Skip to main content
Donnerstag, 17. Januar 2019

Deutsche Bundeswehr haut vor Taliban ab

deutsche-bundeswehr-kriegsberichterstattung-com

>

Auch wenn alle West-Medien die Lesart des U.S.-Verteidigungsministeriums übernehmen, wonach US-Soldaten angeblich „unbeabsichtigt“ mehrere Ausgaben der islamischen Religionsschrift Koran verbrannt hätten (was wenig glaubhaft erscheint): Die Symbolik der Soldaten hinterlässt tiefe Spuren und führte zu Portesten von Tausenden aufgebrachten Afghanen.
Acht Menschen sollen bei den Unruhen bereits ums Leben gekommen sein, darunter zwei Soldaten der Internationalen Schutztruppe Isaf. Die U.S.-Soldaten führen sich mal wieder selbst als peinliche Friedensbringer vor und schaden damit dem Westen insgesamt.

Jetzt zieht ich sogar die Deutsche Bundeswehr vorzeitig aus Afghanistan zurück und räumt ihren wichtigen Stützpunkt Talokan. Offiziell wegen der Unruhen, inoffiziell, da die deutsche Bundesregierung aus CDU und FDP vor der nächsten anstehenden Bundestagswahl keine weiteren toten deutschen Soldaten riskieren möchte.

Der deutsche Kommandeur gab seinen vorzeitigen Rückzug, der eigentlich offiziell erst im Laufe des März hätte durchgeführt werden sollen, mit der angeblich bedrohlichen Situation an, der sich die Deutsche Bundeswehr ausgesetzt gesehen habe, als 300 Demonstranten, darunter wahrscheinlich viele Taliban, in der Nähe des deutschen Stützpunktes aufmarschiert seien. Man habe Angst gehabt vor Terror-Anschlägen. Deshalb sei die Bundeswehr mit ihren dort stationierten 50 Soldaten umgehend abmarschiert – ins 70 Kilometer entfernte Feldlager Kundus. Einerseits ist eine Deeskalations-Strategie nachvollziehbar, andererseits bleibt ein sehr fader Beigeschmack. Denn eigentlich hätten die deutschen Soldaten die Zivilbevölkerung vor den terroristischen Taliban schützen sollen.
Foto: ©istockphoto/ideeone



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Mittwoch, 16. Januar 2019

Prozess, Alfamir Castillo

Schüsse auf Aktivistin in Kolumbien wegen Armee-Mordvorwürfen

Am 11. Januar 2019 hätten zwei Unbekannte in der Gemeinde Pradera im Süden von Kolumbien auf das Auto der Aktivistin Alfamir Castillo geschossen. Der Täter habe von einem Motorrad aus geschossen. Das berichtet nun Amnesty International Deutschland. Das Anschlags-Opfer sei in Begleitung ihres Mannes und zweier LeibwächterInnen gewesen, welche von der „Behörde für Schutzmaßnahmen“, der „Unidad Nacional de Protección“ gestellt […]

Samstag, 08. Dezember 2018

Wegen Land

Kolumbien – Menschenrechtsverteidiger Enrique Cabezas mit Mord bedroht

Amnesty International teilt in einer Urgent Action mit, wonach Enrique Cabezas, der Leiter der „Kollektivs Afro-Kolumbianischer Gemeinschaften“ in Curvaradó im Departamento Chocó im Westen Kolumbiens bedroht werde. Auch Morddrohungen stünden im Raum. Grund: Er setze sich für die Landrechte einiger kolumbianischen Gemeinden ein. Zudem kämpfe er für das Recht der dort lebenden Menschen sich aus einem seit Jahren bestehenden bewaffneten […]

Freitag, 23. November 2018

Schurkenstaat Saudi-Arabien soll weitere Kritiker ermordet haben – und zwar Prinzen

Die Khashoggi-Affäre zeigt, wie erbarmungslos das saudische Schurken-Regime seine Kritiker verfolgt und mordet. Selbst Dissidenten aus der Königs- und Diktatorenfamilie leben auf gefährlichem Fuß. So seien zwischen 2015 bis 2017 drei saudi-arabische Prinzen bis heute spurlos verschwunden, berichtete bereits vor Monaten BBC. Das heißt nichts anderes, als: Die drei Prinzen wurden wahrscheinlich auf Veranlassung des Regimes ermordet. Grund: Auch diese […]

Mittwoch, 21. November 2018

UAE

Matthew Hedges – Großbritannien droht Abu Dhabi „ernsthafte Konsequenzen“ wegen lebenslanger Haft für Briten an

Die Verstimmungen zwischen dem Westen und der arabischen Halbinsel nimmt weiter dramatische Ausmaße an. Jetzt drohte die britische Regierung den Diktatoren der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) „ernsthafte diplomatische Konsequenzen“ für die Inhaftierung eines jungen Briten an. Dies teilte der britische Außenminister mit. Auf Antrag von Abdu Dhabi war der junge britische Doktorand Matthew Hedges am Flughafen von Dubai im Mai […]

Samstag, 20. Oktober 2018

Saud

Regime des Mord-Königs von Saudi-Arabien nicht mehr satisfaktionsfähig nach seinem dreckigen Khashoggi-Mord

Kommentar – Ich glaube es war ein Autor der britischen linksliberalen Tageszeitung „Guardian“, der sich an folgende Szenen erinnerte und sie dieser Tage kundtat: Schon einmal habe eine brutale arabische Diktatur geglaubt, den Westen an der Nase durch die internationale Manage ziehen zu können und der Lächerlichkeit preis zu geben. Es sei Anfang der 1990er Jahre gewesen. Das Land, in […]