadtratsfraktion der FDP im Rathaus Leipzig auf:

Egal wo man sich in Sachsen umhört – ob unter Studenten oder in der Wirtschaft: Niemand vermisst die FDP Sachsen. Im Gegenteil. „Wir wollten von Sven Morlok einmal ein Grußwort für ein wichtiges Firmenjubiläum und das wurde abgelehnt“, sagte beispielsweise ein Vertreter eines sächsischen Arbeitgebers mit mehreren Hundert Mitarbeitern. Zwei Monate später habe es eine Razzia in dem Unternehmen gegeben. Trennung von Politik und Justiz in Sachsen? Viele haben da ihre Zweifel – auch bald 25 Jahren nach dem Ende der DDR.

Ähnliche Geschichten hört man aus der ehemaligen Stadtratsfraktion der FDP im Rathaus Leipzig: „Mir wurde dort einmal eine Stunde vor einer Verabredung kurzfristig ohne Angabe von Gründen ein Gesprächstermin durch den Stadtratsfraktions-Chef der FDP wieder abgesagt mit dem Hinweis, man sei nur bereit mit dem Inhaber des Unternehmens zu sprechen“, hört man ebenfalls von einer Führungskraft aus einem größeren Unternehmen in Leipzig. Eigentlich hätte sich das Unternehmen in der Stadtratsfraktion der FDP im Rathaus Leipzig einmal vorstellen wollen. Der Termin hatte wochenlang gestanden:

Solche oder ähnliche Geschichten sind in ganz Sachsen faktisch auf allen Ebenen zu vernehmen. „Die Wirtschaftspartei FDP ist genauso eine Mär wie die angebliche Wirtschaftspartei CDU“, sagt ein Vertreter eines großen sächsischen Unternehmens. „Denen sind Arbeitsplätze egal“. Die einzigen Parteien, die sich in Sachsen wirklich um Arbeitsplätze und die Erhaltung dieser einsetzten, seien die Linken Sachsen oder die SPD Sachsen.

Insofern: Von Katerstimmung nach der Landtagswahl Sachsen ist zumindest in Sachsens Wirtschaft nichts zu spüren. Im Gegenteil: „Endlich ist die FDP Sachsen draußen aus dem Landtag Sachsen“ hört man überall. Größere Hoffnungen setzen nun viele auf die AfD Sachsen („Alternative für Deutschland“) unter Führung von Frauke Petry sowie auf die Linken Sachsen oder die SPD Sachsen unter ihrem erfolgreichen Chef Martin Dulig.

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