Germanwings Massenmörder Lubitz: Vater von Opfer Paul Bramley äußert sich

Bild: Germanwings

Für die einen ist es ein Unglück, für die anderen eine Tragödie oder ein Flugzeugabsturz. Doch für viele Angehörige oder Freunde der Opfer war es Mord, Massenmord:

Der Absturz der Germanwings Maschine im März 2015 in den französischen Alpen mit 149 Opfern. Als Täter steht im Fokus der Co-Pilot der Germanwings, der Deutsche Andreas Lubitz, 27. Auch er kam bei dem Flugzeugabsturz ums Leben. Kommt in dem anstehenden Gerichtsverfahren ebenfalls der Richter zum Urteil, dass es Mord, Massenmord war, würde das bedeuten: Andreas Lubitz wäre ein Terrorpilot, der schlimmste deutsche Massenmörder nach WWII.

Einer von den 149 Opfern des Germanwings Flugzeugs war der junge Brite Paul Bramley, 28. Jetzt äußerte sich sein Vater, Philip Bramley. Anlass sind neue Erkenntnisse der französischen Ermittler, wonach Andreas Lubitz in den vergangenen Jahren 41 Ärzte aufgesucht habe. Lubitz Wunsch war, dass man ihm bei seinen psychischen Problemen helfen möge. Neben einer Psychose soll Andreas Lubitz auch Sorge gehabt haben, er könne erblinden.

Doch nach deutschen Recht, der Verschwiegenheitspflicht von medizinischen Personal, hat keiner der beteiligten Ärzte seinen Arbeitgeber, also die Germanwings oder die Lufthansa Group, über die psychischen Probleme von Andreas Lubitz informiert. Nicht klar ist aber, ob Lubitz gegenüber den Ärzten deutlich machte, was er vorhatte und in welchem Ausmaß er eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellte.

Jedenfalls sagte nun der Vater des Germanwings Opfers Paul Bramley, Philip Bramley: „Als Familie sind wir immer noch versucht, den Verlust von Paul zu verarbeiten, aber wir vermissen ihn jeden Tag und schätzen auch die täglichen Updates der Ermittlungsverfahren.“

Weiter erklärte er: „Für uns steht ganz außer Zweifel, dass er den Absturz vorsätzlich herbeigeführt hat und das auch bis ins kleinste Detail geplant hat. Ich war schockiert zu hören, dass Andreas Lubitz bei 41 Ärzten war und man die Gelegenheit nicht nutzte.“

Zudem führte Vater Philip Bramley aus: „Unsere einzige Hoffnung ist, dass etwas getan wird, um zu verhindern, dass andere Familien das durchmachen müssen, was wir durchmachen müssen. Es muss alles getan werden, um sicherzustellen, dass jeder, der ein Flugzeug fliegen darf, fit ist.“

Sohn Paul Bramley hatte in der Schweiz Hotel-Management am Ritz College in Luzern studiert und war im Begriff am 1. April ein Praktikum zu beginnen, also kurz nach dem Absturz am 24. März 2015.

Die anderen Briten, welche auf dem Barcelona-Düsseldorf Flug getötet worden waren, seien, schreibt die britische Tageszeitung The Mirror: Martyn Matthews, 50, ein leitender Qualitätsmanager aus Wolverhampton und Julian Pracz-Bandres, ein Baby im Alter von sieben Monaten aus Manchester, welches an der Seite seiner Mutter, Marina Bandres Lopez-Belio, 37, gestorben ist.

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