Skip to main content
Sonntag, 19. Mai 2019

Hells Angels: Keine Leiche eines Türken im Lagerhaus in Kiel gefunden

Es war nicht einfach für die Staatsanwaltschaft Kiel: Wochenlang suchte sie in einer Lagerhalle in Altenholz bei Kiel nach der angeblich einbetonierten Leiche eines Türken, der angeblich von Hells Angels dort entsorgt worden sei. Diese Version hatte zumindest ein Kronzeuge der Staatsanwaltschaft Kiel aufgetischt, der sich davon eine Strafminderung erhofft hatte.

Dass nun auch nach wochenlanger Graberei nichts gefunden wurde, ist für die Staatsanwaltschaft Kiel ein herber Rückschlag. Sieben quälende Wochen suchte die Kieler Kriminalpolizei nach den angeblichen Leichenteilen des Türken in der Lagerhalle. Jetzt gaben Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft in Kiel bekannt: Die Suche war ergebnislos verlaufen.

Gleichzeitig stellt sich aber auch zunehmend die Frage: Geht der Staat nicht mittlerweile zu radikal und nicht mehr angemessen gegen Motorrad-Rockerclubs vor – ob sie nun Hells Angels heißen oder Bandidos? Übertreibt der Staat es nicht mit seiner seit Monaten gerne behaupteten Kriminalisierung der Rockerszene?

Mit rund 3000 Polizisten, darunter GSG9-Kämpfern, waren in den vergangenen Wochen rund 200 Wohnungen von Hells Angels in Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Berlin untersucht worden. Wirklich umfangreiches Material, das eine organisierte Kriminalität belegen könnte, wurde nicht gefunden.

Mit dem Ende der Grabungen im Kieler Lagerhaus werden nun auch fünf Hells Angels, die seit Ende Mai 2012 in U-Haft saßen wieder freigelassen. Derweil macht sich die Staatsanwaltschaft Kiel Mut und teilte mit, man werde jetzt sehr energisch weiter nach der vor zwei Jahren verschwundenen Leiche des Türken suchen. Dabi sollte sie vielleicht auch einmal einigen Kurden in Kiel auf den Zahn fühlen. Denn das ist die zweite These: Die fieberhaft gesuchte Leiche des Türken könnten eben auch jene auf dem Gewissen haben. Es heißt, er habe mit diesen wegen Drogengeschäften im Streit gelegen. Lesen:

Polizeirazzien Hells Angels, Bandidos: ‚Frauen und Kinder mit Füßen zu Boden gedrückt, Wohnungen Erdboden gleich gemacht‘

Hells Angels: Peinliche Ergebnisse von Polizei und Staatsanwaltschaft

Rockerunion wehrt sich gegen überzogene Polizeieinsätze und Polizeischikane bei Hells Angels oder Bandidos

Zudem:

Kampf ums Überleben – Hells Angels: Mordanschlag galt André S., bekannter Hells Angels in Berlin

Bandidos Razzia -99 Prozent gelten bislang als unschuldig / 1 Prozent der 900 Berliner Mitglieder sitzt jetzt in U-Haft

2.000 Hells Angels treffen sich in Graz in Österreich zum World Run

Folterkammer Hells Angels Nicht entdeckt – Medienfalschmeldung

Hells Angels Chef Frank Hanebuth ist stinksauer nach Razzia mit 1200 Polizisten



Kommentare (1)


Hartwich 7. September 2012 um 23:25

Einen herben Rückschlag würde ich das nicht nennen,sondern mal wieder ein Beweiss das von diesen Lügnern nur Mist verbreitet wird. Super Kronzeuge,dieser Schlag ins Gesicht war schon lange mal fällig. Wer bezahlt den entstandenen Schaden? Die Steuerzahler mal wieder. Eigentlich müssten hier die blechen die dies angeordnet haben.

Antworten

Schreibe einen Kommentar zu Hartwich Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Mittwoch, 15. Mai 2019

Zündeln

Iran-Krise um angebliche Drohnenangriffe und die Lügenkriege

Kommentar – Es ist immer das gleiche: Wenn eine Nation gegen eine andere mit kriegerischen Aggressionen auf Grund politischer Dissonanzen vorgehen möchte, beginnt als erstes der PR-Lügenkrieg. Damit möchte man die Öffentlichkeit auf seine Seite ziehen. Das war im Zweiten Weltkrieg so, als Polen und Großbritannien den deutschen Diktator Adolf Hitler bewusst über die Danzig-Frage 1939 monatelang provozierten. Und damit […]

Mittwoch, 01. Mai 2019

Interessengemeinschaft Schiessen Schweiz will am 19. Mai gegen Verschärfung des Waffenrechts entsprechend EU-Vorgaben stimmen

Auch wenn es in der EU zahlreiche Gegner von Waffen in privaten Händen gibt: In der Schweiz wollen am 19. Mai in einer Volksabstimmung zahlreiche Bürger nach wie vor für ihr Waffenrecht stimmen. Dabei gibt es aber hitzige Diskussionen ob das alte Waffenrecht erhalten bleiben soll oder ob es entsprechend des Schengener Euro-Abkommens überarbeitet, also verschärft werden soll. Die Anhänger […]

Sonntag, 28. April 2019

Todesfall UKE Hamburg + Wollte Ärztin Psychopharmaka mit Gewalt in den Mund stopfen lassen?

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) versinkt in einem Skandal. Wie die linksalternative Tageszeitung taz berichtet, habe sich ein unglaublicher Vorfall an der „Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf“ mit Todesfolge eines Patienten ereignet.[i] Für die psychiatrische Klinik des UKE verantwortlich wird auf der Homepage des UKE Klinikdirektor Univ-Prof. Dr. Jürgen Gallinat genannt.[ii] Der Arzt lässt sich auch auf der […]

Freitag, 26. April 2019

Trauer

Asylsuchende aus Pakistan und Afghanistan werden in Sri Lanka wegen Terroranschlägen von verzweifelten Christen bedroht

Kommentar – Nach den Terroranschlägen von Sri Lanka, denen am höchsten Fest der Christen, dem Ostersonntag, rund 250 bis 300 Menschen zum Opfer fielen, kommen weitere Details ans Tageslicht. Alleine in der christlichen Kirche St. Sebastians in der Katuwapitiya Straße im sri-lankischen Städtchen Negombo[i] sollen 93 betende Christen von den Terroristen massakriert worden sein. Unter den in der alten Kirche […]

Freitag, 12. April 2019

Kamera im USB-Stick

Wikileaks US Botschaften Einkaufsliste anlässlich der Verhaftung von Julian Assange

Anlässlich der Verhaftung von Julian Assange, des „australischen politischen Aktivisten, investigativen Journalisten, ehemaligem Computerhackers, Programmierers und Sprechers der Enthüllungsplattform WikiLeaks“ (O-Ton Wikipedia Deutschland) publizieren wir hier die letzte Pressemeldung, welche Wikileaks im Dezember 2018 auf seiner deutschen Plattform publizierte. Assange hatte sieben lange Jahre seines Lebens geopfert, um für sein Projekt, die maximale Transparenz auf Regierungsebene über die Enthüllungsplattform Wikileaks […]

Sonntag, 07. April 2019

Deutsch Ostafrika

Ehemalige deutsche Kolonie Ruanda – 800.000 Menschen wurden 1994 ermordet

Es ist einer der schlimmsten Völkermorde auf dem afrikanischen Kontinent: Jener, den fanatische Hutu 1994 an rund 800.000 Menschen in Ruanda, einer ehemaligen deutschen Kolonie (Deutsch-Ostafrika) begangen haben sollen. Noch heute erinnert man sich beispielsweise in der Ortschaft Mabare an den April 1994. Es war der Beginn vor der langen Regenzeit. Die Berghänge, schreibt Al Jazeera auf seinem Onlineportal aljazeera.com, hätten […]