Skip to main content
Montag, 25. März 2019

Philipp Mißfelder-Bruder tot: Wie viel Leid können Eltern aushalten?

Philipp Mißfelder galt als Star in der CDU. Vor knapp zwei Jahren verstarb er. Nun wurde auch sein Burder tot aufgefunden. Beide wurden nur 35. (Bild: Twitter)

Genau am 13. Juli 2015 starb völlig überraschend an einer Lungenembolie der außenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Philipp Mißfelder. Fünf Monate zuvor soll er im privaten Haus auf der Treppe gestürzt sein, was ursächlich für die spätere Embolie sein könnte, aber nicht muss. Er war nur 35 Jahre alt geworden. Nun, keine zwei Jahre später, fand man auch den Bruder von Philipp Mißfelder tot. Ebenfalls mit 35 Jahren gestorben.

Da fragt man sich selbst bedrückt: Wie viel Leid können Eltern, Verwandte, Freunde aushalten? So viele Schicksalsschläge, das ist klar, kann niemand aushalten. Die Trauerarbeit wird für die Eltern ein Leben lang andauern, wohl auch für viele andere Verwandte oder Freunde.

Eltern möchten mehrere Kinder, nicht nur, um dem Sohn oder der Tochter ein Geschwister-Teil zu geben. Nein: Es gehört zu den Urinstinkten des Lebens – sowohl unter den Menschen, wie den Tieren, dass man mehrere Nachzeugen zeugt.

Und zwar um zu überleben. Nicht damit die Kinder früher gehen.

Nach Angaben der Bild-Zeitung sei der Bruder von Philipp Mißfelder, ein Computerexperte, bereits am Dienstag in seiner Wohnung angeblich tot vor seinem Computer gefunden worden. Drei Tage also vor Ostern.

Die Bild-Zeitung bezieht sich in ihrem Bericht auf eine angebliche Bestätigung der Polizei Bochum.

Weiter heißt es, wonach der herbeigerufene Notarzt nichts mehr habe tun können. Auf dem Totenschein stehe bislang lediglich „unklare Todesursache“.

Eben das, was häufig auf Totenscheinen steht, wenn jemand in einem so jungen Alter plötzlich stirbt.

Der Sprecher der Polizei Bochum, Volker Schütte, wird mit den Worten zitiert: „Es gibt bislang keinerlei Hinweise auf einen Suizid oder ein Tötungsdelikt.“

Der Leichnam des Bruders von Philipp Mißfelder ist derzeit in der Gerichtsmedizin Bochum und soll, was üblich in so einem Fall ist, obduziert werden.

Philipp Mißfelder war vor seinem Amt als außenpolitischer Sprecher der CDU, zehn Jahre Bundesvorsitzender der Jungen Union. Das ist die Nachwuchsorganisation der CDU.

Zudem war Mißfelder von 2008 bis 2014 Mitglied im Präsidium der CDU.

Von Januar 2014 bis zum 1. April 2014, also bis drei Monate vor seinem Tod, fungierte er außerdem als Koordinator der Bundesregierung für die transatlantische Zusammenarbeit.

Im Internet lebt der Politiker-Jungstar noch. Der Twitter-Account von Philipp Missfelder ist immer noch online. Er hatte fast 10.000 Follower.

Dort führte er selber folgende Funktionen an:

„Mitglied des Deutschen Bundestages, Außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wahlkreis 121 (Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Waltrop)“.

Der letzte Tweet von Philipp Mißfelder eine Woche vor seinem Tod im Juli 2014 lautete:

„Analysis: Making sense of Germany’s vote against Israel in the UN Human Rights Council.“

2016 schrieb BUNTE, wonach die Eltern von Philipp Mißfelder, Barbara Mißfelder und Claus Mißfelder, auf Einsicht in die Todesakte ihres Sohnes Philipp Mißfelder klagten. Grund:

Die ehemalige Frau des verstorbenen CDU-Politikers Philipp Mißfelder habe sich geweigert, den Eltern so Einsicht in die Todesakte zu geben, dass diese sich zum Tod von Mißfelder auch öffentlich äußern könnten.

Die Ex-Frau von Philipp Mißfelder sei, so BUNTE, eine Ärztin aus Dülmen. Sie arbeitete als Kardiologin zum Zeitpunkt des BUNTE-Berichts an einem Krankenhaus.

Da die Ex-Frau von Mißfelder weder den Eltern noch der Öffentlichkeit gegenüber eine umfängliche öffentliche Angabe zur untersuchten weitergehenden Todesursache von Mißfelder machen möchte, hatten die Eltern das zuständige Universitätskliminikum Münster verklagt, schreibt BUNTE weiter.

So führt das in der Regel gut informierte Blatt aus: „Barbara und Claus Mißfelder verklagen das Universitätsklinikum Münster auf Herausgabe der Krankenakte ihres Sohnes.“



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Montag, 25. März 2019

Israel lässt Ayman Nasser seit 30 Jahren regelmäßig im Gefängnis schmoren

Amnesty International berichtet, wonach am 10. März 2019 ein israelische Militärgericht in den besetzten palästinensischen Gebieten eine Haftverlängerung für den NGO-Mitarbeiter Ayman Nasser angeordnet habe. Die Haft gegen Ayman Nasser werde um lange weitere sechs Monate aufgestockt. Die Haft setzt eine lange Kette von vorherigen Verhaftungen des Menschenrechtlers in den vergangenen 25 Jahre fort. Amnesty moniert, dass der NGO-Mitarbeiter bereits […]

Pixabay License / Pixabay License Sonntag, 10. März 2019

Palästinensische Politikerin Khalida Jarrar freigelassen

Amnesty International Deutschland teilte mit, wonach die bekannte palästinensische Politikerin und Parlamentsabgeordnete Khalida Jarrar am 28. Februar 2019 aus dem israelischen HaSharon-Gefängnis entlassen worden sei.

Die Politikerin habe 20 Monate, beziehungsweise 660 lange Tage, ohne Anklage oder Gerichtsverfahren in Verwaltungshaft verbracht. Nach ihrer Freilassung habe sich Khalida Jarrar bei Amnesty International und allen Unterstützer)nnen für ihren Einsatz mit den Worten bedankt

:

„Ich danke euch allen dafür, dass ihr euch für meine Rechte und für die Rechte anderer palästinensischer Gefangener einsetzt. Während meiner Zeit im Gefängnis hatte ich keinen Zweifel daran, dass die Mitglieder und Unterstützerinnen und Unterstützer von Amnesty weltweit erneut die willkürliche Verwaltungshaft anprangern und meine Freilassung fordern würden.“

Zudem habe sie gesagt: „Ich bin jetzt frei, doch mindestens 48 weibliche palästinensische Gefangene befinden sich nach wie vor in Israel hinter Gittern. Sie haben es unglaublich schwer und leiden sehr. Ich hoffe, dass Amnesty sich weiterhin für palästinensische Gefangene einsetzt und gegen das Unrecht ankämpft.“

Die Unterstützung und Mobilisierung solle bis zur Freilassung aller palästinensischen politischen Gefangenen fortgesetzt werden, erklärte die Politikerin

.

Am 2. Juli 2017 war Khalida Jarrar in ihrer Wohnung in Ramallah im besetzten Westjordanland festgenommen worden, so Amnesty International. Am 12. Juli 2017 habe dann der israelische Militärkommandant des Westjordanlandes sechs Monate Verwaltungshaft gegen sie angeordnet.

Die Haftanordnung sei seitdem dreimal verlängert worden: am 31. Dezember 2017, am 17. Juni 2018 und am 25. Oktober 2018.

Obwohl die maximale Haftdauer für eine Verwaltungshaftanordnung sechs Monate in Israel betrage, könne diese nach israelischem Recht aber beliebig oft verlängert werden.

Khalida Jarrar hat sich als palästinensische Parlamentarierin immer wieder kritisch zu den israelischen Besetzungen der palästinensischen Gebiete geäußert.

Zudem kritisiere sie die Zusammenarbeit der palästinensischen Behörden mit dem israelischen Militär im Sicherheitsbereich, so AI.

Die Palästinenserin werde wegen ihres politischen und menschenrechtlichen Engagements bereits seit Jahrzehnten von den israelischen Behörden „drangsaliert und eingeschüchtert“.

Seit 1998 dürfe sie Israel nicht mehr verlassen.

Donnerstag, 24. Januar 2019

Israel schickt Beduine Sayyah Abu Mdeighim al-Turi 10 Monate ins Gefängnis

In einer Urgent Action teilt Amnesty International (AI) mit, wonach am 25. Dezember 2018 Scheich Sayyah Abu Mdeighim al-Turi eine zehnmonatige Haftstrafe in Israel habe antreten müssen. Amnesty schreibt zu dem Gerichtsurteil, dieses sei auf Grund der Tatsache gefällt worden, da der Verurteilte seine Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit für ein Beduinendorf wahrgenommen habe. Sayyah Abu Mdeighim al-Turi büße seine Haftstrafe derzeit […]

Mittwoch, 16. Januar 2019

Prozess, Alfamir Castillo

Schüsse auf Aktivistin in Kolumbien wegen Armee-Mordvorwürfen

Am 11. Januar 2019 hätten zwei Unbekannte in der Gemeinde Pradera im Süden von Kolumbien auf das Auto der Aktivistin Alfamir Castillo geschossen. Der Täter habe von einem Motorrad aus geschossen. Das berichtet nun Amnesty International Deutschland. Das Anschlags-Opfer sei in Begleitung ihres Mannes und zweier LeibwächterInnen gewesen, welche von der „Behörde für Schutzmaßnahmen“, der „Unidad Nacional de Protección“ gestellt […]

Samstag, 08. Dezember 2018

Wegen Land

Kolumbien – Menschenrechtsverteidiger Enrique Cabezas mit Mord bedroht

Amnesty International teilt in einer Urgent Action mit, wonach Enrique Cabezas, der Leiter der „Kollektivs Afro-Kolumbianischer Gemeinschaften“ in Curvaradó im Departamento Chocó im Westen Kolumbiens bedroht werde. Auch Morddrohungen stünden im Raum. Grund: Er setze sich für die Landrechte einiger kolumbianischen Gemeinden ein. Zudem kämpfe er für das Recht der dort lebenden Menschen sich aus einem seit Jahren bestehenden bewaffneten […]

Donnerstag, 29. November 2018

Mark Herbert in Rollstuhl geprügelt: Schläger aus Offenbach ‚Peter Brecht‘ in ‚Aktenzeichen XY… ungelöst‘ ist ein Fakename

Kommentar – Es ist schon bemerkenswert: Wenn ausländische Terroristen in Deutschland oder Frankreich Menschen umbringen oder Anschläge planen, stehen die Täter oder Tatverdächtigen meist mit komplettem Vor- sowie Nachnamen und ungepixeltem Bild in deutschen Medien. Wenn aber ein lokaler deutscher Serientäter, der seinen Mitbürgern lebensgefährliche Verletzungen zufügt, seine Mitbürger mit Killerattacken einschüchtert, Angst und Schrecken, blanken Horror, ja lokalen Terror […]