Nato-Angriffe auf Libyen verhindern Frieden

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Im NATO-Krieg gegen Libyen schaltet sich einmal mehr der südafrikanische Staatschef Jacob Zuma  ein. Mit dem Ziel eines Waffenstillstands ist Zuma heute in Libyens Hauptstadt Tripolis eingetroffen, um sich dort mit dem Staatschef Muammar el Gaddafi zu treffen. In dem Gespräch zwischen den beiden soll nach Medienberichten über eine politische Lösung des Libyen-Konflikts verhandelt werden. Zuma kritisiert die NATO-Angriffe, welche durch die UNO veranlasst wurden, stark.

Die NATO hat während  des Libyschen Bürgerkriegs bereits Tausende Bomben auf Libyen geworfen und ist dabei, die Infrastruktur des Landes zu zerstören. Viele meinen, das Motiv des Westens hierfür liege vor allem in den großen Ölreserven des Landes, die der Westen unter seine Kontrolle bringen wolle.

Nach Zumas Ansicht behindern die andauernden Nato-Luftbombardements, die Vermittlungsbemühungen. Nach Expertenmeinungen seien durch die NATO-Kriegsaktionen bereits 20.000 Zivilisten ums Leben gekommen. Einige, wie der ehemalige französische Außenminister Roland Dumas, sprechen gar von NATO-Morden in einem souveränen Staat wie Libyen. Aus diesem Grunde möchte Dumas den derzeitigen stark umstrittenen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy verklagen.  Außerdem sagte er, sollte Gaddafi tatsächlich, wie vom Internationalen Strafgerichtshof geplant, dort verklagt werden, würde er, Dumas, die Verteidigung Gaddafis übernehmen.

Kritisch bis ablehnend steht auch die Afrikanische Union (AU) den NATO-Bomben auf Libyen gegenüber. Das verhindere einen Frieden. Zudem sei es völkerrechtlich in dieser Form nicht gedeckt.  Derweil bombt die NATO weiter und befindet sich dabei in einem ähnlichen Krieg wie in Afghanistan.  Verärgert ist die Afrikanische Union auch, da sie erst die NATO um „Erlaubnis“ fragen musste, ob sie überhaupt nach Libyen reisen dürfe. Das sei ein Angriff auf die afrikanische Souveränität, so die AU.

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