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Donnerstag, 15. November 2018

Bauernfänger?

Renditetip.com – Warnung vor Portal durch Finanztest | Rainer von Holst im Verdacht

Es kursieren die wildesten Geschichten rund um Rainer von Holst. Besonders die Stiftung Warentest bemüht sich um Aufklärung. Bild: http://berndpulch.org/2016/09/14/windbeutel-und-bankrott-tourist-von-holst-schreit-nach-rache-und-steigert-besucherzahlen/

In Zeiten niedriger Zinsen suchen immer mehr Privatanleger oder Unternehmer nach neuen Investitionsmöglichkeiten auch im Internet. Doch oftmals verstecken sich hinter den im Netz gefundenen hohen Renditeversprechen dubiose Gaukler, windige Betrüger oder Personen aus dem Mafia-Milieu, die ihre Geschäftsfelder ins Internet verlagert haben.

Jetzt warnt die staatlich geförderte deutsche Stiftung Warentest aus Berlin über seine weit verbreitete Zeitschrift „Finanztest“ eindringlich davor, mit dem Portal „Renditetip.com“ (Renditetip) Geschäfte oder Geschäftsanbahnungen zu machen.[1] Schaut man sich das Portal näher an, kann man die Warnung sehr gut verstehen.

Fakt ist: Beim Verbraucher und Anleger sollten immer dann die Warnlichter angehen, wenn Portale oder Personen angebliche „innovative Finanzprodukte“ versprechen und utopischen Zinsversprechen in Aussicht stellen. Fast immer ist dort dann Betrug im Spiel, der früher oder später deutlich wird. Oftmals ist dann ein Millionenschaden entstanden und die Täter über alle Berge.

Betrugsmaschen im Internet fangen an bei kriminell aufgelegten angeblichen Kryptowährungen wie dem „DavorCoin“ oder „Emirate Coin“ und gehen sehr weit in alle möglichen Anlageprodukte oder Internetportale.

Die Betrüger im Netz agieren vielfältig und perfide. Der Kampf gegen sie erscheint oftmals so, wie der Kampf gegen eine Hydraschlange: Man schlägt ihr den Kopf ab und sofort wachsen mehrere neue nach. Die Staaten sind seit Jahren recht hilflos im Kampf gegen Internetkriminalität. Mal verstehen Staatsanwälte die Problematiken nicht, dann wieder die Gerichte oder Politiker, welche neue Gesetze erlassen oder bestehende Gesetzespassagen anpassen müssten. Umso wichtiger ist journalistische Aufklärung.

Beim Davor Coin gibt es beispielsweise seit einigen Monaten wegen Millionenbetrugs international strafrechtliche Ermittlungen. Unter anderem laufen sie in den USA, Großbritannien oder auch bei der Staatsanwaltschaft Karlsruhe zusammen. In Deutschland hatte beispielsweise Anfang 2018 ein Akademiker, alles andere als ein Greenhorn, auf der angeblichen Handelsplattform der virtuellen Betrugswährung „Davor Coin“ rund 35.000 Euro über Nacht verloren.

Kryptowährungen und Betrüger

Zudem war ein Brite von den mafiösen Davor Coin-Betrügern im gleichen Zeitraum um rund 90.000 Euro gebracht worden. In die Falle gelockt worden waren all die Anleger, wahrscheinlich Tausende, im Zuge des Kryptohyps. So hatte der DavorCoin Zinsversprechen von täglich bis zu 1000 Euro oder mehr gemacht.

  • Die hohen Profite waren Anlegern über einen angeblichen „Profitcalculator“ vorgegaukelt worden. Hinzu kam die Behauptung, man biete eine Anlagesicherung pro einbezahlten Betrag in einem bestimmten Monatszeitraum.
  • Zudem erhalte man auf jeden Fall seinen einbezahlten Betrag wieder zurück. Nichts von den Versprechen war gehalten worden.

Betrugsmaschen im Internet oder auch Offline sind zudem immer perfider ausgeheckte sogenannte Rip Deals.

Mal wird ein Firmeninhaber über E-Mail oder Messenger in einem Portal angeschrieben mit der Behauptung, ein angeblicher arabischer oder israelischer Geschäftsmann oder Milliardär, der zufällig in Milan (Mailand) oder sonst wo weile, wolle sich unbedingt am Unternehmen beteiligen, wofür man aber Bargeld ins Ausland bringen solle.

  • Oft werden Geschäftsanbahnungen gezielt so eingetütet, da man weiß oder ahnt, dass die Opfer bereits in Not sind und sich Hilfe erhoffen oder einen einfachen, wenn auch vielleicht ungewöhnlichen Ausweg.

  • Meist ist irgendeine rechtlich problematische Seite eingebaut, wie beispielsweise der Transport von zu viel Bargeld ins Ausland. Deshalb haben die Opfer dann häufig Angst in Deutschland zur Polizei zu gehen. Doch genau das ist Strategie der Täter – der Rip Deal-Verbrecherclans.

Beliebt sind bei Rip Deal-Verbrechern meist Treffen in Grenznähe mit Autobahnanbindung. So können die Betrüger schnell wieder den örtlichen Behörden entwischen.

Bekannt ist, dass die Rip Deal-Mafia gerne von und in Italien agiert. Als besonders korrupt gelten Polizeibeamte in Milan (Mailand), Venedig, Rom. Hier wissen die Gesetzeshüter seit Jahren, dass Rip Deals im Wert von mehreren Hundert Millionen Euro in ihren Städten angebahnt und durchgeführt werden. Nur: Es wird nichts dagegen getan. Die Polizisten dort gehen häufig noch nicht einmal in Hotels oder Restaurants, wo sich die Rip Deals zugetragen haben, um möglicherweise Aufnahmen eines Rip Deals durch die Überwachungskameras zu beschlagnahmen.

Das mag daran liegen, dass die Rip Deal-Mafia Polizeibeamte gerne mit Rolex-Uhren schmiert, die schon einmal Werte von 100.000 Euro oder mehr erreichen können. Bleibt den Opfern nichts anderes übrig, als beispielsweise das Hotelpersonal wiederum zu schmieren, um doch noch wenigstens ein paar Beweise sichern zu können.

Rip Deal Gangster

Bekannte Rip Deal-Länder sind neben Italien auch Kroatien (Split, Zagreb), Slowenien (Ljubljana, z.B. geschehen im AHotel), Belgien (Brüssel), Österreich, die Schweiz oder Albanien. Deutschland wird als Austragungsort eher gemieden – dafür angelt man sich dort die Opfer, ebenso in Österreich oder der Schweiz. Ein Insider berichtet kriegsberichterstattung.com dass er mittlerweile eine Namensliste von rund 400 Tätern aus ganz Europa habe, die Rip Deals anbahnen oder durchführen. Organisierte Kriminalität auf höchstem Niveau also.

Bei Rip Deals, sogenannten Betrugs-Tauschgeschäften, geht es aber nicht nur um angebliche Geschäftsteile, welche die Gangster angeblich kaufen wollen.

  • Es geht auch beispielsweise um angebliche Darlehen, die gegen eine Baranzahlung vergeben würden. Dabei sollten die Opfer eine vertraglich abgesicherte angebliche „Kreditausfallversicherung“ im Rahmen eines offiziell aussehenden „Darlehensvertrags“ abschließen. Im Rahmen der „Kreditausfallversicherung“ solle man bis zu 1,5 Millionen Euro oder mehr Baranzahlung leisten – natürlich im Ausland. Am Ende gibt es aber keinen Kredit, sondern Falschgeld, Faksimile-Geld.

Oft ist das erhaltene Geld eine ausländische Währung, die man nicht so perfekt kennt. Deutsche erhalten beispielsweise gerne gefälschte Faksimile-Scheine des Schweizer Franken, wobei die ersten Schichten Echtgeld sind. Der Betrug lauert weiter unten in den Taschen oder Koffern. 

  • Doch damit nicht genug. Beliebt ist auch das Betrugs-Geschäft mit dem Aufkauf von Gold, Edelsteinen, Schmuck, Kunstwerke oder wertvollen Antiquitäten.
  • Hier wird gerne versprochen, die wertvollen Anlageprodukte würden angeblich über dem Marktwert von einem reichen Geschäftsmann aufgekauft werden wollen. Üblich sind Aufpreisversprechen von mindestens 20 Prozent.
  • Doch statt tatsächlichem Geld sitzen die Verkäufer, die Opfer, dann ebenfalls auf Falschgeldkoffern, gefüllt mit täuschend echt aussehenden Faksimile-Scheinen. Doch das merken sie oft erst Stunden später.
  • Ähnliche Maschen gibt es im Bereich des Verkaufs oder Kaufs von Luxusautos, Pferden, Schiffen, Wohnungen, Häusern, Gewerbebetrieben, Kryptowährungen.

Immer behauptet die Rip Deal-Mafia, die seltsamen Bargeld-Tauschgeschäfte oder sonstigen Tauschgeschäfte müssten aus „Diskretionsgründen“ etwas dubios auf einem Hotelparkplatz, in einer Hotellobby oder einem Restaurant ablaufen. Also einem vermeintlich sicheren öffentlichen Raum. Doch weit gefehlt! Das Öffentliche ist hier die Falle, die zuschnappt. Das Wiegen in falscher Sicherheit im öffentlichen Raum gehört zum Spiel.

So kann es schon mal passieren, dass der Rip Deal-Gangster dem Kellner Giovanni zuwinkt, den er angeblich oder tatsächlich schon lange kenne. Das Netzwerk der Helfer ist lang. Das Schweigen auch.

Von Kroatien bis Slowenien

Hunderte Millionen Euro werden so wahrscheinlich jährlich in Europa ergaunert. Die Täter: Oft vielsprachige Personen aller Altersklassen, welche über gut organisierte Strukturen aus Israel, Griechenland, Italien, Bulgarien, Albanien, Italien, Slowenien oder Kroatien sich organisieren und gerne mit israelischen oder arabischen Falschnamen operieren. Mal ist der Geschäftsmann angeblich ein Scheich, dann wieder israelischer Milliardär. Zwar ist häufig die Rede davon, die Täter seien aus dem Ausland operierende deutschsprachige Zigeunerbanden, also Sinti und Roma. Doch scheint es sich darauf nicht zu beschränken.

  • Getarnt mit Dutzenden vorgelegten gefälschten Pässen oder sonstigen angeblichen Ausweispapieren vernebeln sie die Sinne ihrer Opfer.

Hinzu kommt: Fast immer stammen die bei Rip Deals verwendeten Handynummern von Asylanten, die man diesen billig abgekauft hat. Die Rückverfolgung der Telefonnummern und SIM-Karten ist so äußerst mühsam bis unmöglich, zumal es sich häufig um Prepaid-Nummern handelt.

Neben Rip Deals, welche über das Internet oder dubiose angebliche Berater oder Vermittler an den Mann, die Frau oder Firma gebracht werden, sprießen immer mehr windig-dubiose angebliche Anlageportale aus dem Boden. Wie jetzt wieder Renditetip.com (Renditetip).

„Es ist nun einfach mal so, dass Leute, die behaupten, sie könnten einem zu Renditen von 30 Prozent oder mehr verhelfen, in den allermeisten Fällen Betrüger sind“,  sagt Dirk, ein Versicherungsfachmann und pflichtet den Warnhinweisen von Finanztest bei.

Betreiber des Portals Renditetip ist, so Stiftung Warentest, eine Firma namens „JPM Venture Plus LLC„.

Renditetip – Name ist kein Zufall

Der Name Renditetip ist natürlich kein Zufall: Er ist angelehnt an generische Suchbegriffe, welche Verbraucher in Internetsuchmaschinen eingeben. Internetexperten wissen seit Jahren: Je näher der Domainname am Suchbegriff, desto höher ist die Chance, dass das Portal im Google Index oder Bing Index weiter vorne eingeblendet wird. Wer also Renditetip eingibt könnte früher oder später bei Renditetip.com landen.

Dem Impressum zufolge sitze die „JPM Venture Plus LLC„, welche hinter Renditetip stehe, in New York City. Das Kürzel JPM erinnert dabei frappierend an die US-amerikanische Bank JPMorgan Chase & Co, deren Zentrale ebenfalls in Big Apple angesiedelt ist.[2]

  • Zutreffend ist: Solche Namensvetternschaften sind seit bald 20 Jahren im Internet nicht nur unter seriösen Anbietern beliebt, sondern auch unter dubiosen bis kriminellen angeblichen Finanzportalen und sonstigen angeblichen aber dubiosen Beraterportalen.

Der Claim des Portals Renditetip lautet „Bestimmen Sie Ihre Rendite selbst!„, beziehungsweise „Renditetipps für schlaue Anleger„.

Bis zu angeblichen 20 oder 30 Prozent Rendite pro Jahr versprechen die Macher der Seite. Ein Netzwerk von „Renditemanagern“ soll das eher Unmögliche möglich machen und Privatanlegern Zugang zu „außergewöhnlichen Geschäften“ verschaffen. Interessierte können die vermeintlichen Finanzexperten über ein Formular kontaktieren.

Rechtsanwalt?

Laut Finanztest habe ein Leser der Verbraucherzeitschrift bereits versucht, mit dem ominösen Netzwerk in Verbindung zu treten. Daraufhin sei die Person von einem Rechtsanwalt mit dem angeblichen Namen „Peter Treichler“ aufgefordert worden, eine Ausweiskopie einzusenden. Das ist ein übliches Vorgehen bei Portalen, die mit Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum handeln.

  • In dem sich Portale wie Renditetip.com (Renditetip) diesen auf seriösen Kryptoportalen wie bitcoin.de mittlerweile üblichen Verifizierungs-Szenarien unterwerfen, möchte man sich wohl das Deckmäntelchen der Rechtschaffenheit überwerfen.

Der angebliche Rechtsanwalt „Treichler“ selbst sei jedoch, berichtet Stiftung Warentest weiter, anfänglich im Verborgenen geblieben und habe weder seine Adresse noch seine Telefonnummer bekannt gegeben.

Weitere Recherchen von Finanztest ergaben, dass die angebliche „Kanzlei Treichler“ in Princeton im Bundesstaat New Jersey ansässig sei. Für die Journalisten des Magazins, vor allem für die angesehene Investigativjournalistin Ariane Lauenburg, war das keine unbekannte Adresse.

Unter selbiger Anschrift soll nämlich auch schon der Deutsche und möglicherweise mittlerweile amerikanische Staatsbürger Rainer von Holst mehrere Tausend Anleger und Unternehmen mit dubiosen Finanzgeschäften abgezockt haben. Die Schadenssumme soll mehrere Millionen Euro betragen, so die Neue Westfälische Zeitung im Frühjahr 2018 unter Bezugnahme eines Berichts der Stiftung Warentest.[3]

Gerlachreport.com und schmutzige Geschäfte

Doch damit nicht genug: Mit seinem von Google Deutschland groß geförderten dubiosen Schmuddel- und Erpresserblog „Gerlachreport“ (gerlachreport.com) setzte Rainer von Holst Unternehmen und Personen mit verleumderisch-mafiösen Schmutzartikeln unter Druck, „damit diese Geld an ihn zahlen“, sagt ein Insider. Auch die Stiftung Warentest hatte darüber schon mehrmals ausführlich berichtet.

  • Ein anderer Insider bescheinigt von Holst durchaus journalistisches Talent – und einen extremen Hang in seinen Artikeln komplett erfundene Geschichten zu verbreiten. Märchenerzählen als Geschäftsmodell könnte man da sagen.
  • Allerdings häufig eben mit einem Ziel: Der Erpressung von denen, über die man schreibt.

Dass die Erpressungen möglich sind, hat einen einfachen Grund: da Google die Artikel vom Erpressernetzwerk rund um den Gerlachreport häufig prominent auf Seite Eins im Google-Index einblendet. Obendrein wird dieser gut getarnte Verleumder- und Schmuddelblog von Google offiziell als Nachrichtenquelle über den Google-Nachrichtenagregator „Google News“ gefördert. Dabei müssen sich „Publisher“ aktiv bei Google News bewerben. Und Google muss solche Portale dann auch aktiv als Nachrichtenquelle akzeptieren und listen.

Wie nachlässig Google manchmal agiert, ist schnell zu erkennen: Selbst einen presserechtlich illegalen Dreckwurf-Artikel von Rainer von Holst, mit dem der Gerlachreport.com Finanztest-Redakteurin Ariane Lauenburg mafiös versucht in die Knie zu zwingen, ist prominent auf Seite eins ganz oben in Google eingeblendet. Das Ziel ist klar: Journalistin Lauenburgs Recherchen gegen sein Erpresser-Imperium sollen so zum Stillstand gebracht werden.

Kriminelle Publisher

Das heißt: Scheinbar und dubioserweise sieht man in der Truppe von Google Deutschland-Chef Philipp Justus etwas als unproblematisch an, was Pressegerichte so niemals akzeptieren würden.

Aber auch Google rennt manchmal gegen Windmühlen. Zum Beispiel dann, wenn besonders kriminelle Publisher wie der Gerlachreport.com Artikel einfach mit anderen Browserzeilen versehen. Das führt dazu, dass bereits von Google verbannte Artikel so wieder in den Google-Index rutschen. Nur eben mit neuen Adresszeilen.

Da sich gerlachreport.com im Ausland versteckt, ist ein Vorgehen gegen das mafiös agierende Portal über deutsche Gerichte derzeit fast ausweglos.

Außerdem muss auch gegen Google immer noch oftmals der Rechtsweg beschritten werden. Grund: Der Suchmaschinenbetreiber aus den USA ziert sich gerne Texte, selbst solche, welche massive Persönlichkeitsverletzungen enthalten, aus dem Google-Index zu tilgen.

Das kostet die Opfer Geld, Zeit, erhebliche Nervenkriege und nicht selten die eigene berufliche und ökonomische Existenz.

„Es stehen mir echt die Haare zu Berge, wie Google hier einem eindeutigen Mafianetzwerk wie dem gerlachreport.com die Steigbügel hinhält“, so ein Bundestagsabgeordneter gegenüber kriegsberichterstattung.com.

  • Schreibende Schlampe“ ist nur eine von mehreren Varianten, wie Gerlachreport.com die Stifitung Warentest-Redakteurin Ariane Lauenburg öffentlich versucht zu beleidigen, zu demütigen und wie ein Freiwild, welches keinen rechtsstaatlichen Schutz hat, zu jagen.
  • Hinzu kommt ein Aufmacherbild im Hetz- und Lügenartikel des Gerlachreport gegen Lauenburg, welches schwarze Rosen abbildet. Also Rosen, die typischerweise zu Beerdigungen gezeigt werden.
  • Zudem schreibt Gerlachreport.com, die Stiftung Warentest-Redakteurin sei wohl „aus dem Schoß des Chefredakteurs gekrochen„.
  • Der Gerlachreport macht dem Ausdruck „der lügt ja wie gedruckt“ also gerne und leidenschaftlich alle Ehre. Der Gipfel des kriminellen Publisher-Tums unter dem Schutzmantel von Google: Von Holst oder seine Gefolgsleute schreiben unter dem Autorennamen „Milla Korjus“, die Finanztest-Redakteurin habe angeblich 100.000 Euro vom Verbrechernetzwerk haben wollen. Purer Unsinn natürlich.

Garniert wird das ganze mit weiteren zahlreichen Drohungen gegen sie. Den Dreckstext blendet Google Deutschland seit Monaten prominent ganz oben unter dem Suchwort „Ariane Lauenburg“ im Google Index unter der Schlagzeile „Valentinsgrüße an Reporterin Ariane Lauenburg“ ein. „Recht auf Vergessen“ nach Google-Art scheinbar.

Mafiöse Schutzgelderpressung?

Der gerlachreport.com sei nichts anderes „also eine neue Form der mafiösen Schutzgelderpressungs-Art über das Internet„, so der Politiker weiter. Schlimm sei, dass „Google Deutschland das offensichtlich bislang akzeptiert“.

Das Geschäftsprinzip sei dabei klar. Man publiziere auf dem Gerlachreport.com „scheinbar seriöse gut recherchierte und manchmal auch witzig geschriebene Artikel“. Diese seien aber nur „Strohfeuer der scheinbaren Seriosität“.

Letztlich dienten die Artikel, ist sich der Bundestagsabgeordente sicher, „einzig und alleine dem Ziel, über das Portal Gerlachreport.com gegen bestimmte Personen oder Unternehmen gezielte Erpresserartikel zu lancieren, um damit Geld zu erpressen“.

Dabei würden jegliche Grenzen des Persönlichkeitsrechts systematisch und vorsätzlich nicht nur überschritten, sondern diese Verletzungen als Waffe eingesetzt.

Die Opfer seien oft traumatisiert und würden sich kaum getrauen, sich zu wehren. Die Angst vor einem weiteren massiven Angriff auf ihre berufliche und private Existenz sei zu groß. Das Internet als Wilder Westen also. Als ein Gebiet, welches zu häufig auch von Kriminellen dominiert werde. Schlimm sei, so der deutsche Bundestagsabgeordente, dass der Staat seiner Verpflichtung offensichtlich nicht ausreichend nachkomme, seine Bürger vor so etwas zu schützen. Genau dies dürfe aber nicht sein, so der Politiker.

Mehrere Medien berichteten bereits ausführlich über das dubios-kriminelle Netzwerk des Rainer von Holst.[4]

Mittlerweile bewirbt der Gerlachreport in seinen Beiträgen auch „gute Renditemanager“, mit denen „Renditen jenseits der 20 Prozent“ möglich wären. Zufall? Oder dient das als Zulieferdienst für das Portal „Renditetip.com“?[5]

Bafin weiß nichts von Renditetip

Die Betreiber von Renditetip würden laut Finanztest unter anderem angeben, dass die deutsche Finanzaufsicht Bafin die Firma JPM Venture Plus LLC angeblich „ständig“ prüfe und kontrolliere. Das scheint aber eine Unwahrheit zu sein, wie eine Anfrage von Finanztest bei der Bafin ergeben habe.

  • Weder die Produkte noch die Firma stünden unter Aufsicht der Behörde, habe eine Bafin-Sprecherin gegenüber Finanztest erklärt, heißt es auf Seiten der Stiftung Warentest.

Fazit: Die Faktenlage, welche Finanztest recherchierte, deutet zumindest an, dass hinter dem Portal „Renditetip“ weder eine Tochtergesellschaft von JPMorgan noch irgendwelche seriös-vertrauenswürdige Renditemanager stecken könnten. Vielmehr könnte in der Tat eine neue Abzockmasche des Finanzbetrügers und Interneterpressers Rainer von Holst im Anmarsch sein.

Dass Rainer von Holst in den USA sitzt, bestätigt auch das US-Portal datamyne.com. So findet man in Google über das Such-Keyword „rainer von holst princeton“ folgende Informationen:

Demnach habe Rainer von Holst nach „Princeton, New Jersey sich im Zeitraum 18. September 2015 bis 18. September 2016“ insgesamt zwei große Importe aus Deutschland kommen lassen. In der originalen Meldung heißt es, Rainer von Holst habe einen Import-Eintrag in die USA über „12 Month Supply Chain Summary“ gehabt. Betroffen sei der Zeitraum „September 18, 2015 ─ September 18, 2016“.[7]

Im Englisch lautet der Eintrag wie folgt: „Princeton, New Jersey: RAINER VON HOLST imported 2 shipments to the US since Sep 18, 2015.“[7f]

„Besondere Einstufungsvorschriften“

Dabei habe es eine „98 – Special Classification Provisions, Nesoi“ gegeben. Übersetzt bedeutet dies, es habe in seinem Fall „besondere Einstufungsvorschriften, Nesoi“ gegeben. [7ff] Was immer das auch heißen mag.

„Wer von Holst jemals gehört hat, hört eine schnarrende Stimme, einen Redefluss, der narzisstisch-psychopathisch und auch etwas irre klingt“, sagt ein Insider. Seine Worte zeugten nicht selten davon, „dass er wirklich glaubt, außerhalb des Gesetztes dauerhaft stehen zu können und Menschen und Geschäftsleute direkt mafiös bedrohen zu können“.

Generalstaatsanwaltschaft Bamberg ermittelt

Der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg soll angeblich ein entsprechendes Zeugnis vorliegen. Dabei soll es sich um einen Telefonmitschnitt handeln, in dem ein Opfer und sein Kind regelrecht mafiös mit dem Leben bedroht werden – durch Rainer von Holst.

Im Internet kursiert eine Grafik über angebliche „Geschäftsbereiche“ von Rainer von Holst sowie seiner Kinder (Screenshot). Darin kommen nahezu alle Geschäftsbereiche vor, mit welchen man Geld machen kann. Auf legale Art und Weise oder eben mafiös-betrügerische. Für die Stiftung Warentest scheint seit Jahren letzteres im Hinblick auf Rainer von Holst klar zu sein.

+++ Update RenditeTip.com 29. August 2018, 8:00 Uhr +++

Derweil schaltet Renditetip im Internet fleißig Stellenanzeigen. In einer hieß es beispielsweise man suche „Mitarbeiter (m/w) Kapitalanlage“ für „RenditeTip.com – Berlin“. Favorisiert würden Bewerber mit „ausgezeichneten Fachkenntnissen in allen Bereichen der Kapitalanlage“. Man suche „bundesweit versierte Vertriebsmitarbeiter (m/w)“. Publiziert worden ist die Stellenanzeige auf dem Portal „Simply Hired“.

Auf einem anderen Kleinanzeigenportal, auf indeed.com, werden wiederum von RenditeTip.com angeblich aus Berlin „Renditemanager (m/w)“ ausgeschrieben. Man freue sich über „aufgeschlossene“ Persönlichkeiten, „die unsere Kunden und Geschäftspartner nachhaltig“ begeisterten.

+++ Update RenditeTip.com oder ClevereAnleger.com 30. August 2018, 8:00 Uhr +++

Ein Leser weist uns darauf hin, dass Rainer von Holst in dem Wirrwarr seiner unterschiedlichen Falschnamen schon selber durcheinander zu kommen scheint. In einem Anfang 2018 gegründeten neuen Blog mit dem Domainnamen clevereanleger.com ist ein Artikel mit der Autorenzeile „19. März 2018 by Jan Faber“ gekennzeichnet.

Die Überschrift des angeblichen Faber-Textes lautet: „Diamanten: Für clevere Anleger eine echte Alternative zum Goldgeschäft. Klingt gut, auch wenn man sich die angeblichen Motto des Blogs auf der Zunge zergehen lässt:

  • „Alles was clevere Anleger heute wissen müssen“.
  • „Anleger müssen cleverer werden“.
  • „Anlegerschutz, Fälschungen, Hinweise“.

Hier scheint einer zu wissen, worüber er schreibt, könnte man meinen. Wie wahr das ist, zeigt sich nur wenige Zentimeter unter der Jan Faber-Autorenzeile. Hier steht nämlich plötzlich, dass der Artikel von Rainer von Holst geschrieben worden ist. Holst also.

Ein Mann mit vielen Farben, Gesichtern und Talenten. So schreibt er in seinem Diamanten-Artikel vieles von Antwerpen bis Namibia, vom Schleifen und Polieren oder von Schaltstellen und Überwachungskameras, die man überwinden müsse (eingeblendeter Screenshot unten vom 30. August 2018, 8:00 Uhr):

Screenshot: https://clevereanleger.com/2018/03/19/diamanten-fuer-clevere-anleger-eine-echte-alternative/.

Auch in diesem Text beweist von Holst durchaus: Schreiben kann er. Wenn er will, kann er das sogar sehr gut und absolut talentiert. Er macht es gar auf so einem Niveau, dass man bedauern könnte, dass er offensichtlich auf der falschen Seite steht. Zudem könnte man durchaus davon ausgehen:

Der Mann könnte sein Handwerkszeug einmal in einer Redaktion gelernt haben. Fragt sich nur: Wo und wann? Neben wolkigen Ausführungen rund ums Diamantengeschäft darf beim Schmuddel-Journalist Rainer von Holst natürlich auch auf diesem Blog ein Hetz-Artikel gegen Stiftung Warentest- und Finanztest-Redakteurin Ariane Lauenburg nicht fehlen. Über einen bewusst in Google gesetzten Tag „Ariane Lauenburg“ werden Leser, die nach der Journalistin in Google suchen auf Seite 1 in Google abgefangen und auf einen Artikel gelotst mit der Überschrift „Stiftung Warentest: Abkassiert“. Im Text heißt es dann:

„Offenbar gegen Honorarzahlungen lassen sich Redakteure der Stiftung Warentest/test.de zu billigen Handlangern von Abzockanwälten machen. Dabei hat die Stiftung einen guten Ruf zu verlieren. Oder besser: Schon verloren. Im Mittelpunkt steht die Redakteurin Ariane Lauenburg (Foto), die sich seit Jahren von Rechtsanwälten bezahlen lässt.

Die Anleger sind die Gefoppten: Über ihre unterschiedlichen Medien von Newsletter bis zur Pressemitteilung veröffentlicht die geschäftstüchtige Redakteurin Ariane Lauenburg haarsträubende Räuberpistolen, um Anlegern dann gleich die entsprechende Empfehlung zu geben.

So nehmen die von Ariane Lauenburg empfohlenen Rechtsanwälte dann die Anleger aus – mit horrenden Honorarforderungen. Einen Anteil kassiert dann die fleissige Redakteurin. Übrigens: Sowohl die Stiftungsleitung des Herausgebers Stiftung Warentest, wie auch der Chefredakteur wissen von den illegalen Geschäften. Getan haben sie nichts. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.“

Richtig, lieber Herr von Holst. Nur ermittelt die Staatsanwaltschaft nicht gegen Ariane Lauenburg und die Stiftung Warentest. Sondern gegen Sie.

Erschienen war der Lügen- und Schmutzartikel natürlich auf einem schon bekannten Holsten-Portal: Auf dem WordPress-Blog „clevereanleger.com“. Der Fake-Autorenname lautet auch hier: Jan Faber. Nur dieses Mal verzichtet von Holst darauf, auch noch offiziell unter seinem richtigen Namen zu zeichnen. Eben unter Rainer von Holst.

Interessant wäre noch: In welchem Verwandtschaftsverhältnis steht jener ominöse untergetauchte von Holst eigentlich zu den sonstigen Mitgliedern der deutschen Adelsfamilie? Hinweise können uns gerne zugesendet werden an redaktion@kriegsberichterstattung.com.

Einzelnachweise:

[1] Renditetip: Neuer Abzockversuch von Rainer von Holst, in: test.de vom 21.08.2018, Abruf am 24.08.2018.

[2] Renditetip: Bestimmen Sie Ihre Rendite selbst!, in: renditetip.com/kontakt, Abruf am 24.08.2018

[3] Anlagebetrüger soll mit Bielefelder Firma Millionen abgezockt haben, von Martin Krause, In: Neue Westfälische Zeitung vom 15.02.2018. Abgerufen am 24.08.2018.

[4] Abzocke, Drohungen, Rufmord: Rainer von Holst und der Gerlachreport von Ariane Lauenburg, in: test.de vom 12.02.2018, Abruf am 24.08.2018.

[5] Mafiöse Vorwürfe: Gerlachreport und Rainer von Holst im Fadenkreuz der Stiftung Warentest und Finanztest von Petra Tang, in: netz-trends.de vom 13.02.2018, Abruf am 24.08.2018

[6] Warum Renditen jenseits der 20 Prozent normal sind, in: gerlachreport.com vom 17.07.2018, Abruf am 24.08.2018.

[7] RAINER VON HOLST, Princeton, New Jersey.



Kommentare (1)


Josef T. 5. September 2018 um 23:13

Guten Tag,

ich bin leider auch so dumm gewesen und einem Betrüger reingefallen.

Er täuschte vor eine Wohnung in Italien erwerben zu wollen, er hat aber nur 500,– Euroscheine die ich in kleine Scheine umtauschen soll.

Leider waren das dann alles gefälschte Scheine – ich hab 75.000,– verloren.

Der Täter ist als Daniel Vollmann aufgetreten. Tel. 00393512473426.

Wahrscheinlich gibt es keine Möglichkeit mehr den zu fassen. Ich hab es bei der Polizei angezeigt aber die gehen der Sache nicht nach. Gibt es irgenwo neue Fotos von Tätern irgendwann wird der ja wieder wo auftauchen.

Mit freundlichen Grüßen

Josef T.

Österreich

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