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Mittwoch, 30. Oktober 2019

Pakistan wirft USA und NATO völlige Geringschätzung von Menschenleben und Völkerrecht%u201C vor / Westen soll Luftwaffenstützpunkt räumen

Cockpit of a fighter jet airplane

Nach dem gestern verübten Raketenangriff, der nach neuesten Berichten „versehentlich“ von U.S.-Kampfhubschraubern durchgeführt worden war und 26 pakistanischen Soldaten das Leben kostete, sagte Pakistans Außenminister Hina Rabbani Kahr, er habe seiner US-Amtskollegin Hillary Clinton mitgeteilt, der Angriff habe die Fortschritte in der Verbesserung der Beziehungen zwischen Washington und Islamabad „zunichtegemacht“.

Man sehe in den von den USA durchgeführten Bombardements, die so vielen Pakistanis ihr Leben kosteten, nicht nur einen massiven Angriff auf die Souveränität Pakistans sondern auch eine „völlige Geringschätzung von Menschenleben und Völkerrecht“.

Pakistan sei nun gezwungen, nicht nur die Beziehungen zur NATO sondern auch die Bedingungen für die Zusammenarbeit mit den USA, zu überdenken, heißt es. Als erste Maßnahme kündigte Pakistan an, der von den USA und der NATO auf pakistanischem Boden genutzte Luftwaffenstützpunkt in Shamsi, an der Grenze zu Afghanistan, müsse innerhalb von 15 Tagen vom Westen geräumt werden.

Die USA nutzten diesen Stützpunkt bislang auch für Flüge ihrer unbemannten Kampfflugzeuge, den Drohnen. Mit ihnen haben die USA nach einem Bericht des Wallstreet Journal alleine in den vergangenen zwei Jahren rund 2000 Menschen durch abgefeuerte Drohnen-Raketen weltweit umbringen lassen. Die Tötungen seien auf Anordnung des U.S.-Präsidenten Barack Obama erfolgt, welcher das als Bestandteil seiner Strategie zur Terrorabwehr sehe. Die Tötungen, erst Recht in diesem großen Ausmaß, widersprechen jedoch in erheblichem Ausmaß dem Völkerrecht. Einige dieser Tötungs-Dröhnen dürften auch von Pakistan abgeflogen sein.



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