Belegt: Isis sprengte in Syrien 2000 Jahre alte Tempel von Palmyra

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Jetzt ist es gewiss: Die auch von den USA im Rahmen des syrischen Clan-Krieges mit Waffen und Geld hochgerüsteten Anhänger des IS („Islamischer Staat“) haben Teile des Unesco-Weltkulturerbes in Syrien von Römern vor gut 2000 Jahren erbauten antiken Tempel von Palmyra – gesprengt. Das belegen, sagte die UNO, Satellitenbilder.

Die Tempelanlage von Palmyra ist auch bekannt als ‏ تدمر (arabisch) , beziehungsweise Tadmuriyah, Tadmor oder Tadmur. IS ist gegenüber anderen Religionen und Lebensgewohnheiten intolerant und versucht seine Ziele durch Terror und Massenmord – vornehmlich an Männern – in der arabischen Welt durchzusetzen. In der syrischen Wüstenstadt Palmyra leben heute nach Schätzungen einige Tausend Menschen, die sich nun dem Terrorregime der IS gegenübersehen.

Besonders betroffen von der Zerstörung wichtiger Bestandteil der antiken römischen Stadt Palmyra ist der weltberühmten Baal-Tempel. „Wir können die Zerstörung des Hauptgebäudes des Baal-Tempels sowie einer Säulenreihe in der unmittelbaren Nachbarschaft bestätigen“. Mit dieser traurigen Mitteilung ging am Montag das Forschungs- und Ausbildungsinstitut der Vereinten Nationen (UNITAR) an die Weltöffentlichkeit. Schon einmal hatten ehemalige Verbündete der Amerikaner – die Taliban in Afghanistan – antike Nachlässe der Vorvorderen zerstört. So hatten die Taliban über 1000 Jahre alte riesige in Fels gehauene Bhudda-Statuen gesprengt.

Diese Sprengung war der offizielle Beginn des Einmarsches der USA im Verbund mit Truppenteilen des westlichen Kriegsbündnisses, der NATO. Im Afghanistan-Krieg waren auch 55 deutsche Soldaten erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder in „robuste“ Kriegshandlungen involviert. Zahlreiche junge Deutsche hatten für diesen Afghanistan-Einmarsch mit ihrem Leben bezahlt. Weitere Dutzende deutsche Soldaten sollen angeblich zum Teil schwerst behindert aus dem afghanischen Krieg zurückgekommen sein und werden wohl lebenslang unter ihren Kriegs-Verletzungen leiden.

Die Zerstörung weiter Teile des Baal-Tempels in der antiken Wüstenstadt Palmyra in Syrien hatten bereits vor Tagen in Großbritannien lebende syrische Aktivisten, die sich selbst als „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ nennen, gemeldeten. In einer Mitteilung erklärten sie, wonach man von heftigen Explosionen in der Region erfahren habe. Dies habe darauf hingedeutet, dass sich die Isis nun an die Zerstörung uralter kultureller Relikte der Menschheit in Syrien mache.

Bereits in der Nacht zum Montag hatte zudem die Jihadisten-Gruppe Islamischer Staat (IS) die teilweise Zerstörung des größten Tempels von Palmyra bestätigt – des antiken Tempels von Baalshamin. Der Tempel stand gut 2000 Jahre als Widmung an den babylonischen Gott Baal.

Der Chef der staatlichen syrischen Antiquitätenbehörde, Maamun Abdelkarim, berichtete ebenso von Explosion in Palmyra. Einen seiner Vor-Amtsinhaber hatten Anhänger des IS vor wenigen Wochen öffentlich geköpft.

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