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Donnerstag, 23. Januar 2020

Briten geht das Geld aus

flugzeugtraeger-kriegsberichterstattung

Millionen junger Briten verfügen über keine Jobs, kein Geld, wenig Hoffnung. Doch das hindert die britische Regierung nicht, an immer mehr Kriegsherden weltweit aktiv zu sein und von der Auferstehung des Groß-Britischen Reiches zu träumen: Irak, Afghanistan oder jetzt Libyen. Das kostet Milliarden. Jetzt sagte der britische Admiral Mark Stanhope, der Einsatz in Libyen werde zunehmend zur Belastung für die NATO-Kriegsallianz. Grund: Die Finanzen gingen aus.

Stanhope, ein ausgezeichneter und angesehener Militär-Stratege, appellierte deshalb an die Londoner Regierung, noch mehr Finanz-Mittel für den Kriegs-Einsatz in Libyen zu bewilligen. Der Admiral sieht ansonsten die NATO-Kriegs-Streitkräfte der Briten in drei Monaten nicht mehr in der Lage, die dortigen Bomben-Operationen fortzusetzen.

Derzeit zerstört die NATO mit nicht offensiver Unterstützung Deutschlands die Infrastrukturen in Libyen: Straßen, Brücken zum Beispiel. Mit dem eigentlichen Auftrag, eine Flugverbotszone in Libyen zum Schutze der Zivilisten und Gaddafi-Gegner einzuführen, hat das nichts mehr zu tun. Admiral Mark Stanhope sagte vor Journalisten in London: „Es läuft nicht gut“. Die britische Regierung spart derzeit massiv an den Militärausgaben und baut den gesamten Militär-Apparat um. Gestrichen wurden unter anderem ein Flugzeugträger und die neuesten Senkrechtstarter des Typs Harrier.

Nach Expertenschätzungen haben die mehr als 10.000 Nato-Flüge über Libyen mit angenommenen über 20.000 abgeworfenen Bomben bereits Hunderten von Gaddafi-Soldaten, darunter zahlreiche unter 25 Jahre, das Leben gekostet. Hinzu kämen nach Schätzungen weitere gut 10.000 Zivilisten. Offizielle Bestätigungen für diese Zahlen gibt es jedoch nicht.

Kritik an U.S.-Präsident Obama wächst

Kritik wächst auch an U.S.-Präsident Barack Obama, der bislang, statt weniger Krieg weltweit zu führen – wie er einst versprochen hatte – die U.S.-Kriegsgebiete sogar ausgedehnt hat. Das U.S.-Repräsentantenhaus übt denn auch zunehmend Kritik an Obama, den seine Gegner gerne die lächelnde Guillotine nennen. Grund: Ein fast 40 Jahre altes Gesetz hätte Obama gezwungen, Kriegseinsätze, die länger als 60 Tage dauern, im Kapitol absegnen zu lassen.

Doch Obama sieht keinen Grund, weshalb er das tun sollte. Doch: Schon ist aus dem Repräsentantenhaus zu hören, man werde künftig keine Gelder mehr für den Libyen-Einsatz der Regierung genehmigen.

Westerwelle verletzt libysche Souveränität im Regierungsjet

Derweil verletzte der deutsche Außenminister Guido Westerwelle (FDP) nach Ansicht der libyschen Regierung die Landes-Souveränität, indem er ohne Landeerlaubnis in die Luft-Hoheitsgebiete Libyens eindrang und im Osten Libyens mit seinem deutschen Regierungsjet landete. Dort verkündete er großspurig, für Deutschland seien die libyschen Rebellen die einzige legitime Vertretung Libyens.



Kommentare (2)


Makaela 13. September 2011 um 22:43

There are no words to describe how bodaciuos this is.

Antworten

Andre 8. Juli 2011 um 18:04

J’aime vraiment votre article. J’ai essaye de trouver de nombreux en ligne et trouver le v?tre pour être la meilleure de toutes. Mon francais n’est pas tres bon, je suis de l’Allemagne.

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