Skip to main content
Mittwoch, 22. Mai 2019

Heute ist Ostern: Die stärkste Symbolik für das Leben, gegen Terror und gegen Krieg, aber auch für Verrat

„Am dritten Tage auferstanden von den Toten“. Dieser Satz ist nicht nur einer der berühmtesten Sätze, die es auf unserem Planeten gibt. Es ist ein Satz, der wie eine Feuerwand sich gegen all jene wendet, die denken, sie könnten diese Welt in eine Welt des Bösen verwandeln.

So ist der Satz „Am dritten Tage auferstanden von den Toten“ nicht nur Ausdruck von Hoffnung auf eine bessere Welt, sondern auch Ausdruck tiefster Sehnsucht auf eine bessere Welt, auf eine Welt, in der es eine göttliche Kraft gibt, die das Leben nicht nur erhält, sondern fördert und fordert.

Ostern 2012 – wodurch unterscheidet sich das diesjährige Osterfest von Ostern 2011? Für das pazifistisch ausgerichtete Onlinemagazin kriegsberichterstattung.com steht fest: Dadurch, dass der Westens in der Zwischenzeit erstmals aktiv und geschlossen wie nie, nämlich im Schulterschluss mit 28 anderen Staaten, Krieg begangen hat – in Libyen – mit nach Schätzungen beteiligter Parteien 50.000 Toten.

Primär zu verantworten hat dies – ausgerechnet möchte man sagen – das westliche Kriegsbündnis NATO, Dank seiner im Jahr 2011 auf Libyen abgeworfenen todbringenden zehntausenden Bomben. Die westlichen Staaten haben Massenmord begangen um ein unliebsames diktatorisches Regime, das Gaddafi-Regime, welches 41 Jahre lang in Libyen Angst und Terror verbreitete, zu beseitigen. Der Preis war hoch. Viele meinen zu hoch und mit nichts zu rechtfertigen.

Wenn der Westen Krieg führt…

Denn dieser West-Krieg stand nicht im Einklang mit dem Völkerrecht. Er stand auch nicht im Einklang mit der UNO-Resolution, welche eigentlich nur eine Flugverbotszone vorsah zum Schutze der Zivilisten vor kriegerischen Aktionen der Gaddafi-Regierung gegen die eigene Zivilbevölkerung.

Wenn Ostern für das Leben, das Gute im Menschen steht, dann ist beim Blick zurück auf Ostern 2011 festzustellen: Der Westen hat seine Unschuld verloren. Er ist schuldig geworden und die Welt ist an Ostern 2012 nicht mehr die gleiche wie 2011.

Gelernt hat man im Westen nicht viel aus den Geschehnissen in 2011. Das ist an der weltweiten Diskussion rund um die Kritik an Israel durch den deutschen Literaturnobelpreisträger Günter Grass zu sehen. So ist der nächste Massenkrieg im Anmarsch, den einige Politiker im Westen planen: Gegen den Iran und gegen Syrien. Gegen zwei Ölstaaten, die keine westlichen demokratischen Regierungssysteme aufweisen, die aber auch komplett anders strukturiert sind als westliche Systeme, deren oberstes Credo Freiheit für alle lautet.

An Ostern gedenken wir der Auferstehung Christi. Ostern ist dem lateinischen Wort „pascha“ entlehnt, beziehungsweise dem hebräisch „pessach“. Mit Ostern überwinden die Menschen scheinbar den Tod. Im Neuen Testament wird uns das symbolhaft vorgeführt in der „Auferstehung Jesus Christus von den Toten“.

Die christliche Menschheit feiert an Ostern ein Heilserlebnis eigener Sünden. Ostern der Christen ist auch die wichtigste Zeit des Judentums. Ostern fällt grundsätzlich auf den Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond. Dieser Zeitraum bewegt sich wiederum zwischen dem 22. März und 25. April.

Vor Ostern steht der Verrat

Ostern 2012 ist, wie alle Ostern all die Jahrhunderte zuvor, ein Zeitraum in dem die Menschheit sich ihrer Schuld, ihres Leidens, aber auch ihrer großen Kraft des Vergebenkönnens, bewusst werden sollte.

Ostern steht als kraftvoller Hoffnungsschimmer, dass das Gute im Menschen stets über die Kraft des Bösen siegen kann. Dabei sollte nie vergessen werden: Das Böse beginnt meistens mit einem Verrat an Grundwerten: Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Standhaftigkeit, Loyalität, Fleiß, Zielstrebigkeit, der Fähigkeit Maß zu halten, nicht zu prassen.

Jesus Christus erlebte sein letztes Abendmahl am Donnerstag vor Karfreitag, also am Gründonnerstag. Ein gemeinsames Abendmahl steht also für die Abtrünnigkeit des Menschen vom Guten. Dieses starke Bild sollten wir nie vergessen. So mancher Krieg, der ganze Völker oder die Menschheit in den Abgrund riss, begann mit den Worten: Es wird keinen Krieg geben. Das heißt: Fast jedem Krieg ging ein Verrat voraus. Ostern ist der Zeitpunkt, an dem wir uns das bewusst machen sollten.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Mittwoch, 15. Mai 2019

Zündeln

Iran-Krise um angebliche Drohnenangriffe und die Lügenkriege

Kommentar – Es ist immer das gleiche: Wenn eine Nation gegen eine andere mit kriegerischen Aggressionen auf Grund politischer Dissonanzen vorgehen möchte, beginnt als erstes der PR-Lügenkrieg. Damit möchte man die Öffentlichkeit auf seine Seite ziehen. Das war im Zweiten Weltkrieg so, als Polen und Großbritannien den deutschen Diktator Adolf Hitler bewusst über die Danzig-Frage 1939 monatelang provozierten. Und damit […]

Mittwoch, 01. Mai 2019

Interessengemeinschaft Schiessen Schweiz will am 19. Mai gegen Verschärfung des Waffenrechts entsprechend EU-Vorgaben stimmen

Auch wenn es in der EU zahlreiche Gegner von Waffen in privaten Händen gibt: In der Schweiz wollen am 19. Mai in einer Volksabstimmung zahlreiche Bürger nach wie vor für ihr Waffenrecht stimmen. Dabei gibt es aber hitzige Diskussionen ob das alte Waffenrecht erhalten bleiben soll oder ob es entsprechend des Schengener Euro-Abkommens überarbeitet, also verschärft werden soll. Die Anhänger […]

Sonntag, 28. April 2019

Todesfall UKE Hamburg + Wollte Ärztin Psychopharmaka mit Gewalt in den Mund stopfen lassen?

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) versinkt in einem Skandal. Wie die linksalternative Tageszeitung taz berichtet, habe sich ein unglaublicher Vorfall an der „Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf“ mit Todesfolge eines Patienten ereignet.[i] Für die psychiatrische Klinik des UKE verantwortlich wird auf der Homepage des UKE Klinikdirektor Univ-Prof. Dr. Jürgen Gallinat genannt.[ii] Der Arzt lässt sich auch auf der […]

Freitag, 26. April 2019

Trauer

Asylsuchende aus Pakistan und Afghanistan werden in Sri Lanka wegen Terroranschlägen von verzweifelten Christen bedroht

Kommentar – Nach den Terroranschlägen von Sri Lanka, denen am höchsten Fest der Christen, dem Ostersonntag, rund 250 bis 300 Menschen zum Opfer fielen, kommen weitere Details ans Tageslicht. Alleine in der christlichen Kirche St. Sebastians in der Katuwapitiya Straße im sri-lankischen Städtchen Negombo[i] sollen 93 betende Christen von den Terroristen massakriert worden sein. Unter den in der alten Kirche […]

Freitag, 12. April 2019

Kamera im USB-Stick

Wikileaks US Botschaften Einkaufsliste anlässlich der Verhaftung von Julian Assange

Anlässlich der Verhaftung von Julian Assange, des „australischen politischen Aktivisten, investigativen Journalisten, ehemaligem Computerhackers, Programmierers und Sprechers der Enthüllungsplattform WikiLeaks“ (O-Ton Wikipedia Deutschland) publizieren wir hier die letzte Pressemeldung, welche Wikileaks im Dezember 2018 auf seiner deutschen Plattform publizierte. Assange hatte sieben lange Jahre seines Lebens geopfert, um für sein Projekt, die maximale Transparenz auf Regierungsebene über die Enthüllungsplattform Wikileaks […]

Sonntag, 07. April 2019

Deutsch Ostafrika

Ehemalige deutsche Kolonie Ruanda – 800.000 Menschen wurden 1994 ermordet

Es ist einer der schlimmsten Völkermorde auf dem afrikanischen Kontinent: Jener, den fanatische Hutu 1994 an rund 800.000 Menschen in Ruanda, einer ehemaligen deutschen Kolonie (Deutsch-Ostafrika) begangen haben sollen. Noch heute erinnert man sich beispielsweise in der Ortschaft Mabare an den April 1994. Es war der Beginn vor der langen Regenzeit. Die Berghänge, schreibt Al Jazeera auf seinem Onlineportal aljazeera.com, hätten […]