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Sonntag, 19. Mai 2019

Ukraine: Rettet das Leben meiner Mutter! Timoschenko-Tochter fordert Deutschland auf, zu handeln

Es sind dramatische Worte von Jewgenija Timoschenko, Tochter der inhaftierten ehemaligen Ministerpräsidenten der Ukraine, Julia Timoschenko. So sagte sie nun gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: „Retten Sie das Leben meiner Mutter, ehe es zu spät ist.“

Wenn ihre Mutter sterbe, sterbe auch die Demokratiebewegung in der Ukraine. Seit wenigen Tagen befindet sich Julia Timoschenko, die auf Grund eines Rückleidens und Bandscheibenvorfalls bettlägerig ist, im Hungerstreik. Sie protestiert gegen ihre brutalen Haftbedingungen. Zudem wirft sie dem ukrainischen Regime vor, sie im Gefängnis foltern zu lassen. Derzeit gehen Fotos um die Welt, die Blutergüsse an Timoschenkos Magen und Arm aufweisen. Ihr Ehemann teilte den Medien mit, diese stammten von brutalen Schlägen der Gefängnisführung, als man sie zwangsweise in einem Gefängnistransporter in ein Gefängnis-Krankenhaus gebracht hätte.

Der dramatische Aufruf der Tochter von Julia Timoschenko belegt, dass auch Deutschland sich hier nicht aus der Affäre ziehen kann durch Nichtstun. Neben dem SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte auch der deutsche Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich zu einem Boykott der anstehenden Fußball EM in der Ukraine aufgerufen. Die Fußball EM startet am 8. Juni und wird gemeinsam von Polen und der Ukraine ausgetragen.

Deutschland muss handeln

Julia Timoschenko wurde gemeinsam mit mehreren ehemaligen Kabinettskollegen auf Erlass der derzeitigen ukrainischen Regierung zu sieben Jahren verschärfter Haft verurteilt. Der Vorwurf: Sie habe zum Nachteil der Ukraine schlechte Gasliefer-Verträge mit Russland ausgehandelt.

Wenn wegen schlechter Verhandlungsführung auch im Westen Politiker gleich sieben Jahre in Haft kämen, wäre wohl die Hälfte aller Parlamentarier der EU-Staaten längst in Sippenhaft. Deshalb halten Beobachter die Verurteilung von Julia Timoschenko auch für ein durchsichtiges übles und bösartiges Manöver des derzeitigen ukrainischen Regimes, um eine unliebsame Konkurrentin aus dem Weg zu schaffen. Es ist nicht nur politischer Mord, sondern es deutet sich immer stärker an, dass die ukrainische Regierung sie auch tatsächlich umbringen möchte.

Die ukrainische Opposition fordert, wie Timoschenkos Tochter, Deutschland deshalb zum Handeln auf. Als erstes müssten mindestens Reisesperren gegenüber Mitgliedern des ukrainischen Machtapparates erlassen werden. Gleichzeitigt forderte Timoschenkos Tochter, dass zur anstehenden Fußball EM sich kein westlicher Politiker mit Mitgliedern der ukrainischen Führung, besonders nicht mit dem derzeitigen Präsidenten Viktor Janukowitsch, zeigen solle.

Allerdings lehnt Timoschenko einen Boykott der Fußball EM ab – das nehme der ukrainischen Opposition ein wichtiges Forum zur Demonstration gegen das derzeitige Regime.



Kommentare (3)


Frank Walter 4. Mai 2012 um 21:50

Ja, das ist wirklich gefährlich, wie hier der Westen agiert. Hier vertraut wahrscheinlich einer dem andern, dass er es schon genau recherchiert hat. Die Einmischung ist sicher fehlt am Platz und zum Schluss wird das für den einen oder andern Politiker, der sich hier profilieren will, peinlich enden.
Es wird Gründe für eine Verurteilung geben, sonst hätte es ja wohl auch schon längst einen größeren Aufstand in der Ukraine gegeben. Wir sollten die Ukraine als souveränen Staat anerkennen. Den USA drohen wir auch nicht gleich mit Boykott, wenn die mal wieder ungefragt irgendwo einmarschieren. Da sind oft tausende Leben betroffen. Wie steht das wohl im Verhältnis.

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karl 4. Mai 2012 um 18:01

Die Aufregung um Frau timoschenko kann ich mir einfach nicht erklären, schließllich ist sie eine rechtskräftig verurteilte Kriminelle. Mit ihrem auf korrupte Weise erworbenem Vermögen läßt sie geschickt eine PR-Agentur für sich arbeiten, um eine Freilassung zu erreichen. Der deutsche (nicht vom Volk gewählten) BP soll als Pastor und in Sünde lebender Ehebrecher, der mit seiner Mätresse durch die Lande zieht, schön ruhig sein.

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Igor Soukharyev 28. April 2012 um 23:06

Deutsche berühmte Politiker haben schon Forderungen von ukrainischen Terroristen erläutert: „Freiheit für Timoschenko!“ Klar – Revisionismus, Revanchismus, galoppierende nicht souveräne Demokratie diktieren, wie die Ukraine leben muss. Deutschland hat eigene Probleme: 200 Mlrd € aus Korruption, Drogenmarkt, Kinder-Sex-Industrie in schweizerischen Banken; keine objektive Nachweise, dass deutsche Staatsanwälte und Richter keine Konten in der Schweiz haben; Beschuldigung um „Verfassungsfeindlichkeit“ und Verfolgung der Linken. Und Kontroll-Schuss in den Kopf – der berlinische Revisor von Charit; hat zu viel Zeit und Geld der deutschen Steuerzahler ausgegeben um eine ukrainische Klinik „um fehlende Maßnahmen der rehabilitativen Medizin“ zu beschuldigen. Aber seit wann legen in deutschen Rehakliniken Patienten in akuten, lebensgefährlichen Zuständen???

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